Vier Punkte am Wochenende

ESVK bezwingt Tabellenführer

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Die Kaufbeurer Joker schlagen die Kassel Huskies mit 3:2.

Kaufbeuren – Vier Punkte erspielten sich die Kaufbeurer Joker am Wochenende. Nach dem sie am Freitag in Crimmitschau nach einer 0:2-Führung doch noch mit 4:3 nach Penaltyschießen unterlagen, hatten die Kaufbeurer im Sonntagsheimspiel gegen den Tabellenführer aus Kassel mit 3:2 Toren wieder ein Erfolgserlebnis.

Verteidiger ausgeliehen

Bis zum 12. Januar spielt der derzeit nicht mehr berücksichtigte Verteidiger Simon Mayr beim SC Riessersee und hilft damit dem zurzeit durch Verletzungen gebeutelten Oberligisten.

Punkte in Crimmitschau verschenkt

Fast zwei Drittel lang dominierten die Kaufbeurer das Spiel in Crimmitschau. Die Gastgeber liefen meistens dem Puck hinterher, so sah es auch ETC-Trainer Dany Naud nach dem Spiel. Die Joker traten in der gleichen Besetzung wie schon letztes Wochenende an. Das Tor hütete Jan Dalgic. Schon die erste Nachlässigkeit im Aufbauspiel der Eis­piraten durchkreuzte ESVK-Verteidiger Alex Thiel, als er sich die Scheibe erkämpfte, die gegnerische Abwehr durchstieß und treffsicher das erste Tor für den ESVK erzielte.

Das war auch der einzige Treffer im ersten Drittel. Zu Beginn der nächsten 20 Minuten hatten wieder die Joker mehr vom Spiel. Als sie dann nach 30 Minuten eine Überzahl hatten, nutzte dies Max Schmidle im Nachschuss aus, nachdem Eispiratentorhüter Michael Bitzer nach zweimaligem Schuss von Jere Laaksonen jeweils abprallen ließ. Vier Minuten vor Drittelende bekamen die Joker doch noch den Gegentreffer.

Dies machte den Gastgeber wieder stärker. Als gleich zu Beginn der dritten Drittels die Eispiraten nach einem Bullygewinn dann direkt den Puck vorbei an Jokertorhüter Dalgic zum 2:2-Ausgleich hämmerten, war es mit der Dominanz des ESVK endgültig vorbei, denn nur eine Minute später trafen die Westsachsen zur erstmaligen Führung. Zwar traf ESVK-Top­scorer Sami Blomqvist in Überzahl acht Minuten vor dem Ende zum 3:3-Ausgleich, doch blieb es vor 1581 Zuschauern bei diesem Spielstand, selbst in der fünfminütigen Verlängerung fiel kein Treffer. Den 4:3-Endstand für die Eispiraten besorgte im Penaltyschiessen Mitch Wahl, nachdem für den ESVK Blomqvist und auch Wörle verschossen hatten.

„Wir haben die ersten 35 Minuten wirklich hervorragend gespielt, waren bis dahin verdient mit 0:2 in Führung und haben es dann versäumt, den dritten Treffer nachzulegen. Anschließend haben wir durch die vermehrten Strafzeiten den Gastgeber wieder ins Spiel gebracht. Es ist leider bis zum ersten Gegentor zu wenig herausgekommen und danach drehte sich das Spiel. Das Penaltyschießen ist immer eine Glückssache“, resümierte ESVK-Trainer Andreas Brockmann.

Arbeitssieg gegen Kassel

2221 Zuschauer sahen in der erdgas schwaben arena ein spannendes Match gegen den Tabellenführer. Die Joker gingen von Anfang an hohes Tempo und boten dem Tabellenführer Paroli.

Durch die häufigen Strafzeiten gegen die Huskies bot sich für den ESVK öfters eine Powerplaymöglichkeit. Alex Thiel nutze die zweite Strafe gegen die Huskies aus, indem er mit der Rückhand die Führung für die Joker klarmachte. Danach hatten die Gäste eine dicke Chance auf den Ausgleich. Doch der Pfosten war Endstation. Nach fünfzehn Minuten fiel das 2:0 für die Joker in Überzahl. Nachdem Kassels Torhüter Kuhn einen Schuss von Antti Kerälä nicht festhalten konnte, traf Sami Blomqvist im Nachschuss zum 2:0.

Im zweiten Drittel warfen die Gäste noch einmal alles nach vorn und erarbeiteten sich gute Chancen. Doch ein tapfer kämpfendes ESVK-Team mit dem sicheren Torhüter Jan Dalgic ließen keinen Gegentreffer zu.

Dafür dauerte es nur ganze sieben Sekunden zu Beginn des letzten Drittels, ehe die Huskies den Anschlusstreffer erzielten, welche dann in der Folge auf das nächste Tor drängten. Doch immer wieder brachten sie Strafzeiten aus dem Rhythmus und als nach 53 Minuten Joey Lewis auf Zuspiel von Branden Gracel das 3:1 erzielte, waren die Fans wieder etwas beruhigt. Das zweite Gegentor in der letzten Spielminute hatte keine Auswirkung mehr.

Freitag zu den Lausitzer Füchsen

Eine weite Fahrt steht für den ESVK am Freitag an, wenn es bis in die Lausitz gegen den Tabellennachbarn, die Lausitzer Füchse geht. Gibt es eine Revanche für die im Heimspiel erlittene 1:3-Niederlage?

von Werner Mayr

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