Fußball kompakt

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Michael Grigoleit

Das ostallgäuer Fußballgeschehen des vergangenen Wochenende kurz und prägnant.

Tief im Abstiegskampf 

Der SVO Germaringen ist nach seiner Niederlage im Kellerduell beim SSV Wildpoldsried wieder tiefer in den Abstiegskampf geraten. Die Ostallgäuer verloren beim Aufsteiger mit 0:3 und blieben somit wie im Hinspiel ohne Tor- und Punkterfolg. Schon das erste Aufeinandertreffen im Sportpark entschieden die Oberallgäuer mit 3:0 für sich. „Ich bin völlig sprachlos. Mir fehlen die Worte“, war die Enttäuschung nach dem Schlusspfiff Coach Michael Grigoleit buchstäblich ins Gesicht geschrieben. 

In der neunten Spielminute verzog Wildpoldsrieds Ulrich Dirr knapp. Zwei Minuten später gelang der Heimelf durch Peter Wiedemann die 1:0-Führung. Nach einem Pass von Florian Fink schlenzte Wiedemann den Ball in die Maschen. Doch die Gäste kamen auch zu Möglichkeiten: Zoran Vrbanic (22.) per Freistoß, ein Torschuss von Thomas Spannenberger (24.) und ein weiterer Torschuss von Peter Wahmhoff (31.), der knapp am Gehäuse des Gastgebers vorbeiging. 

In der Nachspielzeit der ersten Hälfte flog der Germaringer Spannenberger mit Gelb-Rot vom Platz. Fortan musste der SVO mit zehn Mann agieren. Wildpoldsried baute seine Führung in der zweiten Hälfte aus. Nach einer Ecke von Hummel schnappt sich Tobias Schuster den Ball und schlenzte das Spielgerät zum 2:0 in den Winkel. Die Vorentscheidung hatte Ulrich Dirr in der 75. Minute auf dem Fuß, doch setzte er das Leder nur an den Pfosten. 

Vier Minuten später versenkte Ulrich Dirr den Ball mit dem Außenrist clever ins Eck. Wildpoldsried führte 3:0 und der Drop für den Aufsteiger war endgültig gelutscht. Es bleibt weiterhin spannend im Abstiegskampf. Mindelheim und Wildpoldsried sind die Gewinner dieses Spieltages. Der Aufsteiger liegt nur noch einen Zähler hinter dem SVO auf einem Abstiegsplatz. Doch selbst Mindelheim darf sich zwei Spieltage vor Saisonende noch nicht in Sicherheit wiegen. Die Unterallgäuer liegen vier Zähler vor Germaringen. 

Pech für den BSK 

Der BSK Olympia Neugablonz hat sein vorletztes Heimspiel in dieser Saison gegen Schwaben Augsburg mit 1:4 verloren. Eigentlich ging es in diesem Duell nur noch um die „Goldene Ananas“. Der Unparteiische Marco Häring sorgte mit seinen fragwürdigen Entscheidungen doch für zeitweises Kopfschütteln unter den Besuchern im Waldstadion. Zur Pause lagen die Schmuckstädter mit 1:2 zurück. 

Den Anschlusstreffer erzielte in der 33. Minute Eugen Gidt. Obwohl Neugablonz mit einem Mann mehr die zweiten 45 Minuten agierte und dominierte, lief alles gegen die Heimelf. Martin Hennebach wurde in der 60. Minute des Feldes verwiesen. Vorausgegangen war ein Foulspiel von ihm an einen gegnerischen Spieler, der sich mit einem Schuss auf den BSK-Spieler revanchierte. Weil Hennebach ihn darauf verbal angriff, zückte der Schiedsrichter die Rote Karte.

 Schon davor vergaben Waldemar Schander und Benjamin Maier zwei hundertprozentige Torchancen. „Es war leider eine Kette von Fehlentscheidungen, die uns auf die Verliererstraße beförderte“, so BSK-Akteur Alexander Günter. Auch Alexander Weber musste nach einer Rudelbildung vorzeitig mit Gelb-Rot vom Platz. 

Die Treffer drei und vier waren aus Sicht der Schmuckstädter nur noch ein bitterer Beigeschmack. „Es gab drei strittige Aktionen, die zu Gegentoren führten“, muss er die Partie abhaken. „Wir wollen aber nicht jammern und die Saison noch ordentlich zu Ende bringen.“ 

Traurige Erkenntnis 

Nicht nur, dass die Frauen der SpVgg Kaufbeuren bereits abgestiegen sind, kommt auch noch das Pech hinzu. Erneut musste sich die SVK unglücklich geschlagen geben. Gegen den SV Thenried verloren die Wertachstädterinnen am Ende mit 0:1. Das Tor des Tages fiel in der 63. Spielminute durch Christina Heigl

. Die scheidende Torfrau Anna Wellmann hätte den Ball halten können. „Es war dennoch das beste Spiel in der Saison. Es hat trotzdem richtig Spaß gemacht“, sieht Kapitän Kathrin Höfler den jetzt nicht mehr nötigen Druck als Hauptgrund. „Wir haben sogar Torchancen kreiert, die wir hätten machen müssen“. Auch von der kämpferischen Einstellung sei man wieder zu den alten Tugenden zurückgekehrt. Was fehlt, ist ein Erfolgserlebnis.

von Stefan Günter

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