Niederlagenserie der Joker hält an

Kaufbeuren – Seit fünf Spieltagen gelang es dem ESVK in der DEL2 nicht mehr, auch nur einen einzigen Punkt auf dem Eis zu erkämpfen. Um die Feiertage erlebt auch die ESVK immer einen kleinen Zuschauerboom. So strömten gegen Kassel 2600 und gegen Weißwasser 2035 Zuschauer in die alte Eishalle am Berliner Platz. Doch die sportliche Talfahrt hält an.

Am Dienstagabend kamen beim Heimspiel gegen die Frankfurter Löwen nur noch 1492 Zuschauer an den Berliner Platz. Gerade bei gut frequentierten Spielen wurde die sonst so gewohnte Leistungsstärke der Joker nicht an den Tag gelegt und so werden die doch vielen Gelegenheitszuschauer wieder vergrault. Nach der neuerlichen 3:6-Heimniederlage gegen die Frankfurter Löwen bleiben die Joker zwar noch auf Rang Zehn, doch der Vorsprung der Joker auf den Tabellenelften aus Crimmitschau schmolz auf nur noch fünf Punkte zusammen. 

Am Dienstag kam mit den Frankfurter Löwen zwar ein namhaft besetztes Team mit großem Finanzetat nach Kaufbeuren, doch die Leistungskurve der Hessen ist ebenso auf Talfahrt. Die letzten fünf Auswärtspartien verloren sie allesamt und zuhause gab es gegen Bietigheim und Weißwasser Niederlagen. 

Im Angriff der Joker vermisst man sehr den verletzten Daniel Oppolzer und auch Michael Fröhlich, für den diese Saison nach seiner Operation beendet ist. In der Abwehr fehlte nach seiner Sperre auch Simon Schütz. Trotz der Ausfälle wären vier Sturmreihen möglich gewesen, aber Trainer Mike Muller probierte es meist mit nur drei Reihen, wobei die vierte Reihe bei ihren wenigen Einsätzen durchaus Akzente setzte. 

Nach nur 18 Sekunden kamen die Kaufbeurer in den Genuss einer Überzahlsituation. Doch ein nachlässiger Puckverlust an der gegnerischen Blauen Linie ermöglichte dem Gegner einen Konter, der gleich zum erstmaligen Rückstand führte. Kurz darauf folgten zwei Strafen gegen die Joker, das nutzten die Löwen postwendend zum 0:2. 

Die beiden ESVK-Abwehrspieler Fabio Wagner und Lee Baldwin stellten mit ihren Treffern noch vor der ersten Pause den Gleichstand her. Im zweiten Drittel zogen dann die doch dominierende Gäste innerhalb von knapp sieben Minuten auf 2:5 davon. Ein bisschen Hoffnung keimte sieben Minuten vor Ende auf, als Verteidiger Lee Baldwin mit seinem zweiten Tor verkürzte. Kurz danach noch einmal Überzahlspiel für die Joker, doch ohne Torerfolg. Die Löwen erhöhten sogar zum 3:6-Endstand. 

Der ESVK-Coach nach dem Spiel: „Meine Mannschaft hat sich gegenüber den letzten Spielen verbessert gezeigt. Darauf müssen wir jetzt weiter aufbauen. Frankfurt hat seine Chancen eiskalt genutzt, spielte effektiver und hat somit verdient gewonnen.“ 

Am Sonntag kommt Bietigheim 

Wieder ein harter Brocken für die Joker! Mit dem amtierenden Zweitligameister der letzten Spielzeit kommt der aktuelle Tabellenzweite aus Bietigheim am Sonntag nach Kaufbeuren. Spielbeginn ist um 17 Uhr. Die Steelers sind mächtig in Fahrt, ihre letzten neun Spiele gewannen sie allesamt. Die Joker verloren dort einmal und auch das Heimspiel ging mit 2:3 nach Verlängerung an die Schwaben.

von Werner Mayr

Auch interessant

Meistgelesen

ESVK bezwingt Vizemeister
ESVK bezwingt Vizemeister
Zwei Siege
Zwei Siege
Überglücklich und stolz
Überglücklich und stolz
Zu wenig getan
Zu wenig getan

Kommentare