Geht der Futsal-Titel wieder nach Neugablonz?

Nach dem Titel greifen

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Günter Bayer (rechts) wird in Günzburg bei der Finalrunde seine Mannschaft coachen.

Neugablonz – Der BSK Olympia Neugablonz ist gerüstet für eine weitere Teilnahme bei der Endrunde zur Schwäbischen Futsalhallenmeisterschaft in Günzburg. Bei der am vergangenen Mittwochabend unter großem Tamtam ausgerichteten Gala im Roma-Forum in Burgau haben die Schmuckstädter eine Hammergruppe erwischt.

Neugablonz muss in Gruppe eins gegen Titelverteidiger Türkspor Augsburg, FC Stätzling (beides Landesligisten) und SC Bubesheim (Bezirksliga-Nord) ran. Der Kreisbote sprach im Vorfeld mit Cheftrainer Günter Bayer.

Der BSK ist zum vierten Mal in Folge dabei, zieht somit mit dem TSV Schwaben Augsburg gleich, dem das zwischen 1987 und 1990 gelungen. Ist das hoch anzurechnen?

Bayer: Mit Sicherheit. Es ist als großer Erfolg zu werten.

1985 wurden Sie zum besten Hallenspieler gekürt. Im vergangenen Jahr bekam Alexander Günter diese Auszeichnung. Erinnern Sie sich noch daran zurück?

Bayer: Gewiss doch. Damals hatte der FC Memmingen nicht seine komplette Garnitur abgestellt. Es waren, glaube ich, nur sieben oder acht Spieler mit dabei. Die Tore waren größer und es wurde ohne Bande gespielt. Wir kamen bis ins Endspiel und haben hier gegen den FC Augsburg verloren. Ich habe gerne in der Halle gespielt. Selbst zu meiner Bundeswehrzeit habe ich immer wöchentlich gekickt. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht.

Statt einer K.O.-Runde gibt es eine Gruppenphase. Musste der BFV reagieren, weil Futsal doch nicht mehr das Interesse bei vielen weckt?

Bayer: Ich glaube, das muss aus verschiedenen Seiten her betrachtet werden. Für einige Vereine gibt es nur ein Spiel, dann fliegen sie aus dem Turnier raus. Der Aufwand von Seiten des Vereins ist im Vorfeld so immens, dass nach einem verlorenen Spiel, womöglich Mannschaft und Fans mit dem Bus wieder nach Hause fahren. Ob es mit der Gruppenphase nun für den neutralen Zuschauer besser wird, bleibt abzuwarten. Wir müssen uns überraschen lassen.

Vermissen Sie die Bande und damit auch das schnelle Spiel mit vielen Toren?

Bayer: Ich sehe es so: Hallenfutsal und Hallenfußball sind zwei unterschiedliche Sportarten. Den Zuschauern hat der Hallenfußball mit Bande gefallen. Da fielen im Schnitt zwischen sechs und acht Tore, da gab es Zweikämpfe und die Emotionen kochten hoch. Beim Futsal kennen viele nicht einmal die Regeln. Sie befassen sich auch damit nicht. Dann wird es schnell langweilig. Es muss klar sein, dass wir den Hallenfußball, den es einmal gab, abhaken müssen.

Wie gut täte Neugablonz der Titel „Schwäbischer Hallenmeister 2018“?

Bayer: Sicherlich wären wir nach den beiden verlorenen Endspielen wieder einmal dran. Aber: Es ist die Schwäbische Meisterschaft, jede Mannschaft hat die gleichen Chancen den Titel zu holen. Für den BSK war es wichtig, sich für die Endrunde zu qualifizieren. Wie weit wir im Turnier kommen, hängt auch davon ab, welche Spieler zur Verfügung stehen und wie das Team ins Turnier kommt.

Können Sie personell aus dem Vollen schöpfen?

Bayer: Es werden wohl die gleichen Spieler sein, die schon bei den letzten beiden Turnieren gespielt haben. Auch Alexander Günter wird wieder dabei sein. Er hat durch seinen Elan und seine Begeisterung zum Futsal, alle anderen Mitspieler mitgerissen. Er macht ein super Training, sodass sich jeder weiterentwickeln kann.

Sind Sie in Günzburg dann eher der Motivator und Einpeitscher?

Bayer: Wir haben die Aufgaben geteilt und sprechen uns ab, da Alex als Aktiver direkt bei der Mannschaft ist. Das klappt ganz gut.

Das Interview führte Stefan Günter.

Fakten und Infos vorab:

• Der BSK setzt einen Fanbus nach Günzburg ein. Die Abfahrt erfolgt am Samstag, 13. Januar, bereits um 9.30 Uhr am Waldstadion.

• Nur die beiden Erstplatzierten jeder Gruppe erreichen das Halbfinale. Das Finale ist für 19 Uhr angesetzt.

• In der anderen Gruppe messen sich TSV Ottobeuren, FC Ehekirchen, TSV Gersthofen (alle Bezirksliga) und TSV Diedorf

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