Joker am Dienstag zu Hause gegen Bad Nauheim

Rote Laterne wieder beim ESVK

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Frustriert: Goalie Maximilian Sigl (30) nachdem Tor von Ryan Martinelli.

Kaufbeuren – Mit den vielen verlorenen Spielen der jüngsten Zeit haben sich die Joker ans Ende der Tabelle manövriert. Aber es gibt noch mehr Probleme: Ein reduzierter Kader, Nachlässigkeiten auf dem Eis und in Folge dessen abnehmende Zuschauerzahlen. Wann zeigen die Jungs vom ESVK endlich wieder, was sie drauf haben?

Nur für kurze Zeit konnte der ESVK in der DEL 2 die Rote Laterne an den ETC Crimmitschau abgeben. Durch die 1:5-Niederlage auf eigenem Eis gegen die Fischtown Pinguins am Dienstagabend und dem gleichzeitigen Sieg der Eispiraten über die Ravensburger Towerstars fielen die Kaufbeurer wieder ans Tabellenende zurück. 

Joker mit letztem Aufgebot 

Neben dem noch länger fehlenden Torhüter Stefan Vajs fehlten diesmal noch die grippekranken Alexander Thiel und Max Schmidle. Trotz fünf DNL-Spieler lief nur ein Minikader gegen die Fischtown Pinguins auf. Die Joker versuchten an das siegreiche letzte Heimspiel anzuknüpfen. Eine Zeit lang schien es auch zu funktionieren, nach einem torlosen ersten Drittel gingen die Kaufbeurer durch Konstantin Firsanov in der 25. Minute in Führung. Doch nicht einmal zwei Minuten später nahm das Unheil seinen Lauf. Mit schöner Regelmäßigkeit nutzten die Nordlichter die Nachlässigkeiten der Joker und zogen bis zur zweiten Drittelpause auf 1:3 davon. 

Dann der Knackpunkt, denn in der 38. Minute gab der souverän leitende Schweizer Schiedsrichter bei einem Gerangel an der Bande zur Überraschung Aller dem Kaufbeurer Torjäger Stephen Schultz wegen Schlittschuhtritts eine Matchstrafe. Doch der Referee stand nur zwei Meter dahinter und hatte offensichtlich mehr gesehen. Zwar überstanden die Kaufbeurer dank großem Kampf die fünfminütige Unterzahl schadlos, doch gingen die Kräfte zur Neige und ohne Spielmacher Schultz ging nicht mehr viel. Das vierte Gegentor war ein reines Geschenk und kurz vor Ende fiel noch ein schön herausgespieltes Gästetor in dem sehr fair geführten Match zum 1:5-Endstand. Ein sichtlich konsternierter ESVK-Coach Dieter Hegen nach dem Spiel: „Wir haben einfach einen kleinen Kader, wir versuchen alles, aber momentan reicht es einfach nicht“. So sahen es auch die nur noch 984 Zuschauer in der Sparkassen Arena. 

Niederlage auch in Bad Nauheim 

Am Sonntagabend traten die Kaufbeurer Joker zum zweiten Male in Bad Nauheim an. Von gut 100 mitgereisten Jokerfans begleitet, folgte der erste Nackenschlag noch Spielbeginn. Torhüter Max Sigl verletzte sich beim Warmmachen und somit hütete Johannes Wiedemann das Gehäuse. Vor 2319 Zuschauer siegten die Roten Teufel nach fünf Niederlagen in Folge mit 5:2. Für den ESVK traf Verteidiger Matti Näätänen zweimal. Am kommenden Sonntag geht es für die Joker nach Bietigheim zum zweiten Aufeinandertreffen in der EgeTransArena gegen den aktuellen Tabellendritten. Das erste Match verloren die Joker gegen die Steelers mit 7:3 Toren. 

Dienstag Heimspiel 

Ab 19.30 Uhr sind am Dienstag, 14. Januar, die Roten Teufel aus Bad Nauheim die Gäste am Berliner Platz in Kaufbeuren. Ende November mussten sich die Joker erst nach Penalty-Schießen mit 3:4 geschlagen geben. Die Kaufbeurer Hoffnungen ruhen darauf, dass die Erkältungswelle im Team abebbt und die Jungs wieder zu Kräften kommen. von Werner Mayr

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