Ehrenamt für die Sicherheit

Der Ordnungsdienst des ESV Kaufbeuren – Eine starke Gemeinschaft

Ordnungsdienst Team des ESV Kaufbeuren
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Das Team der Ordner, welches bei einem Heimspiel des ESVK wichtige Hilfe leistet, zusammen Thomas Block (3. v. re.), dem Leiter des Ordnungsdienstes.

Kaufbeuren – Vielen Fans und Besuchern des Stadions in Kaufbeuren ist nicht bewusst, wer außer den Spielern, Trainern und der Technik ebenfalls wertvolle Arbeit leistet, damit alle sicher und unbeschwert die Partien der Joker genießen können. Darüber hinaus ist das Team um Ordnungsdienstleiter Thomas Block bei Geisterspielen ebenfalls im Einsatz.

Normalerweise erkennt man sie auch im vollbesetzten Stadion immer an ihren neongelben Jacken, doch in dieser Saison ist auch für den Ordnungsdienst des ESV Kaufbeuren vieles anders. Auch wenn derzeit die Heimspiele der Joker ohne Zuschauer stattfinden, müssen sie mit einer Mindeststärke von sechs bis acht Personen im Stadion präsent sein, um die relevanten Stellen in der Erdgas Schwaben Arena zu kontrollieren.

„Aktuell umfasst unser Team 31 Personen, darunter auch zehn Frauen. Doch sind wir immer offen, wenn jemand Interesse hat bei uns ehrenamtlich mitzuwirken“, sagt Block, der seit drei Jahren die Leitung über das Ordner-Team innehat. Voraussetzung ist ein Mindestalter von 18 Jahren und ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis. Eine interne Schulung zum Thema Gewaltprävention, sowie die ordnungsgemäße Wiedergabe der Hausordnung gehören jedoch auch zum Pflichtprogramm beim ESVK. „Wir wollen natürlich mit einem besonnenen und deeskalierenden Verhalten keine Unruhe im Stadion entstehen lassen und haben auch zur Fanszene inzwischen einen sehr guten Kontakt geschaffen“, erzählt Block.

Der Arbeitstag am Spieltag beginnt bei einer normalen Saison zwei Stunden vor Spielbeginn und endet in der Regel rund 45 Minuten nach der Partie. Dabei geht es jedoch um weit mehr als nur um den Stadionbereich. „Das reicht von den Treppen an der Bahnhofseite bis hin zum Eingang am Parkstadion und dem angrenzenden Jordanpark“, berichtet der Ordnungsdienstleiter über den Wirkungskreis seines Teams. In Zusammenarbeit mit der Liga und der örtlichen Polizei werden die Spiele nach dem Ampelprinzip ihrer Risikorelevanz zugeordnet und entsprechend vorbereitet. Der Großteil aller Spiele sind dabei dem grünen Bereich zugeordnet und brauchen keine besonderen Maßnahmen. „Hier reicht uns auch ein Ordneraufgebot von rund 20 Personen“, beschreibt Block den Personaleinsatz. Beim gelben Bereich gab es in der Vergangenheit schon mal Probleme, weshalb dann auch eine kleine Abordnung der Polizei im Stadion mit verweilt. Stehen Spiele gegen Ravensburg oder Landshut auf dem Programm, dann springt die Ampel auf Rot und das bedeutet Risikospiel. „Da rückt dann zusätzlich eine Hundertschaft der Polizei mit an und auch wir sind mit voller Stärke im Dienst“, beschreibt der Leiter des Ordnungsdienstes die Notwendigkeit.

Doch die Gemeinschaft der Ordner beinhaltet nicht nur das Wirken im Stadion, sondern auch gesellschaftliche Aktivitäten. „Wir fahren normalerweise in jeder Saison zu einem gemeinschaftlichen Auswärtsspiel, haben ein Sommerfest, sowie unsere traditionelle Weihnachtsfeier, bei der auch Spieler der Mannschaft mit anwesend sind. Alle diese Sachen schweißen uns auch außerhalb des Stadions zu einem tollen Team zusammen“, erzählt der Leiter und bedauert, dass in dieser Saison auf vieles verzichtet werden muss. Lobend erwähnt er auch die Zusammenarbeit mit ESVK-Geschäftsführer Michael Kreitl, in der beide Seiten immer ein offenes Ohr haben. Wer Interesse hat im Team der Ordner künftig mitzuwirken, der darf sich gerne per E-Mail an­ordnungsdienst.esvk@web.de wenden.

Thomas Schreiber

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