Saison beendet – im August geht es wieder weiter!

ESV Kaufbeuren blickt nach vorn

+
Hat seinen Vertrag für sieben Jahre beim ESVK verlängert: Kaufbeurens Goalie Stefan Vajs, der hier gegen Bietigheim einen Puck hält.

Kaufbeuren – Die beiden letzten Spiele des ESVK in der Saison 2012/13 sind gerade erst vorbei. Aber die Klubverantwortlichen blicken bereits auf die neue Saison und machten schon erste Verpflichtungen perfekt.

Bei einer eigens einberufenen Pressekonferenz vergangene Woche gab es endlich einmal wieder erfreuliche Neuigkeiten. Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse ist nach aktuellem Sachstand in der Stadionfrage guten Mutes, dass der ESVK heuer wieder über eigenes Eis am Ort verfügt. Dass auf jeden Fall eine Sanierung der Sparkassen-Arena von Nöten ist, steht außer Frage. Lediglich der Aufwand und Umfang der Arbeiten sei noch nicht ganz ersichtlich (wir berichteten). Am heutigen Mittwoch (nach Redaktionsschluss) will OB Bosse dazu noch eine detaillierte Erklärung darüber abgeben. Wie die Vorgehensweise mittel- und langfristig geplant werde, sei noch völlig offen. Wichtig ist jedoch die Erkenntnis, dass der ESVK die neue Saison sicher planen kann. Und das ist in ersten Ansätzen schon geschehen. 

Für deutsche Verhältnisse völlig überraschend, wurde mit dem 25-jährigen Torhüter Stefan Vajs gleich ein Vertrag über sieben Jahre geschlossen. Der Kontrakt gilt nach Aussage von Vorstand Andreas Settele für alle Ligen. Trotz diverser anderer Angebote hatte sich der überragende Zweitligatorhüter (seit 2010 beim ESVK) weiter für Kaufbeuren entschieden. Ausschlaggebend waren die sportliche Konzeption des Klubs, die familiäre Atmosphäre des Vereins und vor allem das passende Umfeld hier vor Ort. Zudem konnte mit dem aus Ravensburg während der Saison zurückgekehrte Alexander Thiel ein junger entwicklungsfähiger Stürmer für die nächste Spielzeit weiterverpflichtet werden. Als wichtiges Signal für eine weiterhin kontinuierlich gute Nachwuchsarbeit ist die Vertragsverlängerung des hauptamtlichen Nachwuchstrainers Juha Nokelainen zu werten. Mit dem finnischen Übungsleiter soll die Nachwuchsarbeit weiter erfolgreich intensiviert werden. 

Keine Punkte für die Joker 

Bei all diesen wichtigen und weittragenden Entscheidungen hatten die letzten zwei Punktspiele der Joker nur noch statistischen Wert. Am Freitagabend verlor die Resttruppe des ESVK bei den Schwenninger Wild Wings mit 6:1 Toren, wobei Dennis Kearney den Ehrentreffer erzielte. 

Am Sonntagabend gab es gegen die Bietigheim Steelers in Landsberg vor 1148 Zuschauern eine 1:4-Niederlage (Torschütze Carl Hudson). Die Joker konnten den Vorrundenmeister zwar ärgern, doch aufgrund der mangelnden Torausbeute im Angriff nicht besiegen. Die Gäste begannen das Eröffnungsdrittel deutlich agiler, routinierter und torgefährlicher. Die Joker verteidigten geschickt und konnten sich auf einen starken Torhüter Stefan Vajs verlassen. Rene Schoofs hätte die Gäste nach zwei Minuten eigentlich in Führung bringen müssen, doch Stefan Vajs hatte etwas dagegen. Im ersten Powerplay hatten die Rot-Gelben Mühe, eine geordnete Aufstellung zu finden. Mehr als ein Knaller von der blauen Linie durch Hudson, mit dem Bietigheims Torhüter Vollmer mehr Mühe hatte als ihm lieb war, sprang jedoch nicht heraus. In der Folge waren hochkarätige Chancen auf beiden Seiten Mangelware, auch wenn die Gäste weiterhin ein klares optisches Übergewicht hatten. Als der Ex-Landsberger Doug Andress nahezu unbedrängt aufs Tor zog, musste Vajs schon sein ganzes Können aufbieten, um im letzten Moment und im Nachfassen doch noch Sieger zu bleiben. Das zweite Drittel begannen die Joker besser und hatten durch Tähtinen und Kearney erste gute Möglichkeiten für den Führungstreffer. Doch ausgerechnet auf der Gegenseite war plötzlich St. Jacques nach einem tollen Pass völlig frei vor dem Tor und konnte durch Manuel Kindl nur mit einem offensichtlichen Haken am erfolg- reichen Torschuss gehindert werden. Den fälligen Penalty entschärfte „der Hexer“ Vajs, womit es zunächst einmal torlos blieb. Zumindest konnten sich die Joker in der Folge einige gute Chancen durch Menge, Thiel und Krabbat heraus arbeiten. Doch mit der aggressiven und taktisch hervorragenden Spielweise der Gäste hatten sie so ihre liebe Mühe. Doch in diesem Spiel fehlte das Salz in der Suppe – sprich die Tore. Es lief schon auf ein torloses Spiel hinaus, da im letzten Drittel erneut Andress aussichtsreich an Vajs scheiterte. Doch nach 43 Minuten gingen die Gäste nach einer tollen Kombination mit 0:1 durch Rodman in Führung. Die Joker antworteten mit einem Konter, an dessen Ende Krabbat die Scheibe genau auf Vollmer zimmerte. Aber die Gäste verdienten sich ihre Führung, da nur eine Minute später Quinlan lediglich den Pfosten traf und Vajs zum wiederholten Male einen Alleingang stoppte. Zehn Minuten vor Schluss war aber dann doch die Vorentscheidung mit dem 0:2 gefallen, weil die Gäste die Größe der Eisfläche optimal ausnutzten. 140 Sekunden vor dem Ende versuchte Ken Latta nach einer Auszeit noch einmal alles mit Herausnahme von Vajs und einem sechsten Feldspieler, doch die Gäste markierten das 0:3 ins leere Tor. Zwar gelang den Jokern doch noch das Ehrentor, was wenige Sekunden später erneut von den Gästen durch einen erneuten Schuss ins leere Tor zum 1:4-Endstand gekontert wurde.

DNL-Team ausgeschieden 

Am vergangenen Samstag war nach der Niederlage im vierten Match gegen die Eisbären Juniors in Berlin die Saison für die Kaufbeurer ebenfalls zu Ende. Trotz großem Kampf vor 512 Zuschauern und sogar einer 3:0 Führung hatten am Ende die Gastgeber in der Verlängerung nach 66 Minuten das 5:4 erzielt und damit ihr Weiterkommen endgültig besiegelt. von Werner Mayr

Auch interessant

Meistgelesen

Wiederaufstieg geschafft
Wiederaufstieg geschafft
Etappenziel erreicht
Etappenziel erreicht
Die Besten unter sich
Die Besten unter sich
Veränderungen wagen
Veränderungen wagen

Kommentare