Acht Spieler verlassen den Verein

Blomqvist verlängert beim ESVK und Lillich kehrt zurück

ESVK-Torjäger Sami Blomqvist
+
ESVK-Torjäger Sami Blomqvist stürmt auch in der nächsten Saison für die Joker.

Kaufbeuren – Der angekündigte Umbruch im Kader des ESV Kaufbeuren hat begonnen. Zunächst hatte der Verein diese Woche den Abschied von acht Spielern verkündet, dann folgte jedoch mit der Weiterverpflichtung von Torjäger Sami Blomqvist ein echter Paukenschlag für die Fans.

Dass der ESV Kaufbeuren zur kommenden Saison ein stark verändertes Gesicht bekommt, war keine Überraschung, dennoch waren die Gefühle dabei etwas gemischt. Ein positives Signal hat der Verein jedoch mit der Vertragsverlängerung von Sami Blomqvist gesetzt, dem es gelungen ist den 30-jährigen Außenstürmer für eine weitere Saison in Kaufbeuren zu halten. „Sami ist ein sehr wichtiger Baustein in unserer Kaderplanung. Wir haben diese Saison ja auch wieder deutlich gesehen, dass er einfach ein Unterschiedsspieler ist. Nach seiner Verletzungspause war er einer der Garanten für unseren Aufschwung“, sagt Geschäftsführer Michael Kreitl. „Natürlich weiß mittlerweile jeder, dass ich die Stadt und unsere ESVK-Familie einschließlich der Fans liebe. Was mir hier noch fehlt, sind die Endspiele der Playoffs zu erreichen und eine Meisterschaft zu feiern. Diese Saison war für mich persönlich aufgrund meiner beiden Verletzungen etwas zerstreut und ich war mit dem Ende nicht zufrieden, aber ich bin zuversichtlich, dass wir in der nächsten Saison erfolgreich sind“, sagt Sami Blomqvist über seine ehrgeizigen Ziele mit dem ESVK.

Markus Lillich ist wieder ein Joker

Nach zwei Spielzeiten bei den Bayreuth Tigers in der DEL 2 kehrt Markus Lillich zur neuen Saison wieder zum ESV Kaufbeuren zurück. „Wir wollten Markus eigentlich vor zwei Jahren schon nicht gehen lassen, weil wir davon überzeugt waren, dass er das Zeug dazu hat, eine gute Rolle in der DEL2 zu spielen“, sagt Geschäftsführer Michael Kreitl über den Spieler. In Bayreuth konnte sich Lillich stetig weiter entwickeln und brachte es bei 92 Einsätzen auf 26 Tore und 17 weitere Vorlagen. Zusätzlich lief er mit einer Förderlizenz zwölfmal für die Nürnberg Ice Tigers in der DEL auf. „Ich habe mich sehr gefreut, als mich Michael Kreitl angerufen und verdeutlicht hat, dass der ESVK mich gerne wieder zurückholen möchte. Auch die Gespräche mit Trainer Rob Pallin waren sehr zielführend und gaben mir trotz anderer Angebote, auch aus der DEL, ein wirklich sehr gutes Gefühl, zurück nach Kaufbeuren zu kommen“, sagt Markus Lillich, der beim ESVK künftig wieder das Trikot mit der Nummer 28 tragen wird.

Acht Abgänge

Natürlich hätte der Verein von den acht Abgängen sicher auch gerne den einen oder anderen weiter verpflichtet, doch haben zum Teil wirtschaftliche Zwänge wie auch persönliche und private Entscheidungen ihren Teil dazu beigetragen. Mit Julian Eichinger, Florin Ketterer, Danis Pfaffengut und Jan Bednar verlieren die Joker gleich vier Verteidiger. „Julian Eichinger ist einer der besten Offensivverteidiger in der DEL2. Es war für uns in den letzten Jahren schon immer eine Mammutaufgabe, ihn in Kaufbeuren halten zu können. Wir haben ihm auch dieses Jahr wieder ein Vertragsangebot gemacht, das sich im oberen Grenzbereich des für uns machbaren bewegt. Er hat uns aber leider vor ein paar Wochen mitgeteilt, dass er ein besseres Angebot eines anderen Clubs annehmen wird und daher nicht mehr für den ESVK auflaufen möchte“, beschreibt Michael Kreitl die Entwicklung. Auch Florin Ketterer hat sich schweren Herzens für ein anderes Angebot entschieden, da er nach fünf Jahren beim ESVK eine neue Herausforderung sucht. Gleiches gilt auch für Denis Pfaffengut, der den Verein bereits frühzeitig in einem offenen Gespräch informiert hatte, dass er gerne auch außerhalb des ESVK einmal Profi-Eishockey spielen möchte. „Jan Bednar ist bei uns diese Saison leider nicht so richtig zum Zug gekommen. Er wurde krankheits- und verletzungsbedingt auch immer wieder etwas zurückgeworfen. Wir sind darüber im Einklang, dass wir seine Kaderstelle in Zukunft mit Spielern aus dem eigenen Nachwuchs besetzen können“, beschreibt Kreitl den Abgang des 22-jährigen Spielers.

Bedauerlich ist der Wechsel von Tobias Wörle, der sich in der vergangenen Saison zu einem beständigen Punktesammler entwickelt hat. Er hat dem Verein schon frühzeitig mitgeteilt, dass er seinen Lebensmittelpunkt in Zukunft nicht mehr im Allgäu haben wird und er sich aus diesem Grund nochmals einem anderen Club anschließen wird. „Max Lukes war mit seiner Rolle in der aktuellen Saison nicht so zufrieden. In einem Gespräch sind wir dann übereingekommen, dass er mit der ihm angedachten Rolle im Team nicht mehr zufrieden ist. Nach diesem Gespräch bat er uns darum, seinen noch laufenden Vertrag aufzulösen. Dieser Bitte sind wir nachgekommen“ sagt Kreitl. Lukes wird zur kommenden Saison in die Oberliga nach Memmingen wechseln.

Mit Jan Dalgic und Benedikt Hötzinger werden auch noch zwei Torhüter den Verein verlassen. Dalgic wechselt in die Oberliga Nord zu den Hannover Indians und Hötzinger kehrt zu seinem Heimatverein, dem EV Füssen, zurück. „Wir sind dem EV Füssen und Benedikt Hötzinger wirklich sehr dankbar. Er kam ja kurzfristig nach den Ausfällen von Stefan Vajs und Maxi Meier nach Kaufbeuren und hat in vielen Spielen gezeigt, dass er ein guter DEL2-Torhüter sein kann. Der EV Füssen kann sich glücklich schätzen, einen solch starken Torhüter und feinen Sportsmann unter Vertrag zu haben“, beschreibt Kreitl den Torhüter.

Aktuell umfasst der Kader für die neue Saison mit Stefan Vajs einen Torhüter, dazu kommen die Verteidiger Sören Sturm und Tobias Echtler, sowie die Angreifer Lillich, Tyler Spurgeon, Sami Blomqvist, Joey Lewis, Philipp Krauß, Markus Schweiger und Max Oswald. Selbstverständlich ist der Verein noch mit weiteren Spielern aus der Vorsaison, sowie potentiellen Neuzugängen in Gesprächen.

von Thomas Schreiber

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kommentare