Winterpause beim BSK

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BSK-Vorsitzender Peter Seidel traut dem Team die Titelverteidigunf bei der Schwäbischen zu.

Kaufbeuren – Seit 23 Jahren ist Peter Seidel an der Spitze des BSK Olympia Neugablonz. Als Vereinsboss hat er in seiner langen Funktionärskarriere Höhen und Tiefen erlebt. Sportlich kann Seidel allerdings mehr als zufrieden sein.

Als Tabellenzweiter sind die Schmuckstädter in der Bezirksliga-Süd erster Verfolger von Spitzenreiter Schwaben Augsburg. Sechs Punkte trennen beide Mannschaften voneinander, wobei noch ein direkter Vergleich im Waldstadion im Frühjahr ansteht. Vor dem Beginn der Hallenrunde zog der Kreisbote mit dem Ersten Vorsitzenden Peter Seidel eine Bilanz. 

Hätten Sie damit gerechnet, dass die Erste jetzt zum Beginn der Winterpause so gut dasteht? 

Seidel: Die Absicht war schon, dass wir im vorderen Drittel mitspielen wollten. Aber dass sie soweit vorne sind, hätten wir jetzt nicht gedacht. Wir haben doch relativ viele junge Spieler geholt. Sie müssen ja noch ihre spielerische Reife bekommen und sich in die Mannschaft integrieren. Wir könnten natürlich ganz vorne stehen. Wir haben zum Beispiel in Thannhausen beim Tabellenletzten eine unglückliche Niederlage kassiert. 

Was ist das Geheimnis des Erfolges? 

Seidel: Ganz einfach. Die Harmonie in der Mannschaft. Viele Spieler sind nicht nur auf dem Fußball beisammen, sondern auch privat. Sie halten wie Pech und Schwefel zusammen. Diesen Zusammenhalt haben wir noch nie gehabt, wie in dieser Saison. 

Welchen Anteil hat das Trainergespann Uwe Zenkner, Berndt Sonntag und Jürgen Benfeldt? 

Seidel: Uwe Zenkner hat die Gruppe gut im Griff. Auch Berndt Sonntag versteht sich sehr gut mit den Jungs. Wir haben zu Beginn der Saison bei Uwe Zenkner auf das richtige Pferd gesetzt. Das merken wir auch. Denn nach 60 und 70 Minuten haben die Spieler immer noch Dampf. Sie kämpfen bis zum Schluss. Das ist eine ganz wichtige Komponente für den Erfolg. 

Hat es auch einen Vorteil, dass Uwe Zenkner den Verein gut kennt? 

Seidel: Natürlich. Uwe ist ein BSK'ler. Ich hoffe, dass er nach seiner Trainertätigkeit einmal in den Vorstand wechselt. 

Ist der BSK denn reif einen möglichen Aufstieg in die Landesliga-Südwest? 

Seidel: Wir wollen den Jungs den sportlichen Erfolg nicht vermiesen. Wir sagen nicht: Ihr dürft nicht aufsteigen! Im Gegenteil: Wir unterstützen sie, wenn es für den Relegationsplatz oder auch zu mehr reichen sollte. 

Welchen Anspruch haben Sie persönlich an die Erste? 

Seidel: Ich hatte eigentlich die nächste Saison fest im Visier, um ganz vorne mitzuspielen. Finanziell erwartet uns dann ein enormer Kraftakt. Wir müssten uns dann noch mit neuen Spielern verstärken. Ich bin überzeugt, dass die Mannschaft im jetzigen Zustand auch in der Landesliga mithalten könnte. Zwar nicht ganz vorne, aber im letzten Tabellendrittel. 

Bis auf ein Unentschieden gegen Stätzling ist Neugablonz im heimischen Waldstadion ohne Niederlage geblieben. Was zeichnet denn Ihr Wohnzimmer aus? 

Seidel: Unser Waldstadion hat einen ganz eigenen Flair. Der Platz ist etwas kleiner als in anderen Stadien. Und auch die Zuschauer sind ganz nah am Spielfeldrand. Sie können die Spieler gut anfeuern. Die Mannschaft trainiert auch des Öfteren im Waldstadion. Die hervorragende Kameradschaft verursachte eine Art Kettenreaktion, daher sind wir auch so gut drauf und bisher ungeschlagen. 

Welchen Stellenwert legen sie auf die bevorstehende Hallenrunde 2015/2016? 

Seidel: Nicht alle unsere Spieler mögen die Halle. Das schon einmal vorneweg. Etwa acht bis zehn Spieler kicken gerne in der Halle. Der BSK ist am 2. Januar Ausrichter der Vorrunde zur Schwäbischen Futsal-Meisterschaft. Die Jungs wollen mindestens wieder die Finalrunde in Günzburg erreichen. Auffallend war allerdings, dass nach der langen Hallensaison – bedingt durch die Teilnahme an der Bayerischen – die Mannschaft nach Futsal im Freien schwer in Tritt gekommen ist. Das hat eine Weile gedauert. 

Ist eine Titelverteidigung aus ihrer Sicht möglich, ja sogar das große Ziel? 

Seidel: Wenn wir schon mitmachen, haben wir den Anspruch soweit wie möglich zu kommen. Die Jungs sind technisch gut drauf. Ich traue ihnen durchaus die Titelverteidigung bei der Schwäbischen zu.

Das Interview führte Stefan Günter

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