Joker zeigen sich nach der Freitags-Niederlage in Tölz gut erholt

ESVK bezwingt Frankfurter Löwen

+
Ein starkes Startdebüt von Jan Dalgic im ESVK-Tor und großer Kampfgeist waren die Garanten für drei Punkte der Joker gegen Frankfurt.

Kaufbeuren – Die Hoffnung auf einen sportlich erfolgreichen Lauf keimte nach den beiden Siegen vor der Deutschlandcup-Pause beim ESVK auf. Dazu lichtete sich noch das Lazarett und Jere Laaksonen und Jonas Wolter waren zurück im Kader. Gute Voraussetzungen also.

Alle Spielpaarungen am vergangenen Freitagspieltag endeten mit nur einem Tor Unterschied, zwei davon erst in Overtime, nur die Kaufbeurer Joker wurden beim Derby in Bad Tölz mit einer deftigen 8:2-Packung abserviert.Doch die Joker kamen zurück, die Heimpartie am Sonntag gegen die Löwen aus Frankfurt endete mit einem 3:1-Sieg vor 2449 Zuschauern.

Dadurch behält der ESVK in der DEL2 den Rang zehn mit 20 Punkten.

Debakel in Tölz

Revanche wollten die Joker für die Heimniederlage im September gegen die Tölzer Löwen nehmen. Aber der Gastgeber dominierte eindeutig das Match und kam am Ende auch zu einem in dieser Höhe verdienten klaren 8:2-Erfolg.

ESVK-Trainer Andreas Brockmann konnte erstmals in dieser Punkterunde Mittelstürmer Jere Laaksonen einsetzen. Es fehlten aber Branden Gracel, Joey Lewis, Philipp de Paly, der erkrankte Mike Mieszkowski und Verteidiger Leon Kittel.

Die erste gute Chance in diesem Match hatte Sami Blom­qvist gleich zu Beginn, er scheiterte aber am Tölzer Torhüter Sinisa Martinovic. Die Gastgeber nahmen von Beginn an das Match in ihre Hand und kamen zu zahlreichen hochkarätigen Chancen. Es war nur ESVK-Torhüter Stefan Vajs zu verdanken, dass die Joker nicht schon nach dem ersten Drittel aussichtslos hinten lagen und so ging es mit nur einem 1:0-Rückstand in die erste Pause.

Im zweiten Drittel hielten die Joker bis zur Hälfte mit. Zweimal konnte Max Lukes jeweils den Ausgleich erzielen. Nach dem 2:2 zogen die Löwen mit drei weiteren Treffern davon. Im letzten Drittel machte dann der gesundheitliche angeschlagene Vajs seinen Platz für Michael Güßbacher im Tor frei. Dieser bot eine gute Leistung, konnte aber drei weitere Gegentore nicht verhindern, da von Abwehrarbeit seiner Vorderleute nicht die Rede sein konnte. Wenn Verteidiger in der Nähe des eigenen Tores waren, standen sie meistens viel zu weit von den gegnerischen Stürmern entfernt. Deshalb hatten die Tölzer leichtes Spiel.

„Im ersten Drittel sind wir meistens hinterhergelaufen und nur Stefan Vajs hat uns im Spiel gehalten. Im zweiten Drittel haben wir die ersten zehn Minuten bis zum 2:2-Zwischenstand gut mitgespielt, dann brachten uns Strafzeiten ins Hintertreffen. Es ist zur Zeit auch viel Kopfsache, aber wir müssen an uns weiter glauben“, resümierte ESVK-Trainer Brockmann.

Arbeitssieg gegen Frankfurt

Ein hart erkämpfter 3:1-Erfolg gelang dem ESVK dann am Sonntag beim Heimspiel in der erdgas schwaben arena. Die favorisierten Gäste taten sich sehr schwer. Brockmann verzichtete diesmal auf Simon Mayr und Garret Pruden. Für den erkrankten Stefan Vajs stand Jan Dalgic im Tor der Joker. In der Abwehr agierte diesmal Alex Thiel. In der ausgeglichenen Partie fiel trotz Chancen auf beiden Seiten kein Treffer. Erst der dritte Durchgang brachte die sehnlichst erwarteten Treffer. Zuerst brachte Antti Kerälä nach 14 Sekunden im Nachschuss die Joker in Führung. Acht Minuten später fiel das 2:0 durch Alex Thiel in Überzahl. Nur 90 Sekunden später war es wieder Kerälä, der auf 3:0 erhöhte. Jetzt setzten die Frankfurter alles auf eine Karte, doch mehr als der Ehrentreffer zum 3:1-Endstand war nicht mehr drin. Nach Spielschluss feierten die Kaufbeurer Fans nicht nur ihr Team, sondern auch den bärenstarken Torhüter Jan Dalgic.

Freitag zu den Freiburger Wölfen

Kommenden Freitag spielen die Joker beim EHC Freiburg. Momentan sind die Breisgauer auf Rang sechs mit 32 Punkten. Dass die Freiburger bisher so erfolgreich sind, liegt an der Ausgeglichenheit des Kaders und starken Kontingentspielern. Der sportliche Erfolg schlägt sich auch in den Zuschauerzahlen nieder, von 1885 Zuschauern letzte Saison passierten jetzt fast 2500 Zuschauer im Schnitt das Freiburger Stadion. Vergangenes Wochenende mussten sich die Wölfe erst in der Verlängerung mit 3:4 gegen die Heilbronner Falken geschlagen geben. Am Sonntag traten die Freiburger im schwäbischen Derby bei den Bietigheim Steelers an. Die Partie endete mit einem klaren 3:0 Sieg des EHC. Im ersten Aufeinandertreffen Anfang Oktober siegte der ESVK zuhause knapp mit 3:2 Toren.

von Werner Mayr

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

ESVK beendet seine Negativserie mit Siegen gegen Bad Tölz und Kassel
Kaufbeuren
ESVK beendet seine Negativserie mit Siegen gegen Bad Tölz und Kassel
ESVK beendet seine Negativserie mit Siegen gegen Bad Tölz und Kassel
Stadt zeigt viel Herz für den Sport
Kaufbeuren
Stadt zeigt viel Herz für den Sport
Stadt zeigt viel Herz für den Sport
Virtueller Bezirkstag der Judokas: Dieter Zimmermann und David Karle wieder in Ämtern bestätigt
Kaufbeuren
Virtueller Bezirkstag der Judokas: Dieter Zimmermann und David Karle wieder in Ämtern bestätigt
Virtueller Bezirkstag der Judokas: Dieter Zimmermann und David Karle wieder in Ämtern bestätigt
Alle Register gezogen
Kaufbeuren
Alle Register gezogen
Alle Register gezogen

Kommentare