DNL-Team hat Ambitionen

ESVK-Nachwuchstrainer Daniel Jun hat ein motiviertes Team

Daniel Jun ESVK DNL
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DNL-Trainer Daniel Jun bereitet schon jetzt in seinem Büro die neue Saison vor.

Kaufbeuren – Eigentlich ist die neue Spielzeit im Eishockey noch in weiter Ferne, doch schon jetzt sitzt ESVK-Nachwuchstrainer Daniel Jun fast täglich in seinem winzigen Büro in der Erdgas-Schwaben-Arena und tüftelt an der kommenden Saison. Schaut man dem ehrgeizigen Trainer dabei in die Augen, so kann man seine Vorfreude regelrecht im Gesicht ablesen. 

Doch der gebürtige Tscheche weiß auch, dass Erfolg nur mit harter Arbeit verbunden ist und so ist das DNL-Team des ESV Kaufbeuren schon längst wieder im Trainingsbetrieb. „Wir haben eigentlich nie richtig aufgehört. Ab der dritten Woche im Februar bis zum Ende der Saison für die erste Mannschaft war die U20-Mannschaft wieder regelmäßig auf dem Eis. Danach wollte ich der Truppe 14 Tage frei geben, doch die Jungs wollten nach einer Woche wieder anfangen zu trainieren. Seit Anfang Mai haben wir nun mit eigenen Tests wieder offiziell mit dem Training begonnen“, beschreibt die Coach die große Trainingsbereitschaft seiner Mannschaft.

Gerade in der Zeit, als Corona richtig zugeschlagen hatte, konnte sich Daniel Jun auch auf den Charakter seiner Spieler verlassen. „Wir haben hier in Kaufbeuren eine sehr talentierte Mannschaft die alle wissen, was sie tun müssen, um fit zu bleiben“, lobt der Trainer die professionelle Einstellung seiner Mannschaft.

Dennoch wird die DNL-Mannschaft des ESV Kaufbeuren wie in jedem Jahr ein leicht verändertes Gesicht bekommen. „Die Endjahrgänge werden uns leider verlassen, doch mit Philipp Krauß hat es auch wieder ein Spieler aus den eigenen Reihen in die erste Mannschaft geschafft, was mich sehr freut“, sagt der 43-jährige Übungsleiter. Auch wenn aus der U17 ein paar gute Spieler nach oben kommen, so hält man verständlicher Weise die Augen offen. Dazu veranstaltet der ESVK-Nachwuchs am 24. und 25. Juli ein Try-out Camp für die Jahrgänge U17 und das DNL-Team. Interessierte Sportler können sich dazu per E-Mail an info@esv-kaufbeuren.de vorab anmelden. „Wenn dort jemand dabei ist, der uns verstärkt, werden wir vielleicht noch ein bis zwei Spieler verpflichten, doch wie schon gesagt, hat sich die Mannschaft nicht großartig verändert und wir wollen weiter den Weg gehen, die eigenen Leute einzubauen“, sagt Jun über seine Philosophie.

Einen ersten Neuzugang hat das Team mit Torhüter Dieter Geidl aus Ingolstadt bereits bekommen, der zugleich auch einen Vertrag beim Profi-Team als dritter Torwart bekommen hat. „Didi ist ein Guter und erst Jahrgang 2003“, sagt Jun über seinen Neuzugang, der auch notwendig wurde, da Torhüter Basti Graf zu einem Try-out nach Amerika geht, um dort in einem Universitäts-Team unterzukommen.

Sportlich sind die Ziele für den Übungsleiter weiterhin ambitioniert. „Wir wollen in die Play-Offs kommen, dann ist alles möglich. Ich höre nur immer Köln und Mannheim, es wird Zeit, dass auch andere Namen fallen“, beschreibt Jun seine Erwartungshaltung für die kommende Saison. Sehr positiv findet der DNL-Trainer auch die Kommunikation zu Rob Pallin, dem Trainer der Ersten Mannschaft. „Rob ist ein sehr offener Typ und wir haben uns jede Woche ausgetauscht. Er hat auch bei uns auch hin und wieder beim Training und den Spielen zugesehen“, berichtet Jun, der früher selbst als Spieler in Deutschland sehr erfolgreich war. Bei 668 gezählten Einsätzen gelangen dem früheren Stürmer stolze 1395 Punkte.

Natürlich war dem ambitionierten Trainer auch die Eishockey-Weltmeisterschaft nicht entgangen. „Ich denke es war insgesamt durch die Corona-Maßnahmen eine etwas komische WM für alle Mannschaften, die jedoch auch für Überraschungen gesorgt hat. Es sind alle Teams enger zusammengerückt und mir gefällt die Arbeit, die in Deutschland gemacht wird. Es ist kein Zufall, dass immer mehr junge deutsche Spieler Verträge in der NHL unterschreiben“, freut sich Daniel Jun über die positive Entwicklung im Deutschen Eishockey.

Thomas Schreiber

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