Qualität besiegt Leidenschaft

ESVK verliert beide Spiele und wartet auf Neuzugänge

ESVK-Stürmer Philipp Krauß und Geschäftsführer Michael Kreitl.
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Vor der Partie konnte ESVK-Stürmer Philipp Krauß von Geschäftsführer Michael Kreitl die Auszeichnung zum Rookie des Monats Dezember in Empfang nehmen.
  • Thomas Schreiber
    VonThomas Schreiber
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Kaufbeuren – In der DEL 2 blieb der ESV Kaufbeuren am vergangenen Wochenende ohne Punkte. Gab es nach der 2:4-Niederlage in Bad Nauheim noch lobende Worte für die Joker, so machte sich bei der 1:4-Heimpleite gegen den EV Landshut die fehlende Qualität in der Mannschaft deutlich bemerkbar. Mit den verletzten Stefan Vajs, Simon Schütz und Joey Lewis, sowie den Abgewanderten Branden Gracel und Sören Sturm fehlen dem ohnehin schon dünn besetzten Kader nun zusätzlich fünf etablierte Kräfte, so dass die Rufe nach Neuzugängen immer lauter werden.

Die Niederlage beim Tabellenvierten war aus Sicht des ESVK wirklich ärgerlich, denn die Joker hatten laut Trainer Tray Tuomie trotz der zahlreichen Ausfälle gut gespielt. „Kaufbeuren war mit Abstand die bessere Mannschaft und ein paar Entscheidungen waren glücklich auf unserer Seite“, bestätigt auch Nauheims Coach Harry Lange die Einschätzung von seinem Kollegen. Doch die brutale Effizienz der Kurstädter hat die Partie letztendlich entschieden, denn die Kaufbeurer konnten ihrerseits aus 45 Torschüssen nur zwei Treffer für sich verbuchen.

Während der ESVK gut gestartet war und lediglich die Chancen nicht verwerten konnte, nützten die Roten Teufel bereits ihre ersten Möglichkeiten zu einer 2:0-Führung. Jerry Pollastrone in der siebten und Taylor Vause in der zwölften Minute stellten den Spielverlauf bis dahin auf den Kopf. Auf Vorarbeit von seinem Bruder Philipp erzielte Johannes Krauß in der 16. Minute nicht nur seinen ersten Treffer im Profi-Eishockey, sondern auch den 2:1-Anschlusstreffer. Doch die Freude darüber dauerte keine zwei Minuten, da stellte Bad Nauheim wieder den alten Abstand zum 3:1 her. Allerdings reklamierten die Kaufbeurer in dieser Szene vehement Torraumabseits und eine Behinderung von Torhüter Maximilian Meier.

Auch im zweiten Drittel sahen die 1.000 Zuschauer im altehrwürdigen Colonel-Knight-Stadion das gleiche Bild. Der ESVK hat die Chancen und Bad Nauheim erzielt die Tore. In der 29. Minute erhöhte Goldhelm Taylor Vause nach einem schönen Konter auf 4:1. Bereits 25 Sekunden später konnte jedoch Yannik Burghart wieder auf 2:4 verkürzen. Im letzten Drittel hatten sich die Joker dann durch einige Hinausstellungen selbst etwas ausgebremst, sodass nach 60 Minuten mit einer Niederlage die Heimreise angetreten werden musste. „Wir haben heute viel investiert und hätten mehr verdient gehabt“, fasst Tray Tuomie die Partie zusammen, ließ aber auch nicht unerwähnt, dass die Schiedsrichter an diesem Abend auch ihren Teil dazu beigetragen hatten.

Heimspiel ohne Glück

Im Heimspiel gegen den EV Landshut konnten die Joker in keiner Phase der Partie an die Leistung in Bad Nauheim anknöpfen. Statt erhoffter Derbybrisanz passte sich die Leistung der Geisterstimmung im Stadion an. Statistisch erfasst hatte der ESVK gegen Landshut mehr als doppelt so viele Torschüsse, doch die Qualität im Abschluss ließ einmal mehr zu wünschen übrig. Dagegen brachte Josef Mikyska die Gäste bereits in der vierten Minute mit 1:0 in Führung, als er einen Konter eiskalt abgeschlossen hatte. Kaufbeuren hatte nun begünstigt durch eine Strafzeit für Landshut ihre beste Phase und konnte in der siebten Minute durch Alexander Thiel zum 1:1 ausgleichen.

Die größere Qualität der Einzelspieler im Kader der Gäste wurde beim 2:1-Führungstreffer deutlich, als Top-Stürmer Andreé Hult die Kaufbeurer Abwehr einfach überlaufen hatte und auch Torhüter Maximilian Meier keine Chance ließ. Etwas unglücklich sah die gesamte Defensive beim 1:3 von Robin Weihager aus, als der Puck durch Freund und Feind den Weg ins Netz fand. Mit dem 4:1 von Maximilian Forster in der 31. Minute war die Partie praktisch entschieden. Zwar konnte der Kaufbeurer Torwart anschließend bei einem gehaltenen Penalty von Andreé Hult noch etwas Selbstvertrauen tanken, doch sind die Joker insgesamt erneut an ihrer Abschlussschwäche gescheitert.

Der EV Landshut beschränkte sich fortan darauf die Partie sicher nach Hause zu schaukeln, da dem ersatzgeschwächten ESVK personell einfach die Mittel fehlten, die Gäste aus Niederbayern noch in Gefahr zu bringen. Während man in Kaufbeuren wieder auf die Rückkehr von Simon Schütz und Joey Lewis hofft, wäre es jedoch an die Mannschaft, sowie auch die Fans ein wichtiges Signal, dass man zeitnah eine Neuverpflichtung präsentieren kann. Bereits am Dienstagabend um 19.30 Uhr steht für den ESVK das nächste Heimspiel gegen die Bayreuth Tigers auf dem Programm.

Den aktuellen Spielbericht dazu gibt es unter www.kreisbote.de.

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