Nachgefragt bei Eggenthal-Coach Dominik Deli

Nicht hoffnungslos

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Dominik Deli.

Eggenthal – Die Situation ist nicht neu für den SV Eggenthal. Schon vergangenes Jahr kämpfte das Fußball-Kreisliga-Team um den Klassenerhalt. Auch in der Saison 2016/2017 fehlen den Ostallgäuern noch die nötigen Punkte, um die Liga halten zu können. Derzeit ist der SVE auf einem Abstiegsplatz. Bis zum rettenden Ufer sind es sechs Punkte. Hinzu kommt, dass Eggenthal seit dem Beginn der Frühjahrsrunde noch keinen einzigen Sieg eingefahren hat. Am Sonntag kommt es um 15 Uhr zum Kellerduell gegen Schlusslicht und Aufsteiger Schöneberg. Der Kreisbote sprach vorab mit Trainer Dominik Deli.

Das Ziel, aus den letzten drei Spielen mindestens vier Punkte zu holen, wurde klar verfehlt. Warum gab es die drei Niederlagen gegen Germaringen (1:2), Buxheim (0:2) und Ungerhausen (0:4)?

Deli: Es ist ganz einfach, weil wir ganz unten feststecken. Wir haben trotzdem gute Leistungen abgerufen, insbesondere in Buxheim, da haben wir erst in der Nachspielzeit die Tore bekommen. Wir können uns dafür nichts kaufen, obwohl uns der Gegner lobt. Es zeigt mir, dass wir zwar in allen drei Spielen mithalten konnten, aber im richtigen Moment einfach nicht die Tore erzielen. Taktisch, kämpferisch und spielerisch brauchen wir uns vor keiner Mannschaft verstecken. Wir sind auf Augenhöhe, aber die Jungs werden für ihre Bemühungen leider nicht belohnt.

Wie war die Neuansetzung gegen Ungerhausen?

Deli: Der Schiedsrichter hat eine sensationelle Leistung abgerufen. Das war schon herausragend. Von Seiten der Ungerhausen gab es viele Provokationen. Im ersten Durchgang waren wir tonangebend, doch nach der Halbzeit haben sie dann ihre Stärken ausgespielt. Für uns Eggenthalter war es ein schlechter Scherz, hier nochmals antreten zu müssen. Es war für die Mannschaft keine leichte Aufgabe. Ich kann den Jungs in dem Spiel keinen Vorwurf machen, sie haben hier alles gegeben. Schließlich kommt Ungerhausen noch zu uns.

Können Sie als Trainer jetzt auch nach der fünften Niederlage in Folge noch ruhig bleiben?

Deli: Ja, wir sind überhaupt nicht nervös. Denn wir werden unsere Linie nicht verlassen. Es fehlt bei uns nur an Kleinigkeiten. Es ist für uns alles noch möglich. Wir haben noch die direkten Duelle vor uns, da können wir uns selbst belohnen. Sicherlich musst du erst einmal mit der Situation von fünf Niederlagen klarkommen. Aber wir werden dies abschütteln. Die Jungs sind dazu in der Lage.

Was bedeutet der momentane Abstiegsplatz? Schauen Sie gerne auf die Tabelle?

Deli: (lacht) Nach Niederlagen schaut natürlich keiner gerne auf die Tabelle. Wir wissen um was es geht. Wir sind im Stande, die Prozente mehr aus uns herauszukitzeln.

Was gibt Ihnen dennoch die Zuversicht?

Deli: Wir haben eine mentale Stärke. Die Jungs mussten schon viele Rückschläge hinnehmen. Bezeichnend ist das Spiel am Montag gegen Ungerhausen. Da wir aber unsere Leistungen abrufen, glaube ich ganz fest an die Mannschaft. Nur wenn wir die Chancen nicht machen, können wir auch die für uns wichtigen Spiele nicht gewinnen. Dann haben wir es auch nicht verdient in der Klasse zu bleiben. Hier gilt es anzusetzen.

Am Sonntag folgt daheim das Kellerduell gegen Schöneberg. Ist ein Sieg Pflicht?

Deli: Ohne Zweifel, das ist ein sehr wichtiges Spiel für uns. Ich bin überzeugt, dass wir die drei Punkte bei uns behalten werden. Dafür werden wir alles unternehmen. Personell sind wir bis auf die Langzeitverletzten wieder vollzählig.

Vielen Dank für das Gespräch.

Interview: Stefan Günter

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