ESVK hängt weiter in der Luft

Die Joker hoffen weiter auf eine DEL2 Saison mit Zuschauern

ESVK  Fans in erdgas schwaben arena
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Das waren noch Zeiten. Die Erdgas Schwaben Arena ist für ihre großartige Stimmung und Emotionen bekannt.
  • VonSelma Höfer
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Kaufbeuren – Eishockey ist ein Sport der von der räumlichen Nähe zu den Fans und von den Emotionen auf den Tribünen lebt. Für den ESV Kaufbeuren sind die Anhänger in der Erdgas Schwaben Arena oft der siebte Mann auf dem Eis, aber auch ein wichtiger Sponsor, wenn es um das Gesamtbudget einer Saison geht. Wenige Tage vor Beginn der Vorbereitung gibt es jedoch weiterhin keine verbindlichen Aussagen der Behörden ob und mit wie vielen Zuschauern wieder im Stadion gespielt werden kann, oder ob sich die Fans auf eine weitere Saison vor dem Fernseher einstellen müssen. 

„Bei diesem ungeklärten Zustand geht auch die Vorfreude bei uns Fans verloren. Früher um die Zeit konnte man es kaum erwarten, dass man wieder ins Stadion durfte, inzwischen macht sich jedoch auch bei uns eine gewisse Lethargie breit“, bedauert ESVK-Fan Stefan Kleinheinz stellvertretend für viele Anhänger die Entwicklung.

Auch für das geplanten Show-Training am 3. September zur offiziellen Saisoneröffnung hängt noch ein großes Fragezeichen. „Wir hängen zu diesem Thema nach wie vor in der Luft. Ich würde auch lieber heute wie morgen mit dem Dauerkartenverkauf beginnen, doch dies wäre zum jetzigen Zeitpunkt einfach unseriös, vor allem wenn man dann die Karten eventuell wieder Rückerstatten müsste“, schildert Geschäftsführer Michael Kreitl den aktuellen Umstand. Unverständlich macht sich beim ESVK-Chef auch breit, wenn er von DEL2-Kollegen aus anderen Bundesländern hört, dass dort Vorbereitungsspiele mit Zuschauern zugelassen sind. „Da geht einfach die Chancengleichheit verloren“, beklagt Kreitl nicht zu Unrecht.

Gute Nachrichten gibt es dagegen in Sachen Fernsehübertragungen, denn die Liga hat beschlossen den Vertrag mit Sprade TV um drei weitere Spielzeiten zu verlängern. „Die Vereine haben in den vergangenen Jahren viel in Technik und Knowhow investiert um die Qualität in allen Stadien zu verbessern“, beschreibt Kreitl die Entwicklung, die sich insbesondere in der vergangenen Saison bezahlt gemacht hat. So konnte sich der ESVK in der abgelaufenen Spielzeit über durchschnittlich 1100 Zuschauer bei Sprade TV freuen. Den Saisonrekord erzielte das dritte Finalspiel zwischen den Kassel Huskies und den Bietigheim Steelers mit rund 7000 Buchungen.

Thomas Schreiber

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