Dezimiertes Joker-Team holt Punkt in Weißwasser und unterliegt im Heimspiel gegen Heilbronn

ESVK verschenkt Punkte

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Im Heimspiel gegen Heilbronn unterlag der ESVK mit 1:4. Daniel Oppolzer und viele Kollegen tragen derzeit einen "Movember"-Schnauzer. Spenden sind möglich unter www.moteam.co/buron-joker.

Kaufbeuren – Nur mit einem Minikader konnten die Kaufbeurer Joker die Spiele am Wochenende bestreiten. Mit Simon Schütz, Christopher Kasten, Denis Pfaffengut in der Abwehr und Steven Billich, Max Schäffler, Jonas Wolter, Philipp dePaly, Christoph Kiefersauer und Markus Lillich im Sturm fehlten gleich neun Akteure am Freitag.

Dennoch reichte es beim Match am Freitagabend bei der unglücklichen 4:3-Niederlage nach Verlängerung in Weißwasser zu einem Punkt.Bei der Heimpartie am Sonntag gegen die Heilbronner Falken verloren die Joker allerdings mit 1:4 Toren. Nur ein Punkt gegen zwei in der Tabelle dahinter platzierten Teams ließen diese Verfolger hautnah aufrücken.

Unglücklicher Punktverlust

Mit den größeren Spielanteilen und den vermehrten Torchancen hätte der ESVK in Weißwasser eigentlich mehr als einen Punkt verdient gehabt. Gegen die – nach der 7:1-Packung drei Tage zuvor in Kaufbeuren – auf Revanche motivierten Gastgeber hielten die Joker wacker mit. Von Beginn an berannte der ESVK das gegnerische Gehäuse, nach sieben Minuten gelang der bis dahin überfällige erste Treffer durch Sami Blomqvist. Durch einen glücklichen Treffer kamen die Füchse danach zum Ausgleich und konnten in Überzahl sogar erstmals in Führung gehen. In den nächsten zwanzig Minuten wieder sehr starke Angriffsbemühungen der Joker, die durch Joona Karevaara mit einem Tor belohnt wurden. Wie schon beim ersten Treffer der Füchse, so trafen sie mit einem Verlegenheitsschlenzer wieder ins von Stefan Vajs gehütete Tor zum 3:2. Die spielerisch überlegenen Joker trafen im letzten Durchgang durch Charlie Sarault zum 3:3-Ausgleich. In der Verlängerung hielt der ESVK, trotz Unterzahl, gut mit, musste aber dann wieder komplett vor 1815 Zuschauern den Siegtreffer der Füchse schlucken.

Heilbronner Falken zu clever

2184 Zuschauer sahen am späten Sonntagnachmittag ein kampfbetontes Match. Diesmal war neben Denis Pfaffengut auch wieder Verteidiger Christopher Kasten mit von der Partie, der aber noch einen Trainingsrückstand offenbarte. Dafür fehlte Fabian Koziol, der schon am Vormittag beim DNL-Team im Einsatz war. Bereits in der zehnten Minute schied ESVK-Stürmer Alex Thiel nach einem Check an der Bande mit Verdacht auf Kreuzbandriss aus.

Zum Spiel gibt es wenig Positives, die Joker konnten mehrere Überzahlgelegenheiten nicht in Treffer umwandeln. Das erste Drittel endete torlos. Zu Beginn des zweiten Durchganges dann ein Tor durch Jere Laaksonen. Danach gute Chancen, die Führung auszubauen, doch nichts ging. Dies rächte sich im zunehmenden Spielverlauf und die Gäste konnten ausgleichen. Im letzten Drittel trafen nur noch die Heilbronner Falken und sicherten sich damit einen überraschenden 4:1-Auswärtserfolg.

Movember-Aktion

Wie bestimmt schon aufgefallen ist, lassen sich viele Spieler des ESV Kaufbeuren auch in diesem November – in Eishockeykreisen auch „Movember“ genannt – wieder einen Schnauzer wachsen. Dies hat einen bestimmten Grund: Der Begriff „Movember“ setzt sich aus dem englischen Wort für Schnurrbart (Moustache) und November zusammen. Am 1. November rasieren sich die Männer zum letzten Mal und lassen sich dann einen Schnauzer wachsen. Ziel der Aktion ist es u.a. auf die Männerkrankheit Prostatakrebs aufmerksam zu machen und Spenden zugunsten der Erforschung und Vorbeugung zu sammeln.

DNL-Team ohne Punkte

Nach der frustrierenden 7:0-Niederlage in Rosenheim schrillten im Kaufbeurer Nachwuchs endgültig die Alarmglocken. Die Gefahr, die Erstklassigkeit zu verlieren, ist enorm groß. Vielleicht auch unter diesem Blickwinkel kam es zu einer Umbesetzung im Trainerstab der U19-Mannschaft. Der bisherige hauptamtliche Nachwuchscoach Juha Nokelainen ist ab sofort für die jüngeren Jahrgänge zuständig. Ein neues Trainertrio soll für den Umschwung in der ältesten Jahrgangsstufe sorgen. Neben dem Nachwuchskoordinator des ESVK, Jogi Koch, sind nun auch Martin Schweiger und Andreas Becher für das DNL-Team zuständig.

Am Samstag verloren die Kaufbeurer mit 6:2 Toren beim EV Regensburg. Dabei gingen sie, dank Treffer von Meier und Koziol, mit einer 1:2-Führung in die erste Pause, dann drehten die Gastgeber das Match. Beim Rückspiel am Sonntag in der „erdgas schwaben arena“ gab es 4:6-Niederlage. Somit ist der ESVK nach vier Spieltagen mit nur einem Punkt Tabellenletzter der Qualifizierungsrunde Gruppe Blau.

von Werner Mayr/kb

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