Nach lange erwartetem Heimsieg folgt aber Niederlage in Crimmitschau

ESVK bricht den Bann

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ESVK-Stürmer Josh Lunden gelang beim Spiel gegen Heilbronn der Siegtreffer.

Kaufbeuren – Endlich! Nach einer Durststrecke von 20 Niederlagen in Serie konnten die Kaufbeurer Joker diese Negativserie stoppen. Dazu diente der harterkämpfte 3:2-Heimsieg nach Verlängerung über die Heilbronner Falken.

Zwei Tage später aber wieder ein Rückschlag, denn mit einem 5:2-Heimerfolg blieben die Eispiraten Crimmitschau Herr in ihrem Eisstadion. Der Abstand auf den Tabellenvorletzten Heilbronn ist auch durch dessen sonntägliche Niederlage nun auf vier Punkte geschrumpft und deshalb besteht noch die theoretische Möglichkeit in den letzten vier Spielen die Rote Laterne an die Heilbronner abzugeben. 

Harterkämpfter Erfolg der Joker 

Viel Einsatz und der dazugehörige Siegeswillen waren von Nöten, dass am Freitagabend der Tabellenvorletzte aus Heilbronn mit 3:2 Toren niedergerungen wurde. Es war ein enges Match zweier Teams auf gleichem Niveau. Dabei gibt es aber zu bedenken, dass die Gäste nur mit einem kleinen Kader die Fahrt ins Allgäu antraten, da einige Spieler erkrankt, verletzt oder gesperrt waren und es sich größtenteils um deren Leistungsträger handelte. Das soll aber den Erfolg der Kaufbeurer keinesfalls schmälern, denn wichtig waren einfach wieder ein positives Erlebnis für die Joker und der Glaube an einen Erfolg. 

Viel lief noch nicht zusammen, denn das Kaufbeurer Trainergespann hatte die Formationen wieder umgestellt – bis auf den erkrankten Stefan Vajs und den noch verletzte pausierenden Michael Fröhlich waren alle Mann an Bord. Erstmals liefen auch die beiden befreundeten Kanadier Lunden und Knackstedt zusammen auf. 

Die erste Großchance auf die Führung hatte Tim Richter, als er alleine auf den Gästetorhüter zulief, aber scheiterte. In dieser Anfangsphase hatten die Joker drei Unterzahlspiele in den ersten zehn Minuten zu verarbeiten. Zweimal ging es gut, doch die dritte Möglichkeit nutzten die Gäste zum Torerfolg. Vier Minuten vor der Drittelpause erhielt Gästeakteur Fast wegen Stockstichs eine Fünf plus Spieldauerdisziplinarstrafe aufgebrummt. 

Diese nun fünfminütige Überzahlgelegenheit offenbarte die Kaufbeurer Schwäche mehr als deutlich. Zwar spielten sie Powerplay, doch absolut ohne Druck, bezeichnenderweise kam insgesamt nur ein einziger Schuss auf das Gästetor. Mit einem Alleingang gelang nachher dann Michael Hadraschek der Ausgleich. Michael Kreitl gelang auf Zuspiel von Daniel Oppolzer noch im zweiten Drittel die Kaufbeurer Führung.

Im letzten Durchgang des eher faden Spieles kamen die Falken noch zum 2:2-Ausgleich. In der anschließenden Verlängerung hatte der ESVK endlich mal Fortune auf seiner Seite und Josh Lunden gelang beim Spiel vier gegen drei der Siegtreffer vor 1111 Zuschauern. ESVK-Trainer Juha Nokelainen war überglücklich über den Sieg: „Das Happy End war sehr wichtig für die Mannschaft. Das gibt Hoffnung für einen Aufschwung“. 

Crimmitschau behauptet Heimstärke 

Doch der Aufschwung wurde zwei Tage später erst einmal auf Eis gelegt. Beim Gastspiel der Joker beim Tabellenzwölften in Crimmitschau gab es eine 5:2- Niederlage vor 1768 Zuschauern. Die Joker traten ohne ihren Kapitän Daniel Menge an, laut ESVK-Meldung war er lediglich erkrankt. Den ersten Treffer erzielten die Joker durch Rob Kwiet nach sechs Spielminuten. Anschließend trafen die Gastgeber zweimal und gingen so in die erste Pause. 

Das zweite Drittel war optisch gut für die Joker, doch die mangelnde Chancenverwertung brachte keinen Torerfolg. Besser machten es die Westsachsen, die kurz vor der zweiten Pause das 3:1 erzielten. Als die Eispiraten dann nach 52 Minuten das 4:1 vorlegten, war das Match entschieden. Verteidiger Rob Kwiet gelang der zweite Kaufbeurer Treffer. Quasi im Gegenzug dann das 5:2. 

Freitag kommt der Tabellenführer 

Am kommenden Freitag folgt das nächste Heimspiel um 19.30 Uhr in der Sparkassen Arena. Dabei bekommen die Kaufbeurer mit dem unangefochtenen Tabellenführer aus Bietigheim einen ganz harten Brocken vorgesetzt. Mit 108 Punkten aus 48 Pflichtspielen weisen die Schwaben schon 20 Punkte Vorsprung auf den Zweiten aus Kassel auf. Damit sind sie seit geraumer Zeit schon als Topfavorit für die angehenden Play-Offs mit dem Heimvorteil bis ins Finale prädestiniert. Aber auch die Steelers sind zu besiegen, das machten zuletzt die Cracks des SC Riessersee mit einem 4:2-Sieg vor. von Werner Mayr

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