Frankfurter Löwen zu stark für das Team der Joker

ESVK holt Punkt gegen Garmisch

+
Stefan Vajs stand seit längerem am Freitag wieder im Tor. In der Verlängerung ging doch noch der Siegtreffer der Gegner in sein Tor.

Kaufbeuren – Wenigstens wurden nicht beide Wochenendspiele verloren. Im Heimspiel am Freitagabend mussten sich die Kaufbeurer Joker erst in der Verlängerung mit 4:5 geschlagen geben und konnten sich somit über einen gewonnen Punkt freuen.

Anders als zwei Tage später beim Gastspiel in Frankfurt. Gegen den Favoriten verkauften sich die Kaufbeurer so gut wie möglich, doch scheint die Abwehr einfach überfordert zu sein. Am Ende schlug ein verdienter 7:2-Heimsieg der Hessen zu Buche. 

Stefan Vajs am Freitag im Einsatz 

Erstmals seit seiner längeren verletzungsbedingten Pause kehrte Stefan Vajs ins Kaufbeurer Tor zurück. Schon beim letzten Heimspiel gegen die Lausitzer Füchse saß der etatmäßige Kaufbeurer Keeper auf der Bank. Im Gehäuse stand der im Januar verpflichtete Finne Pasi Häkkinen. Durch die bei diesem Match erhaltene dritte zehnminütige Disziplinarstrafe musste er somit am Freitag zwangsbedingt aussetzen. Als zweiter Torhüter saß Max Sigl auf der Bank. Von den Straubing Tigers verstärkte wieder Marcel Brandt das Team der Joker, die immer noch ohne Fröhlich und Knackstedt auskommen müssen. 

Das Spiel begann mit einem Paukenschlag. Die Joker wurden kalt erwischt, denn schon nach zwölf Sekunden bekamen die Garmischer einen Penalty zugesprochen, den der ausführende Maximilian Kastner auch erfolgreich verwandelte. Probleme bekam die Kaufbeurer Abwehr stets, wenn die Garmischer Reihe mit ihrem Topscorer Lubor Dibelka auf dem Eis war. Einen schönen weiten Pass von Verteidiger Bergmann nahm Tim Richter an der gegnerischen blauen Linie auf und verwandelte dann seinen Alleingang gekonnt zum umjubelten 1:1-Ausgleich. Nur eine Minute später war es Max Schmidle, der einen Pass von Daniel Menge zur Führung des ESVK verwandelte und damit die Garmischer Spielanteile quasi auf den Kopf stellte. 

Doch der SCR kam gestärkt aus der Kabine und anhand zweier Tore wurden die Spielanteile wieder zurechtgerückt. Verteidiger Rob Kwiet gelang noch vor der zweiten Pause freistehend im Slot der 3:3-Ausgleich. Im letzten Durchgang bekam dann der junge Verteidiger Michael Schöppl den Puck ins Gesicht und musste genäht werden. 

Nach 49 Minuten gingen die Gäste erneut in Führung. Die Joker drängten danach vehement auf den Ausgleich, der Wille war zusehends da. Gelegenheit bot sich ab der 51. Minute, als die Kaufbeurer fast zwei Minuten mit zwei Spielern mehr agieren konnten, doch der Puck fand den Weg ins Tor nicht. In der nächsten Überzahlsituation erlöste fünf Minuten später Joshua Lunden mit dem 4:4-Ausgleich die Kaufbeurer Fans. 

Der Sieger wurde in der fünfminütigen Verlängerung ermittelt. Hier hatten die Gäste einmal mehr das Glück und Benedikt Kastner traf vor 1074 Zuschauern zum 5:4-Siegtreffer für den SC Riessersee. ESVK-Coach Juha Nokelainen: „Es war ein komischer Abend, auch meine Jungs sind sauer, denn die Mannschaft glaubt an sich und wollte unbedingt gewinnen.“ Gäste-Trainer Maurizio Mansi verwies darauf, dass es nie einfach sei, hier zu spielen. 

Nichts zu holen in Frankfurt 

Wie erwartet, hatten die Kaufbeurer in der Mainmetropole keine Chance gegen das favorisierte Heimteam der Frankfurter Löwen. Nach sechzig Minuten hieß es 7:2 für die Gastgeber. Im ersten Drittel hielt die Defensive des ESVK noch gut stand, und deshalb musste Goalie Pasi Häkkinen nur einmal, in der 17. Minute, hinter sich greifen. 

Der zweite Durchgang endete mit 3:1 für die Löwen, wobei Verteidiger Rob Kwiet für die Joker traf. Das gleiche Zwischenresultat auch im dritten Drittel, hier gelang Joshua Lunden 38 Sekunden vor Ende der Partie in Überzahl der zweite Jokertreffer. So endete das Spiel mit einem hochverdienten 7:2-Sieg für die gastgebenden Löwen vor 3169 Zuschauern. Das Torschussverhältnis von 62:18 Schüssen zugunsten der Frankfurter unterstreicht dies deutlich. 

Joker mit Heimspiel am Freitag 

Auch diesen Freitag, 13. Februar, kommen die Joker wieder in den Genuss eines Heimspieles. Die Gäste der Kaufbeurer sind ab 19.30 Uhr in der Sparkassen Arena die Falken aus Heilbronn. Der Tabellendreizehnte hat nur noch einen Vorsprung von fünf Punkten auf die Joker, somit ist die Abstiegsrunde, wie bei den Joker, schon jetzt beschlossene Sache. Beide Teams versuchen sich nun auf die Play-Down-Runde einzuspielen. von Werner Mayr

Auch interessant

Meistgelesen

Knappe Niederlage im Derby
Knappe Niederlage im Derby
Überglücklich und stolz
Überglücklich und stolz
Gold und Silber
Gold und Silber
Drei Podestplätze
Drei Podestplätze

Kommentare