Die Stadionatmosphäre ist nicht zu ersetzen

ESVK-Fans zur sportlichen Leistung und Chancen für die Playoffs

ESVK  Fans in erdgas schwaben arena
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Die einzigartige Stimmung in der erdgas schwaben arena ist für die Fans und auch die Mannschaft durch nichts zu ersetzen.

Kaufbeuren – Eigentlich sollte der ESV Kaufbeuren am Dienstag mit der Viertelfinalserie gegen den EHC Freiburg in die Playoffs-Runde der DEL 2 starten, doch die aktuelle Corona-Quarantäne der Wölfe hat bereits für eine erste Verschiebung gesorgt. Am Freitag, 23. April, findet nun die erste Partie im Breisgau statt. Die weiteren Partien in der „Best-of-Five“-Serie finden dann im Zwei-Tage-Rhythmus statt. Gleichzeitig haben alle Playoff-Teilnehmer einer intensiven Teststrategie der Liga zugestimmt. 

Normalerweise ist die Zeit vor den anstehenden K.O.-Spielen im Eishockey unter den Fans mit Spannung geladen, doch die ganz große Stimmung, die den Pulsschlag noch einmal erhöhen lässt, mag in dieser Saison angesichts der Corona-Umstände nicht aufkommen. Der Kreisbote hat sich dennoch unter den Anhängern einmal umgehört, wie die Fans die aktuelle Spielzeit sportlich bewerten, welche Chancen dem ESVK in den Playoffs eingeräumt werden, aber natürlich auch, wie jeder die Saison für sich persönlich erlebt hat.

Stefan Kleinheinz, Kaufbeu­ren: „Ich habe die Saison zwiegespalten gesehen. Sicherlich durch Corona mit geschuldet verlief die erste Hälfte sehr bescheiden. Nachdem es dann mal richtig geknallt hat, hat die zweite Phase ab Februar richtig Laune gemacht. Gerade mit der Rückkehr von Sami Blom­qvist haben wir auch spielerisch voll überzeugt. Einer der Gewinner dieser Saison war für mich Tobias Wörle, der auch in der schwierigen Zeit seine Leistung gebracht hat.

Die Playoffs gegen Freiburg sehe ich sehr ausgeglichen, denn auch die bisherigen Saisonspiele waren alle sehr eng. Ich erwarte dabei nicht viele Tore. Dank meiner eishockeyverrückten Familie haben wir fast 75 Prozent aller Spiele im Fernsehen verfolgt, aber die Stadionatmosphäre ist durch nichts zu ersetzen“.

Martin Heumann, Markt­oberdorf: „Das war bis jetzt eine Saison mit Höhen und Tiefen, doch der sechste Platz geht für uns voll in Ordnung. Mehr wäre wohl auch nicht mehr möglich gewesen. Sportlich hat mich Philipp Krauß positiv überrascht, der praktisch aus dem Nichts kam. Auch Fabian Voit hat nach anfänglichen Schwierigkeiten eine tolle Entwicklung genommen. Nicht zuletzt begrüße ich auch die Weiterverpflichtung von Trainer Rob Pallin.

Gegen Freiburg kann alles passieren, das wird eine Serie, wo der Torwart mit entscheidend sein wird, denn sonst sehe ich beide Teams sehr ausgeglichen. Ich glaube, Freiburg ist für uns nicht die schlechteste Lösung als Gegner, es hätte schlimmer kommen können. Obwohl ich ausnahmslos alle Heim- und Auswärtsspiele im Fernsehen verfolgt habe, fehlt mir natürlich nach einer anstrengenden Arbeitswoche die Emotion im Stadion, auf die man sich am Wochenende freut“.

Thomas Menke, Kaufbeuren: „Das war meine erste Saison ohne Stadion, die ich einsam vor dem Fernseher verbringen musste. Das Event Eishockey mit der ganzen Stimmung und dem Umfeld von einem Spieltag ist durch nichts zu ersetzen. Die Quarantäne hat für einen denkbar schlechten Start gesorgt und auch die taktischen Umstellungen vom Trainer haben lange gebraucht, ehe diese den gewünschten Erfolg gebracht hatten. Mit der Rückkehr von Sami Blomqvist hat die Mannschaft neuen Schwung bekommen. Auch die jungen Joker in der Mannschaft haben vom Trainer viel Eiszeit bekommen und konnten sich entwickeln. Leider hatten wir auf der Torhüterposition großen Verschleiß und da können wir uns beim EV Füssen bedanken. Besonders positiv sind mir in dieser Saison Florin Ketterer und Philipp Krauß hängen geblieben. Für den Vergleich mit Freiburg sehe ich uns mit guten Chancen“.

Torsten Haude, Pforzen: „Wir hatten durch Corona einen schwierigen Start, doch ab der zweiten Saisonhälfte war das wirklich schön anzusehen. Mir hat der Zusammenhalt gut gefallen und auch, dass die eigenen Nachwuchsspieler viel Eiszeit bekommen haben. Fabian Koziol und Philipp Krauß sind mir dabei durch ihre unbekümmerte Art positiv aufgefallen. Wenn wir die Leistungen der letzten Spiele auch in die Playoffs übertragen können, dann haben wir gegen Freiburg durchaus eine Chance. Mit den Fans im Rücken wäre das noch einmal ein Pluspunkt für uns, doch jeder Zuschauer wünscht sich einfach nur die Rückkehr ins Stadion“.

Thomas Schreiber

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