Zwei Tore von Youngster Philipp Krauß

Joker unterliegen den Falken, aber gewinnen letzten Test vor Beginn der DEL2-Hauptrunde

Esv Kaufbeuren
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Unermüdlich rackert Kapitän Tyler Spurgeon auch vor dem gegnerischen Tor.

Kaufbeuren – Mit einer ausgeglichenen Bilanz hat der ESV Kaufbeuren das letzte Wochenende im Rahmen der Saisonvorbereitung abgeschlossen. Der 3:5-Heimniederlage gegen die Heilbronner Falken, folgte am Sonntag ein knapper 2:1-Auswärtssieg in Ravensburg.

Die Generalprobe im eigenen Stadion für den Saisonauftakt am kommenden Freitag gegen Dresden ging aus Sicht des ESVK leider schief. Zwar durften die Joker am Vorabend vor Halloween erstmals in ihr neues schwarzes Trikot schlüpfen, doch löste dies bei den Gästen aus Heilbronn wenig Angst und Schrecken aus. Dagegen sah man bei den Falken schon in den ersten Aktionen, dass man durchaus gewillt war eine Reaktion auf die 3:7-Niederlage vom letzten Aufeinandertreffen am Sonntag zu zeigen. Während der ESVK weiterhin auf die verletzten Max Lukes und Fabian Voit verzichten musste, kam der erst 17-jährige Johannes Krauß zu seinem Profidebüt. Der Nachwuchsspieler, der an der Seite von Tobias Wörle und Florian Thomas in der dritten Angriffsreihe stürmen durfte, setzte dann gleich bei seinem ersten Wechsel mit einem Schuss ins Außennetz das erste Ausrufezeichen. Zwar blieb das erste Drittel ohne Tore, doch es war von beiden Teams ein munteres Hin und Her mit viel Schwung und kaum Unterbrechungen. So mussten die Zuschauer vor den Bildschirmen bis zur 34. Minute warten, ehe Philipp Krauß einen Schuss von Denis Pfaffengut vor dem Tor zum 1:0 abfälschte. „Es war ein richtig geiles Gefühl als ich mein erstes Tor für die Profis geschossen habe. Schade, dass keine Zuschauer im Stadion waren, diese Atmosphäre hätte ich gerne miterlebt“, bedauert der 19-Jährige aus dem eigenen Nachwuchs. Doch aus seiner Sicht hätte der Abend für ihn nicht besser laufen können.

Trainer Rob Pallin veränderte zu Beginn des letzten Drittels beim Stand von 1:1 drei seiner vier Sturmreihen und beförderte den jungen Angreifer an die Seite von John Lammers und Tyler Spurgeon. Nicht einmal vier Minuten waren im finalen Abschnitt absolviert, da servierte der neue Kapitän Spurgeon den Puck mustergültig vor dem Tor und Philipp Krauß unterstrich mit dem 2:1 einmal mehr, dass er weiß wo das Tor steht. Der Jubel hielt jedoch nur ganze 17 Sekunden, dann kam die Antwort der Gäste zum 2:2-Ausgleich. In der Folgezeit ging beim ESVK etwas der Faden verloren und die Heilbronner zogen auf 4:2 davon.

Eigentlich hatte man während der gesamten Partie das Gefühl, beide Teams wollen sich eine Woche vor dem Saisonstart nicht mehr wehtun, doch dann brannten offenbar bei Falken-Verteidiger Kevin Maginot die Sicherungen durch, als er völlig unvermittelt mit den Fäusten auf Branden Gracel losging. Auch die Schiedsrichter waren in dieser Situation wohl nicht mehr ganz im Bilde, denn es entwickelte sich eine endlose Diskussion, wer den nun auf die Strafbank müsse. Schließlich wurde ein salomonisches Urteil gefunden und je zwei Spieler beider Vereine wanderten mit einem Schmunzeln im Gesicht auf die Sünderbank. Nach dem Anschlusstreffer von Banden Gracel zum 3:4 nahmen die Joker ihren Torwart vom Eis, doch statt dem angestrebten Ausgleich gelang den Gästen noch das Empty-Net-Goal zum 5:3-Siegtreffer.

Mehr Glück hatten die Kaufbeurer am Sonntag bei den Towerstars in Ravensburg. Mit einem knappen 2:1-Sieg gewannen die Joker auch den zweiten Vergleich mit den Oberschwaben im Rahmen des Vorbereitungsturniers. In einer sehr ausgeglichen Partie war der Doppeltorschütze John Lammers der Matchwinner an diesem Abend.

Am Freitag um 19.30 Uhr startet nun mit reichlich Verspätung die neue Saison in der DEL 2 mit dem Heimspiel gegen die Eislöwen aus Dresden. Nun ist die Zeit mit Testen vorbei und die Karten müssen auf den Tisch gelegt werden. Am Sonntag folgt dann die erste Auswärtspartie in Bietigheim, die in der gesamten Vorbereitung einen sehr starken Eindruck hinterlassen haben.

Thomas Schreiber

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