ESVK verliert in Crimmitschau: Tabellenletzter schießt ESVK 6:0 ab

Joker weiter auf Talfahrt

+
Was tun? ESVK-Coach Dieter Hegen muss mit ansehen, wie seine Jungs 6:0 gegen Crimmitschau verlieren.

Kaufbeuren – Die Hoffnung auf eine sportliche Steigerung fiel am Wochenende aus. Zwar konnte der ESVK im Heimspiel gegen den EC Bad Nauheim noch einen Punkt verbuchen, doch beim Tabellenletzten in Crimmitschau gab es ein deftige 6:0-Packung. Damit sind die Kaufbeurer Joker nur noch drei Punkte von der roten Laterne entfernt.

Schlimmer noch als die sportliche Talfahrt wirkt sich beim ESVK derzeit der gravierende Zuschauerschwund aus. Gerade noch 1051 Zuschauer wollten am vergangenen Wochenende das Heimspiel gegen den Liganeuling aus Bad Nauheim sehen. Zum Vergleich:  selbst in der viertklassigen Regionalliga Süd lag der schwächste Zuschauerbesuch beim Heimspiel gegen den TEV Miesbach im Januar 2000 noch bei 1267 Zahlenden. 

Am Freitag sollte eigentlich Wiedergutmachung für das vorletzte Wochenende betrieben werden. Aber in einem auf schwachem Niveau stehenden Match taten sich die Joker gegen eine harmlos wirkende Gästetruppen aus Bad Nauheim sehr schwer. Die wenigen Chancen wurden vergeben und glücklicherweise ging 101 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit den Puck noch über die gegnerische Torlinie. So retteten die Joker wenigstens einen Punkt und sich damit noch in die Over time. Aber diese glich nur noch ein Offenbarungseid, denn selbst bei fast vierminütiger Überzahl im Spiel Vier gegen Drei gab es kaum Torchancen. So entschied das Penalty-Schießen, bei dem das Glück dann auf der Gästeseite stand, zum 3:4 Endstand. 

In der anschließenden Pressekonferenz lobte Gästetrainer Carnevale die kämpferische Spielweise des ESVK und war mit dem Sieg seines Teams zufrieden. Didi Hegen sah eine immense Steigerung zur Vorwoche mit einem guten Spiel. Ärgerlich für ihn jedoch waren die vergebenen Powerplaymöglichkeiten in der Verlängerung. 

Klatsche beim Schlusslicht 

Der Freitagniederlage auf eigenem Eis folgte am Sonntag noch eine negative Steigerung. Mit 6:0 Toren gaben sich die Kaufbeurer bei den Eispiraten Crimmitschau geschlagen. Vor dort 1422 Zuschauern führte der ebenfalls in einer sportlichen Krise stehende Tabellenletzte schon nach 33 Minuten mit sechs Toren Vorsprung und hielt diesen auch bis zum Schluss. Keine Chance für das Miniaufgebot der Joker, sie waren obendrein nur mit einem Torhüter nach Sachsen angereist. Aber auch im Angriff herrschte Flaute, es reichte nicht mal zum Ehrentreffer! Auf der anschließenden Pressekonferenz sagte ESVK-Coach Didi Hegen, dass das Ziel gewesen sei, so lang wie möglich das 0:0 zu halten. Nach dem schnellen 1:0 und den Toren zum 2:0 und 3:0, sei es dann natürlich schwer gewesen wieder zurück zu kommen. 

Freitag kommt Bietigheim 

Ein harter Brocken wartet am kommenden Freitag, 6. Dezember, auf die Truppe von Trainer Dieter Hegen. Ab 19.30 Uhr gastieren die Bietigheim Steelers in der Sparkassen Arena. Ein Team, das die Meisterschaft als Saisonziel vorgab, sich aber nur auf Rang Sechs befindet. Beim Heimspiel vor fünf Wochen gewannen die Joker mit 6:5 Toren gegen die Schwaben. 

DNL-Team geht leer aus 

Nichts zu holen war vergangenes Wochenende für die Jungs von Trainer Juha Nokelainen in Berlin. Bei den beiden Spielen gegen die favorisierten Eisbären Juniors im alten Wellblechpalast gab es am Samstag eine 4:1 und am Sonntag eine 7:2 Niederlage. Damit ist auch das Kaufbeurer DNL-Team auf den vorletzten Platz in der DNL abgerutscht.von Werner Mayr

Auch interessant

Meistgelesen

ESVK bezwingt Vizemeister
ESVK bezwingt Vizemeister
Zwei Siege
Zwei Siege
Zu wenig getan
Zu wenig getan
Drei Podestplätze
Drei Podestplätze

Kommentare