Großer Kampf wird nicht belohnt

Fans sorgen sich um die Entwicklung des ESVK

ESVK-Stürmer Florian Thomas (17) musste sich diesmal aus der Not heraus als Verteidiger beweisen.
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ESVK-Stürmer Florian Thomas (17) musste sich diesmal aus der Not heraus als Verteidiger beweisen.

Kaufbeuren – Der ESV Kaufbeuren hat am Sonntag vor rund 1300 Zuschauer sein Heimspiel gegen die Eislöwen Dresden mit 2:4 verloren. Für die Joker war es das einzige Spiel am vergangenen Wochenende, denn die am Freitag angesetzte Partie in Crimmitschau wurde wegen einem Corona-Fall beim Gegner frühzeitig abgesagt.

Für den ESVK war es in dieser Saison bereits die zweite Heimniederlage gegen das Team von Ex-Trainer Andreas Brockmann. Dabei sah Joker-Coach Tray Tuomie durchaus ein gutes Startdrittel seiner Mannschaft und der ESVK hatte zudem auch ein leichtes Plus an Torschüssen. Doch wie so oft im Sport, wenn man vorne die Tore nicht macht, wird man hinten bestraft. Wie aus dem Nichts gelang den Gästen in der 17. Minute die zu diesem Zeitpunkt etwas überraschende 1:0-Führung.

Im Mitteldrittel hatten die Eislöwen dann besser zu ihrem Spiel gefunden, doch auch der Treffer zum 2:0 in der 33. Minute war aus Kaufbeurer Sicht höchst unglücklich. Tuomie reagierte darauf und beorderte Sami Blomqvist in eine Sturmreihe zu Tyler Spurgeon und John Lammers, was sich mit dem 1:2-Anschlusstreffer von Blomqvist noch im zweiten Drittel bezahlt machen sollte. Im letzten Drittel war es zunächst ein hin und her auf beiden Seiten bei dem auch die Zuschauer spürten, dass die Joker nun am Drücker sind. Speziell die „jungen Wilden“ im Team der Joker sorgten immer wieder mit viel Tempo für Gefahr vor dem Tor der Gäste, doch der Ausgleich sollte nicht fallen.

Stattdessen nutzte Dresden einen Fehlpass in der Spieleröffnung zum vorentscheidenden 3:1 von Tomas Andres in der 56. Minute. „Wir haben dennoch Moral gezeigt und nicht aufgegeben“, lobte der Kauf­beurer Trainer seine Mannschaft, die 2:28 Minuten vor dem Ende noch einmal durch Sören Sturm auf 2:3 verkürzen konnte. Das Risiko am Ende ohne Torwart zu spielen, wurde jedoch nicht belohnt, denn den Gästen gelang 30 Sekunden vor Schluss noch der Treffer zum 4:2-Endstand. „Wir müssen nächste Woche einen Weg finden, um die letzten drei Niederlagen wieder abzuhaken“, sagt Tuomie. Er richte den Blick nach vorne.

„Das tut natürlich weh, wenn du eigentlich ein gutes Spiel machst, aber dafür nicht belohnt wirst“, so Stürmer Florian Thomas, der diesmal aus der Not heraus als Verteidiger auflaufen musste.

2G-Plus

Rund um die Partie gegen Dresden wurde unter den Fans über die künftigen Zugangsbedingungen in der Erdgas-Schwaben-Arena diskutiert. Sollte, wie angekündigt, zum nächsten Heimspiel am kommenden Freitag um 19.30 Uhr gegen Bayreuth die 2G-Plus Regelung zur Anwendung kommen, so erhalten dann nur noch Geimpfte und Genesene mit einem zusätzlichen offiziellen Antigen-Schnelltest Zugang zum Stadion. Ferner muss auch die Zuschauerkapazität auf 25 Prozent reduziert werden. Dass würde heißen, dass bis auf weiteres nur noch knapp 800 Zuschauer zu den Heimspielen des ESV Kaufbeuren zugelassen sind. Somit fehlen dem Verein nicht nur weitere Einnahmen samt Catering, sondern man steht auch vor der Herausforderung, wer künftig ins Stadion darf, denn laut eigenen Angaben hat der ESVK im Vorfeld der Saison rund 1300 Dauerkarten abgesetzt.

Sieg und Niederlage

Die DNL-Mannschaft des ESV Kaufbeuren hatte am vergangenen Wochenende zweimal die Jung-Haie aus Köln zu Gast. Am Samstag konnte sich der Tabellenführer aus der Dom-Stadt noch klar mit 3:0 durchsetzen, doch bereits am Sonntagvormittag revanchierte sich der ESVK mit einem knappen 3:2-Erfolg. Damit bleibt das Team von Trainer Daniel Jun weiterhin auf dem zweiten Platz in der Division eins.

Thomas Schreiber

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