WM mit Überraschungen

ESVK-Stürmer Joey Lewis spricht über die laufende Weltmeisterschaft

ESVK-Stürmer Joey Lewis
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Wann immer es geht verfolgt ESVK-Stürmer Joey Lewis die Spiele der Eishockey-Weltmeisterschaft zu Hause vor dem Fernseher.

Kaufbeuren – Nach dem Ende der DEL2-Saison sind die Augen aller Eishockeyfans auf die laufende Weltmeisterschaft in Lettland gerichtet. Mit einer doppelten Staatsbürgerschaft für Großbritannien und Deutschland ausgestattet schlagen bei ESVK-Stürmer Joey Lewis gleich zwei Herzen gleichermaßen. Mit dem Kreisbote hat der gebürtige Waliser über seine Eindrücke und Aussichten für die Weltmeisterschaft gesprochen.

Haben Sie nach der Saison in der DEL 2 beim ESV Kaufbeuren schon wieder Lust auf Eishockey im Fernsehen?

Lewis: Natürlich schaue ich mir die Spiele von Deutschland und Großbritannien an, sofern es mir meine Zeit erlaubt. Es ist natürlich schade, dass keine Zuschauer erlaubt sind.

Bei der letzten ausgetragenen Weltmeisterschaft in der Slowakei standen Sie noch im Kader der Britischen Mannschaft. Schmerzt das, wenn man nun zusehen muss?

Lewis: Nein, ganz und gar nicht, da ich diesmal von mir aus abgesagt habe. Ursprünglich war in diesen Zeitraum meine Hochzeit geplant gewesen, die wir nun leider wegen Corona auf nächstes Jahr schieben mussten. Aber auch die Begleit­umstände, die alle Teams auf sich nehmen müssen, sind sicher nicht immer einfach und schön. Gerne erinnere ich mich an die Spiele zurück, als wir vor über 8000 Zuschauern gespielt haben.

Gab es während der Saison immer wieder Kontakte zu Nationaltrainer Peter Russell, der ja bekanntlich auch gleichzeitig Trainer der Freiburger Wölfe war?

Lewis: Ich kannte Peter schon, als ich 14 Jahre alt war, wir sind immer wieder im Kontakt. Leider ging das in dieser Saison wegen der Kontaktbeschränkungen bei den Spielen gegen Freiburg nicht in persönlicher Form, aber natürlich spricht man da sonst auch über die Nationalmannschaft.

Die Weltmeisterschaft lebt diesmal von den Überraschungen. Ist das Niveau eher gesunken oder haben die kleinen Nationen den Abstand verringert?

Lewis: Die Top-Nationen haben sicher nicht die Spieler-Qualität der vergangenen Jahre dabei. Da sich aber auch die anderen Länder verbessert haben, ist der Abstand diesmal sehr gering geworden und so kam es auch zu einigen Überraschungen.

Das deutsche Team hat im Turnier ebenfalls positiv überrascht. Was gefällt Ihnen am Spiel der jungen Mannschaft?

Lewis: Die spielen richtig gut und haben offensiv viel Power in ihren Aktionen. Auch läuferisch und technisch spielen sie ein gutes Eishockey. Defensiv müssen sie noch etwas konsequenter agieren, aber das ist echt ein Top-Team mit Zukunft.

Was trauen Sie der Deutschen Mannschaft in diesem Turnier zu?

Lewis: Ich denke, das Halbfinale ist durchaus realistisch. Aber ab dem Viertelfinale kommt es einfach auch drauf an, wen du als Gegner bekommst und da ist die Tagesform mit entscheidend.

Sehen wir Joey Lewis nächstes Jahr wieder in der Britischen Nationalmannschaft?

Lewis: (lacht) Erst einmal ist es wichtig, dass ich in Kaufbeu­ren eine verletzungsfreie Saison spielen kann und auch im Team vorne mit dabei bin. Die Briten haben keine schlechten Eishockeyspieler, die sich auch schon in der DEL2 gezeigt haben. Peter Russell wird mich ja auch nächste Saison in den Spielen gegen Ravensburg beobachten können und dann muss man sehen, welche Rolle er für mich in der Nationalmannschaft möglicherweise hat.

Wann beginnt für Sie das persönliche Training für die neue Saison beim ESV Kaufbeuren?

Lewis: Zunächst einmal habe ich mir etwas Pause gegönnt. Letzte Woche habe ich mit dem eigenen Krafttraining wieder begonnen und werde dann später mit der Mannschaft gemeinsam das restliche Vorbereitungsprogramm bestreiten. Jedoch freue ich mich schon darauf, dass wir hoffentlich zur neuen Saison wieder mit Zuschauern spielen können, denn die machen das gewisse Etwas in Kaufbeuren aus.

Thomas Schreiber

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