Die Fans sind noch verhalten

Vereine müssen um Fans kämpfen – Dauerkartenverkauf macht Hoffnung

ESVK: Beim Training so wie den Testspielen blieben Tribünenplätze in der Erdgas-Schwaben-Arena frei.
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Beim ersten öffentlichen Training so wie auch den Testspielen blieb noch so manchen Tribünenplatz in der Erdgas-Schwaben-Arena frei.

Kaufbeuren – Auf die Eishockey-Fans wartet eine vermutlich ungewöhnliche Saison. Auch wenn sich ein Großteil der Stammzuschauer wieder auf den Stadionbesuch freuen, so trüben die Maskenpflicht, das Alkoholverbot und die ausgedehnten Kontrollen an den Eingängen die allgemeine Freude auf den Sport. Zudem sorgte auch der lange Lockdown bei dem einen oder anderen Fan zu einer Art Entfremdung vom Eishockey. 

Obwohl die Mannschaften noch mitten in der Vorbereitung stecken, so haben die ersten Testspiele schon offenbart, dass die Vereine wieder um ihre Zuschauer kämpfen müssen. „Das Fan-Verhalten ist einfach noch verhalten, da nach wie vor eine gewisse Unsicherheit besteht“, versucht Geschäftsführer Michael Kreitl die aktuelle Situation zu begründen. Kein Verständnis hat er dagegen bei der Problematik mit dem Alkoholausschank. „Wir haben uns als Verein für eine Vollauslastung entschieden, die schreibt vor, dass in diesem Fall kein Alkohol ausgeschenkt werden darf. Jedoch gibt es in den Hallensportarten, insbesondere beim Eishockey, keine Probleme mit alkoholisierten Fans. Ich werde weiter dafür kämpfen, dass diese Regelung noch ein gutes Ende nimmt“, verspricht der ESVK-Chef.

Die Zuschauersituation ist kein spezielles Kaufbeurer Problem, denn in der ganzen Liga sind die Zahlen bei den Testspielen rückläufig. Auch zum Saisonstart in der DEL konnten lediglich die Kölner Haie und die Eisbären Berlin alle erlaubten Eintrittskarten an den Mann bringen.

Positive Signale gibt es jedoch vom Dauerkartenverkauf, der vergangene Woche gestartet werden konnte. Bislang wurden 1286 (Stand Sonntag, 19. September) Saisontickets an den Mann gebracht. „Es ist schön, dass ein Großteil dieser Fans uns die Treue gehalten hat“, sagt Kreitl mit Dank und hofft, dass noch die eine oder andere Karte noch dazukommt, um mehr Planungssicherheit zu haben. Auch für auswärtige Zuschauer ist die Geschäftsstelle bemüht, eine passende Lösung zu finden.

Ladislav Lubina gestorben

Vergangene Woche erreichte den Verein und die Fans des ESV Kaufbeuren die traurige Nachricht, dass der ehemalige Spieler Ladislav Lubina nach schwerer Krankheit im Alter von nur 54 Jahren verstorben ist. Zwischen 1991 und 1993 absolvierte er für den Verein insgesamt 93 Spiele in der damaligen Eishockey-Bundesliga und erzielte dabei 58 Tore und 36 Vorlagen. Der Publikumsliebling gehörte damals zu den besten Stürmern der gesamten Liga. Nach seiner aktiven Zeit als Spieler stand er bis 2020 in seinem Heimatland Tschechien noch als Trainer an der Bande.

Die nächsten Spiele

Sportlich steht für den ESVK am kommenden Freitag um 19.30 Uhr in Kaufbeuren das Rückspiel gegen die Ravensburg Towerstars auf dem Programm. Den ersten Vergleich konnten die Joker knapp mit 3:2 für sich entscheiden. Zum Abschluss der Vorbereitung treten die Kaufbeurer am Sonntag, 26. September, um 18.30 Uhr bei den Heilbronner Falken an.

Thomas Schreiber

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