Minifüchse fürs Ringen begeistern

Ehemaliger Ringer Christian Stühle nun im Trainerteam

TSV Westendorf Ringen Minifüchse und Christian Stühle
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Christian Stühle (hintere Reihe, links) mit Trainerkollege Andreas Sauer (rechts) und Zweiter Vorstand Bernhard Hofmann (Mitte) beim gemeinsamen Gruppenbild der Minifüchse.

Westendorf – Die Corona-Krise und der damit verbundene Lockdown war besonders für Kleinen nicht einfach. Jetzt, nachdem Lockerungen zulässig sind, bietet der TSV Westendorf für die jüngsten, die sogenannten Minifüchse wieder ein besonderes Anfängertraining an. Neben Andreas Sauer gehört auch der ehemalige Bundesliga-Ringer Christian Stühle zum Team, um die Kids bei ihren ersten Schritten auf der Matte begleiten.

„Wir haben allgemein den Lockdown gut überstanden. Viele Kinder sind uns treu geblieben. Was die Einheiten angeht, so haben wir nach so langer Zeit dann doch wieder etwas an Inhalten auffrischen müssen“, so Jens Rarek. Der Jugendleiter des TSV Westendorf ist froh, dass mit Christian Stühle ein neuer Trainer für Thomas Wurmser gefunden wurde. Wurmser selbst bleibt dem TSV weiterhin als Übungsleiter erhalten. „Ich wollte mich schon längst in den Verein mit einbringen“, freut sich Stühle über seine neue Aufgabe. Denn der Familienvater hat seine ersten Einheiten bei den Minifüchsen schon hinter sich gebracht. Vorwiegend steht viel Spaß und jede Menge Spiel im Vordergrund. „Als Trainer musst du natürlich erst einmal das Vertrauen bei den Kids und deren Eltern gewinnen. Da hatten einige zu Beginn schon etwas Berührungsängste“, erzählt Stühle. Die Kinder, die derzeit die Gruppe der Minifüchse wöchentlich aufsuchen, sind zwischen fünf und sieben Jahre jung. „Da werden schon die Grundlagen für später gelegt“, verweist Stühle beispielsweise auf das Rangeln. „Das haben die Kinder schon drauf. Das läuft aber alles sehr fair und diszipliniert ab.“ Denn auch im Kampfsport gibt es genaue Regeln, die den Neulingen von Beginn an beigebracht werden. Vier bis fünf Techniken lernen die Kinder schon bei den Minifüchsen. Die geschulten Trainer, wie Andreas Sauer und Christian Stühle, führen sie langsam und mit viel Begeisterung heran.

Unvergessen bleiben die dagegen Auftritte von Christian Stühle beim TSV Westendorf. Eine Knieverletzung warf ihn sportlich zurück, sodass er in der Saison 2019 erst gar nicht nach dem Abstieg aus der Bundesliga in der Oberliga starten konnte. „Ich habe für mich schon damals beschlossen, als wir den letzten Saisonkampf in der Bundesliga in Aue hatten, nicht mehr auf einem hohen Niveau weiterzumachen“, so der 31-Jährige. Mittlerweile habe er keine Knieprobleme mehr. Doch will er nun andere Prioritäten setzen.

„Eine Rückkehr als Ringer auf die Matte schließe ich aus.“ Doch wenigstens zeigte er die Bereitschaft, nun als Nachwuchstrainer tätig zu sein. „Ich hatte eine schöne Zeit als aktiver Ringer“. Nun schlägt Stühle ein neues Kapitel als Trainer auf. „Wir haben beim TSV Westendorf nicht nur professionelle Bedingungen, sondern wir sind auch personell sehr gut aufgestellt. Was der Verein hervorbringt und leistet, ist nicht nur in der Corona-Krise einfach beeindruckend“, so Stühle abschließend.

Stefan Günter

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