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Der Jahresrückblick beim ESVK

Fans des ESVK
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Zum ersten Heimspiel in dieser Saison gegen Ravensburg erlebten die Zuschauer die großartige Atmosphäre in der erdgas-schwaben-arena

Kaufbeuren – Das Kalenderjahr 2021 steht kurz vor dem Ende. Für den ESV Kaufbeuren war dieses Jahr ein sportliches Auf und Ab, verbunden mit den wirtschaftlichen Zwängen, die durch die Corona-Pandemie entstanden sind. Der Kreisbote hat in seinem Jahresrückblick die einzelnen Monate noch einmal beleuchtet.

Januar und Februar

Das Jahr begann mit einer Hiobsbotschaft, als der Verein am Neujahrstag bekannt gab, dass Torjäger Sami Blomqvist dem ESVK längerfristig nicht zur Verfügung stehen werde. Zur Verletzungsmisere kamen dann auch noch fehlende Ergebnisse hinzu, so dass Geschäftsführer Michael Kreitl ungewöhnlich deutlich reagierte und von einer Wohlfühloase beim ESVK sprach. Ferner war man mit den Leistungen einiger vermeintlicher Leistungsträger nicht einverstanden, so dass Kreitl ankündigte, künftig genau hinzuschauen, wer das Trikot der Joker tragen werde.

Offensichtlich hatten die Worte von Kreitl in der Mannschaft Gehör gefunden, denn die Leistungskurve der Joker ging im Februar nach oben und auch die Ergebnisse stimmten. Mit Benedikt Hötzinger verpflichteten die Kaufbeurer nach Maximilian Meier einen weiteren Torwart vom EV Füssen, nachdem die Verletzungsmisere auf dieser Position kein Ende nehmen wollte. Beim 7:2 Auswärtssieg in Bad Tölz machte Blomqvist seinen 300. Skorer-Punkt für den ESVK. Zudem erhielt John Lammers die Auszeichnung für das Tor des Monats Januar.

März, April und Mai

Die Joker spielten einen starken März und begeisterten unter anderem mit Siegen gegen die Top-Teams aus Kassel, Ravensburg und Frankfurt. Zum Ende des Monats gab der Verein bekannt, dass man den Vertrag mit Trainer Rob Pallin um ein weiteres Jahr verlängert habe. Mit seinem Tor in der Verlängerung gegen die Lausitzer Füchse holte sich Branden Gracel das Tor des Monats im Februar.

Nach 50 von 52 angesetzten Spieltagen hatten sich die Gesellschafter der DEL 2 einstimmig dazu verständigt, die Hauptrunde per 8. April zu beenden. So wurde die Tabelle bei ungleicher Anzahl von Spielen durch eine Quotientenregel begradigt. Für den ESVK ergab sich somit ein Play-Off-Vergleich gegen den EHC Freiburg. Philipp Krauß wurde von der Liga zum Rookie des Jahres gewählt.

Die Play-Off-Serie „best-of-five“ gegen den EHC Freiburg zog sich bis in den Mai, erst dann mussten sich die Joker mit zwei zu drei Spielen geschlagen geben. Es folgte eine weitere Hiobsbotschaft, als der Verein den Abgang von insgesamt acht Spielern unmittelbar nach Saisonende bekanntgeben musste. Doch die Verlängerungen von Blomqvist, Lammers und Alexander Thiel folgten auf dem Fuß. Zudem konnte mit Markus Lillich ein vielversprechender Rückkehrer als ersten Neuzugang präsentiert werden. Der Abgang von Daniel Oppolzer sorgte jedoch bei den Fans für Wehmut.

Juni und Juli

Mit der Verpflichtung von Simon Schütz konnte der ESVK sogar einen Spieler mit DEL Erfahrung an Land ziehen. Zudem heuerte mit Jan Pavlu ein weiterer erfahrener Defensivspieler in Kaufbeuren an, so dass Kreitl bereits Mitte des Jahres die Planung als weitgehend abgeschlossen betrachtete. Schon zu diesem Zeitpunkt war klar, dass der Verein auf Grund der anhaltenden Corona-Pandemie deutlich vorsichtiger planen werde, da noch nicht abzusehen war, inwieweit die Sponsoren dem Verein die Treue halten würden und auch Zuschauer wieder zugelassen wären.

Mit Yannik Burghart bekam im Juli ein weiterer Nachwuchsspieler einen Profivertrag. Das Lizenzierungsverfahren der DEL 2 war abgeschlossen und die Liga startete mit 14 Mannschaften in die neue Saison. ESVK-Neuzugang Jan Pavlu wurde für die italienische Nationalmannschaft für ein Olympia-Qualifikations-Turnier nominiert.

August

Während das Geschehen auf dem Eis noch ruhte, wurde der Treffer von Branden Gracel im Februar zum Tor des Jahres gewählt. Mit Philipp Bidoul, Leon van der Linde, Max Hops und Tobias Baader lizensierte der ESVK noch einmal vier weitere Spieler aus dem Nachwuchs für die DEL 2. Gute Nachrichten gab es zu diesem Zeitpunkt in Sachen Zuschauerauslastung, denn mit einem entsprechenden Hygienekonzept durften 3.100 Zuschauern mitfiebern.

September und Oktober

Endlich wieder Eishockey hieß es am 3. September, als zum ersten offiziellen Training knapp 500 Fans gekommen waren. Unter die ersten Testspiele mischte sich auch die traurige Nachricht vom Tod von Ladislav Lubina, der von 1991 bis 1993 für den ESVK stürmte. Tyler Spurgeon führte die Joker erneut als Kapitän in die neue Saison und bis zum Saisonstart hatte der ESVK knapp 1.400 Dauerkarten abgesetzt. Karl-Heinz Kielhorn nahm Abschied als Vorstand des ESVK, bleibt aber weiterhin Gesellschafter der GmbH.

Trotz ansprechender Leistungen startete des ESV Kaufbeuren mit vier Niederlagen in die neue Saison. Dann folgte im Oktober die Nachricht, dass Trainer Pallin aus persönlichen Gründen zurück in seine Heimat gehen werde, und so stand der ESVK schon zu Beginn der neuen Spielzeit ohne Punkte und ohne Trainer da. Doch mit Tray Tuomie zauberte Kreitl schnell einen DEL erfahrenen Nachfolger aus dem Hut, der anschließend mit fünf Siegen in Folge einen perfekten Start hinlegte.

November

Mit Yannik Burghart und Markus Schweiger wurden zwei ESVK-Spieler für die U20 Weltmeisterschaft in Kanada nominiert. Die Corona-Pandemie sorgte für die ersten Spielverlegungen in der gesamten Liga, und so konnte der ESVK in diesem Monat lediglich fünf Pflichtspiele austragen, von denen er nur das Derby gegen Landshut gewann. Florian Thomas wurde für 400 Spiele im Dress der Joker geehrt.

Dezember

Ein Spielemarathon (13 Spiele)folgte für die Joker im letzten Monat des Jahres. Zudem kam am 9. Dezember die Nachricht, dass vorerst keine Zuschauer mehr in der Arena zugelassen seien, während in anderen Stadien außerhalb von Bayern noch vor Zuschauern gespielt wurde. Die sportliche Bilanz im letzten Monat des Jahres hätte besser laufen können und so rutschten die Joker immer näher in Richtung der Play-down-Plätze ab.

Thomas Schreiber

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