Comeback geplatzt

ESVK-Torwart Stefan Vajs verletzt sich erneut

Torhüter Stefan Vajs
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Nach einer erneuten Verletzung bleibt Torhüter Stefan Vajs derzeit nur der Tribünenplatz.

Kaufbeuren – Seit 2010 trägt Stefan Vajs das Trikot des ESV Kaufbeuren und damit ist er der Dienstälteste Spieler in Reihen der Joker. In all den Jahren hat er ziemlich alle Höhen und Tiefen des Vereins miterleben dürfen, doch die laufende Spielzeit wird ihm sicher ganz besonders in Erinnerung bleiben. Zum einen sind es die außergewöhnlichen Umstände mit der Corona-Pandemie, zum anderen die beiden Verletzungen, die für ihn in der aktuellen Saison gerade einmal zwölf Punktspiele zugelassen haben. Eigentlich war im Heimspiel gegen Bayreuth seine Rückkehr geplant gewesen, doch nun hat sich der Torwart erneut verletzt. 

Was genau ist passiert?

Vajs: Nachdem ich mir im Dezember das Innenband im Knie angerissen hatte, ist es diesmal komplett gerissen. Dabei war bis dahin alles in Ordnung und es gab keine Beschwerden oder Reaktionen vom Knie, wie zum Beispiel Schmerzen oder Schwellungen.

Gab es zuvor bereits grünes Licht von den Ärzten und seit wann waren Sie wieder im Training?

Vajs: Die Untersuchungen haben gezeigt, dass der Heilungsprozess gut verlaufen ist. Ich war seit gut zweieinhalb Wochen wieder im Training auf dem Eis und habe mich in kleinen Schritten angenähert. Erst stand nur leichtes Eislaufen auf dem Programm, dann kamen nach einer Woche die ersten torwartspezifischen Bewegungen dazu und zuletzt konnte ich das volle Programm mitmachen. Eigentlich war fest geplant, dass ich gegen Bayreuth wieder ins Tor zurückkehren kann.

Wie wird so eine Verletzung therapiert und was kann man als Spieler dazu beitragen?

Vajs: Der Bänderriss wird nicht operiert und muss einfach wieder zusammenwachsen. Natürlich haben wir schon bei der ersten Verletzung neben den normalen Reha-Maßnahmen alle medizinischen Zusatzmöglichkeiten genutzt, um eine Heilung positiv zu beeinflussen.

Rechnen Sie noch mit einer realistischen Einsatzchance in dieser Saison?

Vajs: Geht man wieder von einer Heilungszeit von rund acht Wochen aus, die man bei einer solchen Verletzung in der Regel veranschlagt, wird es verdammt eng. Doch das ist mein Job und ich werde alles versuchen wieder möglichst schnell zurückzukommen, damit ich der Mannschaft und dem Verein helfen kann. Ob es dann reicht, wird man sehen.

Sie haben in dieser Saison durch Verletzungen lediglich zwölf Spiele absolviert. Wie wirkt sich das auf den Gemütszustand für Sie als Sportler aus?

Vajs: Das war sicher nicht immer einfach. Ich habe jedoch täglich drei bis vier Stunden in der Reha trainiert und der Ansporn auf das Comeback hat mich motiviert und mir dabei sehr geholfen. Jetzt war ich so kurz vor der Rückkehr und das Comeback ist zerplatzt wie eine Seifenblase. Deswegen ist die erneute Verletzung sehr bitter und natürlich auch sehr schwer zu verkraften. Vor allem auch, weil es medizinisch eigentlich nicht erklärbar ist.

Wie können Sie trotzdem Ihre Mannschaft unterstützen oder Erfahrungen an die jungen Torleute weitergeben?

Vajs: Natürlich gibt man Tipps oder hilft bei Fragen, aber das betrifft nicht nur die Torleute, sondern das gesamte Team.

Wie sieht Ihre persönliche Vertragssituation aus?

Vajs: Ich habe für die nächste Saison noch einen gültigen Vertrag, aber gerade deshalb werde ich mich darauf auch nicht ausruhen. Mein Anspruch ist es, so schnell wie möglich wieder fit zu werden und dem Team zu helfen.

Thomas Schreiber

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