Eine gute Halbzeit reicht nicht

BSK verliert erneut ein Kellerduell

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Günter Bayer ist derzeit nicht zu beneiden: Sein Team steckt ganz tief im Tabellenkeller fest.

Kaufbeuren/Kissing – Eine gute erste Halbzeit hat für den BSK Olympia Neugablonz am Ende nicht gereicht. Die Schmuckstädter sind nach der 0:4-Auswärtsniederlage beim Kissinger SC das einzige Team in der Bezirksliga-Süd, das noch keinen Sieg auf dem Konto hat. Mit zwei mageren Punkten liegt der BSK weiterhin einsam am Tabellenende.

Es war das Duell der beiden Tabellenkinder. Kissing hatte vor dem Anstoß gerade einen Zähler mehr auf dem Konto als die Schmuckstädter. „Wir haben in den ersten 45 Minuten gut gespielt, haben allerdings einige Chancen liegenlassen, wo wir in Führung gehen müssten“, sagt Cheftrainer Günter Bayer und fasst sich bei dem Gedanken mit der Hand über den Kopf. „Benni Maier hat momentan überhaupt kein Schussglück, also richtig viel Pech“, merkt er an. Mit der ersten Halbzeit war der 65-jährige Übungsleiter durchaus zufrieden.

Das änderte sich schlagartig nach Wiederanpfiff. Binnen drei Minuten machte Kissing zwei Tore (50./53.). Jeweils gravierende Abwehrfehler sorgten für den 0:2-Rückstand. „Das hat der Gegner eiskalt ausgenutzt. Unserem Nervensystem tat diese Momentaufnahme wieder nicht gut“, so Bayer. Zwar stemmte sich Neugablonz gegen eine hohe Niederlage, doch die Treffer drei und vier (69./90.) besiegelten eine weitere Pleite für den BSK. „Kissing war nicht besser als wir, sie haben nur ihre wenigen Chancen genutzt“, bringt es der Übungsleiter auf den Punkt.

So langsam wird die Luft für Neugablonz dünner. „Es ist nicht mehr fünf vor zwölf, sondern knapp davor. Es muss jetzt was passieren“, gibt es für Coach Bayer nur noch eine Devise: „Es müssen nun mit aller Gewalt Punkte geholt werden.“ Lamentieren und diskutieren seien in dieser Phase völlig fehl am Platz, so der Cheftrainer, der feststellt: „Vom Spielermaterial waren wir durchaus in der Lage, wenigstens einen Punkt mit nach Hause mitzunehmen. Doch wir lassen in der Offensive die Chancen liegen und sind in der Abwehr überhaupt nicht stabil genug.“ Die Fakten liegen schwarz auf weiß parat: In sechs Punktspielen traf der BSK nur fünfmal, allein 22 Gegentore kassierten Marco Giese und Dennis Starowoit. Die Spieler selbst müssen in dieser prekären Situation erkennen, dass sie nur durch harte Arbeit aus dem Loch des Tabellenkellers herauskommen können.

„Es ist noch nichts hoffnungslos, aber sehr schwierig“, geht der Blick von Günter Bayer bereits auf das am kommenden Samstag, 1. September stattfindende Heimspiel gegen den VfL Kaufering. Die Oberbayern kassierten am vergangenen Wochenende daheim eine 0:3-Niederlage gegen Spitzenreiter VfB Durach. Für Neugablonz bietet sich wieder eine Chance hier den ersten Saisonsieg zu landen, wohl sehr zur Freude der treuen Fans und Zuschauer.

von Stefan Günter

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