Saisonausklang im Neugablionzer Waldstadion mit Besuch von Peter Kupferschmidt

Wiedersehen mit einer Legende

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Gern denkt Peter Kupferschmidt an das Spiel in der 1. DFB-Pokalhauptrunde bei der Frankfurter Eintracht zurück, wo er und seine Mannen vom BSK dem Bundesligisten einen beherzten Kampf geliefert hatten.

Kaufbeuren – Erst gab es eine große Enttäuschung beim letzten Spiel des BSK Olympia vor der Sommerpause: Gegen Absteiger Kempten erlitten die Schmuckstädter ganz gegen die Erwartungen eine herbe Niederlage. Doch am Ende überwogen der Zusammenhalt und die Zuversicht. Freude bracht zudem der Besuch von Ex-BSK-ler und späterem Ex-Bayern-Profi Peter Kupferschmidt

An die 250 Fußballfreunde, darunter einige Spieler aus dem legendären 70er-Landesligateam des BSK Olympia Neugablonz, kamen mit großen Erwartungen zum letzten Verbandsspiel ihrer Mannschaft vor der Sommerpause ins heimische Waldstadion. Allerdings verlief dieses aufgrund widriger Umstände ganz anders als erwartet und statt des erhofften Sieges gab es gegen Absteiger Kempten eine empfindliche 1:5 Niederlage. 

So herrschten auch zunächst Enttäuschung und Frust wegen der vergebenen Gelegenheit, am Lokalrivalen SVO Germaringen zum Saisonschluss in der Tabelle noch vorbeizuziehen. Nach dem einen oder anderen tröstenden Zuspruch konnten sich die jungen Spieler samt Trainer und Vorstandschaft aber dann doch über das Erreichte freuen. 

Wurde doch die junge BSK-Mannschaft zu Saisonbeginn von den meisten Ligakonkurrenten als Absteiger Nummer eins gehandelt. Ein gewaltiger Umbruch im Team brachte gravierende Veränderungen: Insge- samt zehn Spieler verließen den Verein und ebenso viele Neuzugänge – zumeist aus unterklassigen benachbarten Vereinen – füllten die entstandenen Lücken. Vorstandsmitglied Sabine Dittrich leitete hier, wie Co-Trainer Jürgen Bendfeldt dem Kreisbote in einem Gespräch erklärte, mit viel Geschick und Fingerspitzengefühl die entsprechenden Kontakte ein und hatte jederzeit Zeit ein „offenes Ohr“ für „ihre Jungs“. 

Durch kämpferischen Einsatz und Siegeswillen steckte die junge Mannschaft neu auf und konnte ihre Anhänger immer wieder durch tolle Spiele begeistern. Coach Rrust Miroci und sein Co Jürgen Bendfeldt konnten ihr Team stetig spielerisch weiterentwickeln, wobei die jungen Burschen sich äußerst willig und lernfähig zeigten. Als Vorbild und verlängerter Arm des Trainers entpuppte sich immer mehr Mannschaftskapitän Waldemar Staroweit, der zusammen mit den Routiniers Eugen Erhart, Dennis Staroweit, Yakub Sevimili und Martin Engels das Team stets zusammenhielt. Mit dem erfolgreichsten Torschützen der Liga – Bejamin Maier mit 36 Treffern – und seinem Sturmpartner Martin Hennebach (zwölf Treffer) stellte der BSK in der abgelaufenen Saison auch das erfolgreichste Sturmduo der Bezirksliga Süd. Durch eine echte freundschaftliche und kameradschaftliche Verbundenheit unter den Spielern und den Verantwortlichen des Vereins konnte letztendlich dies alles erreicht werden. Erfreulich: Die Mannschaft bleibt, nach den Worten Jürgen Bentfeldts, zum größten Teil beisammen. Neben zwei Abgängen stehen vier zum Teil hochkarätige Neuzugänge bereit und Coach Rrust Miroci wird auch in der neuen Saison die Geschicke an der Außenlinie leiten. 

Überraschungsbesuch 

Eine besondere Überraschung für diesen Anlass hatte sich der einstige Torjäger des BSK Peter „Pief“ Ullmann ausgedacht. So überreichte er jeden Spieler des aktuellen Kaders ein persönlich gestaltetes Erinnerungsgeschenk und hatte obendrein den wohl prominentesten Spieler aus den Reihen des BSK, nämlich den Ex-Bayern-Profi Peter Kupferschmidt, eingeladen. Gerne habe dieser, wie er in einem Gespräch erklärt, die Einladung angenommen und mit Sportkameraden von einst ein Wiedersehen an alter Wirkungsstätte gefeiert. Alfred und Werner Gosse, Thomas Glüder, Günter Holzmann, Walter Mayer, Peter und Karl Kindler freuten sich zusammen mit Peter Ullmann über diesen Besuch. 

Kupferschmidt der von 1960 bis 1971 insgesamt 221 Spiele für Bayern München bestritt und anschließend bis 1973 bei SK Sturm Graz und dem Kapfenberger SV spielte kam 1977 über seinen ehemaligen Schulfreund Ulf Jäkel, mit dem er 1961/62 in München die Sabelschule besuchte, zum BSK Olympia Neugablonz, wo er in kürzester Zeit durch seine brillante Technik und Übersicht zum Publikumsliebling wurde. Damals wurden die unbestritten größten und spektakulärsten Erfolge erzielt. Besonders gern erinnert sich Kupferschmidt zusammen mit seinen Kameraden an ein Spiel in der 1. DFB-Pokalhauptrunde im Frankfurter Waldstadion gegen die dortige Eintracht. Trotz einer Niederlage habe man sich damals gegen den übermächtigen Bundesligisten einen beherzten Kampf geliefert. Der heutigen Spieler-Generation rät Peter Kupferschmidt mit eisernen Willen und Disziplin weiterzumachen. Er habe eine junge, ehrgeizige Mannschaft gesehen, in der noch genügend Potenzial stecke, um erfolgreich ihren Weg zu gehen. von Klaus-Dieter Körber

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