Jedes Spiel ist ein Endspiel

Erstes Playoff-Heimspiel des ESVK kann richtungsweisend sein

n Torhüter Ben Meisner ist Daniel Oppolzer im Zweikampf mit Peter Spornberger.
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Vor dem Freiburger Tor von Torhüter Ben Meisner ist Daniel Oppolzer im Zweikampf mit Peter Spornberger.

Kaufbeuren – Nach drei Wochen Pause kann der ESV Kaufbeuren nun an diesem Wochenende in die Playoff-Serie gegen den EHC Freiburg starten. Nach der Auswärtspartie jetzt gleich, am heutigen Freitagabend, findet am Sonntag um 17 Uhr das erste Heimspiel in der Erdgas-Schwaben-Arena statt. Bei einer „Best-of-Five“ Serie bekommt natürlich jede einzelne Begegnung eine ganz besondere Bedeutung, denn bei einer Auftaktniederlage steht die betroffene Mannschaft bereits in der zweiten Partie unter Druck. 

Auch wenn in dieser Saison durch das Fehlen der Zuschauer das berühmte Playoff-Knistern nicht zu spüren ist, spricht man dennoch in Spielerkreisen gerne von der „geilsten Zeit“ des Jahres. Auch für Stürmer Daniel Oppolzer, der vor der Partie am Sonntag für 500 Spiele im Trikot des ESV Kaufbeuren ausgezeichnet wird, sind diese finalen Saisonspiele immer etwas Besonderes. „Das sind ganz spezielle Spiele mit hoher Intensität, da möchte jeder noch einmal alles zeigen“, sagt der 32-jährige Routinier, der mit einem guten Gefühl in die Serie geht. Dabei erwartet der Kaufbeurer Kultstürmer kein Feuerwerk, denn gerade in der ersten Partie ist jede Mannschaft noch etwas auf Sicherheit bedacht und möchte nicht den ersten Fehler begehen.

Dennoch spürt man gegenseitigen Respekt. Beide Vereine haben eine lange Eishockeytradition und sind sich dabei schon in den verschiedenen Ligen gegenübergestanden. „Freiburg hat ein starkes Team mit guten Einzelspielern. Wir müssen sehen, dass wir in der neutralen Zone gut und kompakt stehen“, sagt Oppolzer, der auch weiß, dass in den Playoffs die berühmten Kleinigkeiten entscheiden.

Gute Quoten des Gegners

Vergleicht man beide Teams an den Zahlen, so werden die Unterschiede zwischen dem dritten Platz vom EHC Freiburg und dem sechsten Platz der Joker offensichtlicher. Mit 181 erzielten Toren hat der ESVK zwar deren vier mehr erzielt, doch die Tordifferenz von Plus 28 spricht ganz klar für die Wölfe, die 38 Gegentore weniger kassiert haben. Ein Garant dafür ist Torhüter Ben Meisner, der mit einer Fangquote von 91,24 Prozent einen der Spitzenwerte in dieser Wertung erreicht hat. Auch das Überzahlspiel der Freiburger ist mit einer Erfolgsquote von 25,3 Prozent das beste aller DEL2-Teams.

Doch bekanntlich haben die Playoffs ihre eigenen Gesetze und zudem darf man gespannt sein, welche Mannschaft die Pause von drei Wochen besser weggesteckt hat. Während der EHC Freiburg durch das örtliche Gesundheitsamt mit einer Corona-Quarantäne belegt wurde, konnten die Joker die Zeit nutzen, um Verletzungen zu kurieren und neue Kräfte zu sammeln. „Die Pause war schon etwas lang, da ist es wichtig, dass man die Spannung aufrecht halten kann“, sagt Oppolzer.

Mit der Rückkehr der zuletzt verletzten Markus Schweiger und Sören Sturm hat Trainer Rob Pallin wieder zusätzliche Optionen bekommen. Spannend dürfte auch die Entscheidung auf der Torhüterposition werden, denn diese Personalie wird in den sogenannten K.O.-Spielen von großer Bedeutung sein. Die bisherigen vier Saisonspiele konnten jeweils die Heimteams für sich entscheiden, so dass man auch am Sonntag auf ein spannendes Spiel hoffen darf.

Das aktuelle Ergebnis und Stimmen dazu gibt es wie immer unter www.kreisbote.de/lokalsport.

Thomas Schreiber

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