Starkes letztes Drittel

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Die Reihe mit Schäffler (#26), Oppolzer und Thomas (#17) gegen Freiburg war sehr stark.

Kaufbeuren – Wenig Freude bei den ersten Spielen des ESVK im neuen Jahr! Am Mittwoch vergangener Woche verloren die Brockmann-Schützlinge in dessen Heimat mit 3:2 Toren nach Verlängerung. Beim nächsten Auswärtsmatch am Freitag gab es in Kassel bei den Huskies mit 2:1 die nächste Niederlage. Auch im Heimspiel am Sonntag gegen die Freiburger Wölfe war lange Zeit eine Torflaute angesagt, erst in den letzten 17 Minuten fielen die Tore und da trafen die Joker gegen nun resignierenden Freiburger noch fünfmal.

Durch die insgesamt vier Punkte in der vergangenen Woche hat der ESVK Rang Acht in der DEL2 mit jetzt 52 Punkten gehalten. Dicht dahinter sind die Heilbronner Falken.

Fan-Invasion in Bad Tölz

Ursprünglich hatten die Verantwortlichen im Isarwinkel im Vorfeld mit etwa 2000 Zuschauern gerechnet. Offiziell waren es dann doch stattliche 2710 Besucher, dank der reisefreudigen ESVK-Fans. Leider mussten die Kaufbeurer dann am Ende mit nur einem Punkt die Heimreise antreten. Spielerisch klar überlegen, doch der direkte Zug zum Tor fehlte. Dabei lief es gut an, denn nach nur sechs Minuten nahm Daniel Oppolzer ein Zuspiel direkt an und erzielte mit einem sehenswerten Treffer die Jokerführung. Doch relativ kurz darauf fiel der Ausgleich nach einem kuriosen Treffer, als der Puck unkontrolliert von der Bande zurück sprang. Nach einem torlosen zweiten Drittel drückten die Kaufbeurer wieder mehr, doch die Gastgeber trafen nach 46 Minuten zur erstmaligen Führung. Sieben Minuten vor Ende dann der überfällige Ausgleichs­treffer der Joker zum 2:2. Jetzt drängten die Kaufbeurer und schnürten die Gastgeber regelrecht in ihrer Verteidigungszone ein. Doch der Siegtreffer wollte trotz insgesamt dreier Pfosten- und Lattenschüsse einfach nicht fallen und in der Verlängerung hatten die Tölzer dann mit dem 3:2-Siegtreffer das Glück auf ihrer Seite.

Ärgerliche Niederlage in Kassel

Defensiv gut dagegen gehalten und am Ende standen die Joker bei der 2:1-Niederlage doch mit leeren Händen da. Die erste gute Chance gegen Kassel hatte Laaksonen in der Anfangsminute, scheiterte aber an Torhüter Keller. Erfolgreicher war Laaksonen dann in der siebten Minute, als er im Überzahlspiel zum 0:1 traf. Kurz darauf der Ausgleich der Huskies. Dann blieb das Match länger ohne Höhepunkte. In der 33. Minute das 1:2 für den ESVK, doch die HSR gaben nach Sichtung des Videobeweises diesen Treffer wegen Hohen Stockes nicht. So blieb es, bedingt durch kuriose Schiedsrichterentscheidungen, beim 1:1 und es sah schon nach Overtime aus, da sicherten sich die Huskies 20 Sekunden vor Schluss mit ihrem Treffer den Drei-Punkte-Sieg.

Durchbruch im letzten Drittel

Lange Zeit erinnerte das Match gegen die Freiburger an das Auftaktspiel in der „erdgas schwaben arena“ Anfang Oktober. Da blieb das Match auch lange torlos, ehe Kiefersauer den 1:0-Sieg sicherstellte. Am Sonntag taten sich die Kaufbeu­rer vor 2522 Zuschauern auch sehr schwer. Zwar erspielten sie klare Feldvorteile (40 zu 28 Torschüsse), doch die Torausbeute war nicht vorhanden. Selbst ein fünfminütiges Überzahlspiel der Joker nach dem Foul an dem stark auftretenden Steven Billich brachte keine großen Torgelegenheiten. Es dauerte bis zur 43. Minute, als der überragende „Spieler des Abends“ Charlie Sarault den Torreigen eröffnete. Danach trafen Pfaffengut, Oppolzer, Laaksonen und nochmals Sarault zum 5:0-Endstand. Sehr stark bei diesem Match war die Reihe mit Schäffler, Oppolzer und Thomas. Neuzugang Jarkko Immonen fiel dagegen nicht auf.

ESVK am Freitag nach Frankfurt

Zum aktuellen Tabellendritten in Frankfurt führt das nächste Match die Joker. Gute Erinnerungen haben die Kaufbeurer noch an das erste Spiel in der Hessenmetropole. Damals vor drei Monaten siegten die favorisierten Löwen erst nach Verlängerung knapp mit 5:4 Toren. Auch das Spiel in Kaufbeuren Anfang Dezember endete nach 60 spannenden Minuten knapp mit 1:2, aber zugunsten der Frankfurter. Zuletzt verloren die Löwen beim SC Riessersee mit 6:3 Toren.

von Werner Mayr

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