Aufstieg wieder geschafft

Elias Wörz pfeift in der kommenden Saison in der Regionalliga

Elias Wörz
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Elias Wörz pfeift in der Saison 2021/22 in der Regionalliga.

Friesenried – Der schwäbische Bezirksschiedsrichterausschuss kam pandemiebedingt diesmal online zusammen, um die Qualifikationen der rund 2000 Schiedsrichter zu bewerten und auch über Auf- und Abstieg zu entscheiden. Groß ist die Freude bei Elias Wörz (TSV Friesenried). Der 27-Jährige pfeift in der kommenden Saison wieder in der Regionalliga. Allerdings gibt es auch personelle Veränderungen im Bezirk.

Aus gesundheitlichen Gründen musste Jürgen Hecht seinen Funktionärsposten als Bezirksschiedsrichterobmann in Schwaben abgeben. „Die Ärzte haben mir davon dringend abgeraten weiterzumachen“, kann der Irseer diese Belastung nicht mehr auf sich nehmen. Einen großen Einschnitt erlebte der mittlerweile 49-Jährige schon damals, als er als aktiver Schiedsrichter aus der Leistungsklasse ausschied. „Es hat mich eine große Überwindung gekostet, nun auch das Funktionärswesen zu beenden“, erzählt Hecht im Interview mit dem Kreisbote. Es sei die richtige Entscheidung gewesen. Denn er habe gesundheitlich nicht mehr Power und Elan für diese wichtige Funktionärs­tätigkeit. Bis zu den Neuwahlen im Januar 2022 ist nun Paul Birkmeir von der Schiedsrichtergruppe Neuburg/Donau kommissarischer Bezirksschiedsrichterobmann. Bis dahin gehören auch Jan-Erik Wild (SV Mauerstetten) und Ingo Weber (SV Eggenthal) dem Gremium des Bezirksschiedsrichterausschusses an. Beide verantworten bis dahin die Bereiche Beobachtung und Einteilung.

Unterdessen hat Elias Wörz ein wahres Comeback gestartet. Er kehrt nach nur einer Saison in die höchste bayerische Spielklasse zurück. Der 27-jährige Familienvater zeigte sich nach dem Rückschlag vor zwei Jahren und dem damaligen Abstieg aus der Regionalliga hoch motiviert und überzeugte mit konstant guten Leistungen. „Es ist ein Ausrufezeichen und ein starkes Signal. Er ist damit der höchstklassige Referee“, beton Ingo Weber, Obmann der Schiedsrichtergruppe Ostallgäu. Für ihn sei Wörz auch ein Vorbild. „Wer nach dem Abstieg wieder so zurückkommt, hat es auch mehr als verdient.“

Auch Marco Blösch ist mit seiner Leistung positiv aufgefallen. Nicht nur, dass der 21-Jährige vom SV Pforzen weiterhin Partien in der Landesliga leitet, wird er ab der Spielzeit 2021/22 auch erstmalig als Assistent für die U17-Bundesliga eingesetzt. Dann steht Blösch bei namhaften Mannschaften wie dem FC Bayern München, TSG Hoffenheim oder VfB Stuttgart an der Seitenlinie. „Das ist für mich der nächste kleine Schritt“, bleibt er aber stets bescheiden. Dennoch freue er sich auf das höhere Level. „Allein schon das gesamte Drumherum in der B-Jugend-Bundesliga wird enorm sein. Das sind schon wieder ein, zwei Stufen mehr. Da geht es schon richtig ans Profigeschäft heran.“ Auffallend ist, dass der schwäbische Bezirksschiedsrichterausschuss insgesamt fünf Referees aus dem Ostallgäu weiterhin die Qualifikation für die Landesliga ausgesprochen hat: Neben Marco Blösch sind noch Lukas Schregle (1. FC Biessenhofen-Ebenhofen), Fabian Härle (SVO Germaringen), Tobias Kinberger (BSK Olympia Neugablonz) und Michel Stölpe (TSV Aitrang) dafür berechtigt.

Stefan Günter

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