Einmal Gold und viel Erfahrung

Ringen: Stechele holt den Titel bei Landesmeisterschaften in Burgebrach

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Die Westendorfer Ringer mit Abteilungsleiter Thomas Stechele: Matthias Kohler (hinten li.), Felix Kiyek (hinten re.), Stefan Joachim (vorne li.) und Markus Stechele.

Burgebrach/Westendorf – Mit einem kleinen Team ist der TSV Westendorf bei den Bayerischen Ringermeisterschaften in Burgebrach angetreten, am Ende gab es dennoch Grund zum Jubeln: Markus Stechele holte sich im freien Stil den Titel. Dabei überzeugte der 20-Jährige im Limit bis 61 Kilogramm. Seine Teamkollegen gingen leer aus.

„Er hatte überhaupt keine Konkurrenz“, lobt sein Vater und Abteilungsleiter Thomas Stechele den Auftritt seines Sohnes. Der Auftakt gegen Wladimir Lukaschewitsch (Amberg) war verheißungsvoll. Mit 10:0 ging das einseitige Duell vorzeitig an den Westendorfer. Auch gegen Christopher Rippl blieb er siegreich, wenngleich der Lokalmatador aus Burgebrach Stechele anfangs etwas in Bedrängnis brachte, doch die Souveränität und Erfahrung des Bundesliga-Ringers war am Ende ausschlaggebend für den Sieg im zweiten Turnierkampf. Keine Mühe hatte Stechele noch gegen Maximilian Gerlach (Nürnberg) und Markus Zehentmaier (SV Wacker Burghausen). Auch hier gewann er vorzeitig beide Kämpfe. „Ich bin zufrieden, habe alle meine Gegner deutlich besiegt und fühle mich wohl in meiner neuen Gewichtsklasse“, so das Fazit von Markus Stechele nach dem Gewinn der Goldmedaille. Wichtig sei ihm gewesen, dass er Wettkampfpraxis vor der neuen Bundesliga-Saison sammeln konnte.

Ohne Druck gingen die drei anderen Westendorfer Ringer im griechisch-römischen Stil auf die Matte. Stefan Joachim (82 kg), der bereits im März dieses Jahres an den nationalen Titelkämpfen der Junioren teilnahm, konnte eine von seinen vier Begegnungen für sich entscheiden. Hatte er gegen den späteren Vizemeister Dominik Winkler (Burgebrach) keinen Auftrag, so gewann er gegen Jakob Jung (Hallbergmoos) dann mit 14:5-Wertungspunkten. „Mir war es wichtig, dass ich Erfahrungen im Männerbereich sammeln konnte“, hatte Joachim jetzt keine großen Erwartungen. Er sei sonst ganz zufrieden mit seinen Auftritten gewesen.

Ganz anders war der Gemütszustand bei Matthias Kohler. „Für mich war es heute ein gebrauchter Tag“, resümiert er beide Kämpfe gegen Thomas Kramer (Penzberg) und Benedikt Argstatter (Anger). Beide Duelle verlor er vorzeitig nach technischer Überlegenheit. Im gleichen Limit bis 87 Kilogramm ging auch Felix Kiyek auf die Matte. Auch für ihn war das Turnier nach zwei Schulterniederlagen gegen Yannic Schmid (Regensburg) und Benedikt Argstatter schnell vorüber. „Ich habe Erfahrungen gesammelt. Sicherlich wäre mehr drin gewesen, besonders im zweiten Kampf, wo ich mich eigentlich selbst geschultert habe“, zeigt sich Kiyek doch etwas konsterniert.

Abteilungsleiter Stechele, der die Ringer in Oberfranken betreute, zog dennoch ein positives Fazit: „Für alle war es ein super Turnier. Es ist besser als jedes Training. Es hat sich für jeden Sportler rentiert.“ Einige Vereine nominierten sogar ihre Spitzenringer, erfahrene Bundesligaakteure. Mit Hannes Wagner (AC Lichtenfels), Michael Lutz und Tim Stadelmann (SV Johannis Nürnberg) und DRB-Kaderathlet Andreas Walter (SC Isaria Unterföhring) standen renommierte Ringer auf der Matte. Sie alle holten sich souverän den Titel in ihren Gewichtsklassen.

von Stefan Günter

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