Joker geben Führung aus der Hand: 5:6 nach Penalty gegen Landshut

Positiver Corona-Schnelltest stoppt die Partie in Heilbronn

Spielszene ESVK gegen Landshut
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ESVK-Stürmer Daniel Oppolzer mit der Nummer 69 verhindert mit viel Einsatz einen Gegentreffer vor dem eigenen Tor für seinen bereits geschlagenen Torhüter Stefan Vajs.

Kaufbeuren – Nur einmal kam der ESV Kaufbeuren am vergangenen Wochenende in der DEL 2 zum Einsatz. Dabei mussten sich die Joker im eigenen Stadion dem EV Landshut nach Penalty-Schießen knapp mit 5:6 geschlagen geben. Kurzfristig abgesagt wurde am Sonntag die Auswärtspartie bei den Heilbronner Falken. Bei einem Schnelltest der ESVK-Mannschaft wurde ein positiver SARS-CoV-2-Befund festgestellt und somit musste gemäß den DEL 2-Richtlinien das Spiel abgesagt werden. Die komplette Mannschaft hat sich darauf vorsorglich in Quarantäne begeben. Die weiteren Entscheidungen unterliegen nun den örtlichen Behörden, schreibt der Verein in seiner Pressemitteilung.

Über den gewonnenen Punkt gegen den alten Rivalen konnte sich im Kaufbeurer Lager keiner so richtig freuen. Vielmehr überwog die Enttäuschung darüber, dass man nach einer klaren 3:0- und 4:1-Führung das Spiel nicht in der regulären Spielzeit für sich entscheiden konnte. „Wir haben den Gegner diesmal selber wieder ins Spiel zurückgebracht“, bedauert Trainer Rob Pallin die Entwicklung in diesem Match. Nach dem zweiten Wochenende ist die Tabelle in der DEL 2 zwar noch nicht sehr aussagekräftig, doch es zeichnet sich schon nach wenigen Spieltagen eine ausgeglichene Leistungsdichte an. Bezeichnenderweise wurden am dritten Spieltag am Freitagabend fünf von sechs Partien in der Verlängerung oder im Penalty-Schießen entschieden.

Entscheidenden Kleinigkeiten waren auch dafür verantwortlich, dass der ESVK die Heimpartie gegen Landshut trotz der Führung noch aus den Händen gegeben hat. „Wir haben ab dieser Phase nicht mehr seriös verteidigt und auch die Pucks nicht mehr ins eigene Drittel geführt“, sieht Pallin als Grund dafür. Bis zur Hälfte des Spiels, als der ESVK durch Tore von John Lammers, Jan Bednar und Julian Eichinger mit 3:0 in Führung lag, deutete zunächst nichts darauf hin, dass die Partie noch einmal kippen könnte. Eine Auszeit von Gästetrainer Leif Carlsson unmittelbar nach dem 3:0 war auch für Rob Pallin entscheidend für den Umschwung. Der schwedische Coach wechselte dabei nicht nur seinen Torhüter aus, sondern verordnete seinem Team auch einen Neustart in diesem Spiel. Offensichtlich hatte Carlsson die richtigen Worte gefunden, denn seine Mannschaft schöpfte aus der kurzen Denkpause neue Kraft für den weiteren Spielverlauf. Nach einem weiteren Treffer von Tobias Wörle gingen die Joker dennoch mit einer 4:2-Führung in die zweite Drittelpause.

Doch schon zu diesem Zeitpunkt spürte man, dass der Drops aus Kaufbeurer Sicht noch lange nicht gelutscht war. Zwei schnelle Tore binnen 13 Sekunden im letzten Drittel zum 4:4-Ausgleich bestätigten diese Spielentwicklung. Gerade in dieser Phase wurden die verletzten Sami Blomqvist und Branden Gracel schmerzlich vermisst. Zwar konnte der ESVK diese Woche mit der Verpflichtung von DEL-Spieler Daniel Schmölz kurzzeitigen Ersatz verpflichten, doch auch der 28-jährige Außenstürmer konnte die fehlende Matchpraxis nicht einfach auf Knopfdruck abschütteln. Auch bei der erstmaligen Führung durch Zach O`Brien war die Kaufbeurer Defensive nur in der Zuschauerrolle zu finden. „Fünf Tore in einem Heimspiel sind einfach viel zu viel“, lautet die einfache Erklärung von Joey Lewis, der zumindest noch den 5:5-Ausgleich von Alex Thiel bejubeln konnte. Nicht nach Wunsch verlief an diesem Abend das bisher gut funktionierende Power-Play der Joker.

Fast zwei Minuten konnte der ESVK in der Verlängerung bei vier gegen drei Spielen, doch wollte einfach kein Treffer gelingen. Im finalen Penalty-Schießen hatte der EV Landshut dann mit zwei erfolgen Versuchen die Nase vorn und holte sich den zweiten Zusatzpunkt.

Inwieweit die für das kommende Wochenende angesetzten Spiele planmäßig ausgetragen werden, wird sich sicher erst im Laufe der Woche entscheiden. Angesetzt ist am Freitag um 19.30 Uhr die Auswärtspartie in Freiburg, sowie am Sonntag um 18 Uhr das Heimspiel gegen die Eispiraten aus Crimmitschau. Beide Spiele wären wie gewohnt bei Sprade TV live zu verfolgen.

von Thomas Schreiber

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