Kein Abstieg

DEL 2 trifft Änderungen für laufende Saison – ESVK-Geschäftsführer Michael Kreitl im Interview

ESVK-Geschäftsführer Michael Kreitl
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ESVK-Geschäftsführer Michael Kreitl spricht im Interview über die getroffenen Änderungen in der DEL 2.

Kaufbeuren – Unter den Anhängern des ESV Kaufbeuren wurde schon seit geraumer Zeit darüber diskutiert, ob es in dieser Saison einen sportlichen Absteiger geben wird oder nicht. Vergangenen Donnerstag wurde nun in der Gesellschafterversammlung entschieden, den Abstieg in die Oberliga für die Saison 2020/2021 einmalig auszusetzen. 

Lange Zeit hat die DEL2 versucht, an den sportlichen Werten der Liga auch unter Corona-Bedingungen festzuhalten. Aufgrund von nochmaligen Anpassungen der Rahmentermine, der damit verbundenen Intensivierung und Veränderung des Spielbetriebs sowie den bereits erfolgten Terminverschiebungen bei einzelnen Teams, macht dies jedoch einen gleichmäßigen und fairen Wettbewerb nicht möglich. Die Deutsche Eishockey Liga 2 befindet sich weiterhin auf einem guten Weg, die 52 Hauptrunden-Spieltage, trotz der Pandemie und den Corona bedingten Spielverlegungen, für alle Clubs zu ermöglichen. Damit dies auch weiterhin möglich und die Liga für alle Eventualitäten gerüstet ist, haben sich die Gesellschafter der DEL2 darauf verständigt, den Rahmenterminplan nachzujustieren. Der Spielbetrieb wird somit ab dem 18. Februar auf einen möglichen Zwei-Tages-Rhythmus umgestellt. Dieser weicht von den bekannten Spieltagen Freitag, Sonntag und Dienstag ab. Zudem wurde der Beginn der Endrunde mit dem Start 20. April noch einmal geringfügig verschoben. Durch diese Umstellung und die teilweise Intensivierung der Hauptrunden-Termine werden zusätzlich sieben Ausweichtermine geschaffen, die auch bei zukünftigen Quarantänemaßnahmen helfen sollen, alle Spiele bis zum Ende der Hauptrunde durchzuführen.

Der Kreisbote hat über die getroffenen Änderungen mit ESVK-Geschäftsführer Michael Kreitl gesprochen.

Ist man aus rein sportlicher Sicht erleichtert über diese Entscheidung, dass es keinen Absteiger geben wird?

Kreitl: Es ist die einzig sinnvolle Entscheidung, da die Corona-Pandemie einfach so viele Unwägbarkeiten mit sich bringt und bei den Vereinen von Woche zu Woche eine neue Situation einkehren kann. Zudem gibt es in den verschiedenen Bundesländern auch unterschiedliche Zuschussmöglichkeiten, die man in Bezug auf Chancengleichheit nicht außer Acht lassen darf.

Droht dadurch eventuell für den Rest der Saison gerade auf den hinteren Plätzen eine sportliche Bedeutungslosigkeit?

Kreitl: Ziel sollte es immer sein, die Play-Offs zu erreichen. Ich persönlich ziehe aus jedem Spiel meine Erkenntnisse. Es geht ja auch darum, wer sich in Zukunft für den ESVK anbietet. Wir haben in dieser Saison auch bewusst nicht auf jeden Ausfall reagiert, sondern auch darauf geachtet wer in Zukunft aus den eigenen Reihen einen möglichen Platz in der Mannschaft übernehmen kann. Hier haben wir gute Erkenntnisse gesammelt.

Wie sehen Sie der neuen Spieltaktung entgegen?

Kreitl: Das Ziel unserer Kommission war es immer, möglichst alle 52 Hauptrundenspiele zu absolvieren. Ich denke, für den ESVK wird sich nicht viel ändern, da wir durch unsere Quarantäne eh schon in der Regel drei Spiele in einer Woche haben.

Gibt die Entscheidung über die Aussetzung des Abstieges nun auch Planungssicherheit für die Zukunft?

Kreitl: Das Einzige, was wir planen können ist, dass wir nächste Saison wieder in der DEL 2 spielen. Doch wer kann vorhersagen, ob bis im Sommer wieder Zuschauer zugelassen sind, ob unsere Sponsoren weiter im Boot sind und daraus ergebend natürlich auch, mit welchem Etat wir planen können.

Thomas Schreiber

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