Volleyball: Obergünzburg gibt 2:0-Satzführung in Mauerstetten noch ab

Endspiel um Vizemeisterschaft geht an Mauerstetten

+
Am Ende jubelte nur der SV Mauerstetten. Der Aufsteiger holte sich die Vizemeisterschaft.

Obergünzburg/Mauerstetten – Der TSV Obergünzburg hat die Saison in der Volleyball-Regionalliga-Südost auf dem dritten Platz beendet. Im entscheidenden Match um die Vizemeisterschaft mussten sich die Günztalerinnen auswärts dem SV Mauerstetten erst im Tie-Break geschlagen geben.

„Wir haben unser erfolgreiches und dominantes Aufschlagsspiel nicht fortsetzen können. Zudem begingen wir zu viele individuelle Fehler und die Konzentration ließ nach“, bilanziert Coach Walter Borst nach dem letzten Saisonspiel. Der Übungsleiter des TSV Obergünzburg, der nach dem Aus von Juraj Misik erfolgreich in die Presche sprang, parallel dazu noch die Zweite trainierte, wirkte nach der 2:3-Satzniederlage ziemlich konsterniert. Für ihn sei es sehr bitter, eine souveräne 2:0-Führung noch aus der Hand gegeben zu haben.

Obergünzburg startete hellwach in dieses Match. So bauten sie im ersten Durchgang ihre Führung auf 20:14 aus, was den SVM erst einmal nicht sonderlich beeindruckte. Bis auf zwei Zähler kamen sie zwar heran, doch die Gäste beendeten Satz eins mit 25:22.

Dass von Miriam Amann angeführte Team erspielte sich in Durchgang zwei eine schnelle 5:1-Führung heraus. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Obergünzburg aber spielte clever, machte weniger Fehler und führte 13:6, ehe der SVM erneut die Partie spannend gestaltete und zum zwischenzeitlichen 14:14 ausglich. Obwohl Mauerstetten zum ersten Mal in Führung ging, drehte der TSV den Satz zu ihren Gunsten mit 25:21.

Warum dann der Tabellendritte einbrach und nicht mehr zu seinem Spiel fand, erklärt Walter Borst wie folgt: „Wir haben in der Folge deutlich mehr Fehler gemacht. Auf dem Parkett entstanden einige Missverständnisse.“ Mauerstetten gewann den dritten Satz deutlich mit 25:15 und verkürzte auf 1:2.

Obwohl Obergünzburg im vierten Durchgang das Spiel offen gestaltete, gaben sie diesen auch wieder ab. Auf der Anzeigetafel stand ein 25:23 – Satzausgleich. Die Zuschauer in der voll besetzten Halle im Sonnenhof wurden nicht enttäuscht, sahen einen temporeichen Volleyballsport mit dem besseren Ausgang für die Gastgeberinnen. Denn im Tie-Break war der SVM präsent, machte weniger Fehler und gewann letztendlich nicht ganz unverdient mit 15:8.

Nachgefragt bei Peter Maiershofer, Coach des SV Mauerstetten

Peter Maiershofer.

Fast hätte der TSV Obergünzburg im letzten Saisonspiel dem SV Mauerstetten noch die erste Heimniederlage zugefügt, doch der Aufsteiger schaffte in diesem Spiel noch die Wende. Für Coach Peter Maiershofer war es auch die letzte Begegnung nach drei Jahren als verantwortlicher Trainer. Der Kreisbote sprach mit ihm.

Sie haben die Runde mit einem Sieg beendet. War es für Sie noch der sehnlichste Wunsch?

Maiershofer: Ja, ich wollte gegen Obergünzburg unbedingt gewinnen. Die Mannschaft auch und wir haben alles dafür getan.

Und das trotz des 0:2-Satzrückstandes im Lokalderby.

Maiershofer: Wir haben nochmals alles in die Waagschale gelegt und taktisch alles nochmals umgeworfen. Dann hat es besser funktioniert.

Der SV Mauerstetten steht jetzt ohne Trainer da. Wie geht es für Sie persönlich weiter?

Maiershofer: Ich mache Urlaub und einfach Pause. Wir fliegen im Mai nach Thailand und lassen es uns dann gut gehen. Zuvor habe ich noch einen Lehrgang mit der Gehörlosen-Nationalmannschaft. Danach schaue ich weiter.

Eine Rückkehr schließen Sie in Mauerstetten aus?

Maiershofer: Die Entfernung ist für mich zu weit. Einfach sind es bereits 90 Kilometer Wegstrecke, für zwei Stunden Training bin ich fünf Stunden unterwegs, zu viel Aufwand. Es geht an die Substanz.

Was nehmen Sie denn aus Ihrer Zeit beim SV Mauerstetten mit?

Maiershofer: Sehr viele schöne Erinnerungen. Es ist wirklich toll mit erfahrenen Spielerinnen und Talenten zu arbeiten. Ich kann es jedem Trainer nur empfehlen hier her zu kommen, wenn man es nicht so weit zu fahren hat. Es ist alles geboten. Das Umfeld ist top.

von Stefan Günter

Auch interessant

Meistgelesen

Rrust Miroci trainiert wieder den BSK Olympia Neugablonz
Rrust Miroci trainiert wieder den BSK Olympia Neugablonz

Kommentare