Zweimal zuhause gepunktet

Joker fahren zwei Siege ein

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Der ESVK hatte am vergangenen Wochenende mit zwei Siegen allen Grund zum Jubeln und ist nach zwölf Spielen mit 17 Punkten derzeit auf Tabellenplatz 9.

Kaubeuren – Zum dritten Mal in Folge war der ESV Kaufbeuren am Freitagabend in der heimischen Sparkassenarena nicht zu schlagen. Beim 3:2 gegen den EC Bad Nauheim bedurfte es zwar einer Verlängerung, aber am Ende feierten die Kaufbeurer unter den 1423 Zuschauern einmal mehr ihr Team. Am Sonntag begeisterte der ESVK 1.616 Zuschauer beim 8:2-Heimsieg über die Ravensburger.

Beide Mannschaften starteten eher zurückhaltend in die Freitagsbegegnung und waren darauf bedacht, keine Fehler zu begehen. Die größte Chance für die Rot-Gelben hatte Josh Burnell in der 8. Minute, wurde jedoch im letzten Moment von einem Bad Nauheimer entscheidend gestört. 

Im Mitteldrittel erwischte der ESVK den besseren Start, denn schon nach 28 Sekunden erzielte Chris St. Jacques den ersten Treffer der Begegnung. Wenige Augenblicke später hatte Michael Fröhlich sogar das 2:0 auf dem Schläger, verfehlte das Tor aber um wenige Zentimeter. In der 26. Minute wurde Frosch perfekt von Dineen in Szene gesetzt, konnte allein auf Stefan Vajs zulaufen und diesen zum Ausgleich überwinden. 

Und während beim Kaufbeurer Powerplay derzeit noch relativ viel Luft nach oben ist, klappt es immerhin in numerische Unterzahl: in der 39. Spielminute nutzte Burnell auf der rechten Seite seinen Gegenspieler als Sichtschutz und brachte den ESVK erneut in Führung. Doch die Freude auf den Rängen währte noch kurz, denn noch im selben Powerplay erzielte Keussen mit einem Schlagschuss in der 40. Minute den Ausgleich. 

Der Schlussabschnitt verlief torlos. In den letzten 10 Minuten waren die Kaufbeurer wieder die aktivere Mannschaft und kamen zu guten Möglichkeiten. Die beste Gelegenheit auf den Siegtreffer hatte der ESVK – in der Schlussminute konnten jedoch weder der konternde Josh Burnell noch der nachsetzende Lee Baldwin die Scheibe im Tor unterbringen. 

In der Verlängerung gaben die Allgäuer den Ton an und erzielten in der 64. Minute das 3:2. Nachdem die Scheibe schon fast verloren schien, aber von Oppolzer nochmal vor das gegnerische Tor gebracht werden konnte, lauerte Chris St. Jacques mutterseelenallein vor Rämö, verzögerte geschickt und konnte zum vielumjubelten Siegtreffer einnetzen. 

ESVK-Coach Mike Muller sah ein offenes Spiel, das im zweiten Drittel phasenweise zu offen gewesen sei: „Die Mannschaft hat Teamgeist und Leidenschaft gezeigt und ein gutes Spiel gemacht. Der Sieg war sehr wichtig für die Mannschaft, aber auch für einzelne Spieler. Es war ein verdienter Sieg für uns heute”. 

Towerstars überrollt 

Nach exakt 30 Sekunden durften die heimischen Fans am Sonntag das erste Mal jubeln. Daniel Menge brachte die Scheibe über links ins Drittel und spielte quer zu Max Schmidle. Der ließ Matthias Nemec aussteigen und erzielte das 1:0. Die Heimmannschaft drückte weiter vehement darauf, die Führung auszubauen. Zwei Mal trudelte der Puck quer zur Torlinie, doch die Gäste konnten diese Situationen jeweils in letzter Sekunde entschärfen. In der 14. Minute dann das 2:0 für die Joker. Schmidle spielte Menge im Slot frei und der erhöhte die Führung. 

Das zweite Drittel begann ebenfalls mit einem schnellen Tor, diesmal aber für die Gäste. Die Wertachstädter waren in Überzahl, konnten sich aber nicht im Drittel des Gegners festsetzen. Schlimmer noch, Tousignant konnte einen Aufbaupass abfangen und Brandon MacLean zögerte nicht lange und zog sofort ab. Stefan Vajs war chancenlos. Als in der 30. Minute wiederum MacLean seine Farben in Überzahl zum Ausgleich schoss, drohte das Spiel zu kippen. 

Coach Muller brachte nach dem Ausgleich zum wiederholten Male die vierte Reihe. Diese konnte in der nächsten Eiszeit drei schöne Checks setzen, unter anderem ein Open Ice Hit von Wayne Lucas. Dann konnte Michael Baindl unter starkem Druck im eigenen Drittel die Scheibe erkämpfen und mit etwas Glück zu Josh Burnell durchstecken. Dieser erzielte wiederum die Führung für die Rot-Gelben. Gute zwei Minuten später holte sich Chris St. Jacques im eigenen Drittel die Scheibe und führte sie ins gegnerische Drittel. Dort bediente er Daniel Menge mustergültig, der zum 4:2 abschloss. Bei diesem Spielstand blieb es bis zum Drittelende. 

Im letzten Abschnitt waren es wieder die heimischen Cracks, die das Spielgeschehen dominierten. Nun kam auch die dritte Reihe zu ihrem ersten Torerfolg des Spiels. Max Lukes bekam hinter dem Tor die Scheibe und spielte zum heranstürmenden Daniel Oppolzer, der Nemec mit einem Direktschuss in den Winkel bezwingen konnte. 

Weiterhin ging es fast nur in eine Richtung. St. Jacques gewann das Bully und Jannik Woidtke zog direkt ab und es leuchtete das 6:2 auf der Anzeigetafel. Die Joker spielten sich nun förmlich in einen Rausch und es fiel das lange ersehnte Powerplaytor. Matthias Bergmann schoss von der blauen Linie, Nemec konnte zur Seite klären, wo Daniel Menge die Scheibe nur noch ins leere Tor schieben musste. 

Den Schlusspunkt im nun endgültig einseitigen Spiel setzte Max Lukes. Er belohnte sich mit seinem ersten Tor im Profibereich. Ein auch in dieser Höhe völlig verdienter Sieg des sehr kompakt spielenden Kaufbeurer Teams, bei dem keine Reihe abfiel. 

In der anschließenden Pressekonferenz sprach Gästetrainer Danny Naud von einem kollektiven Versagen seines Teams in dem einzig Matthias Nemec – und das trotz der acht Gegentore – in Normalform schien. 

ESVK-Coach Mike Muller äußerte sich auf der Pressekonferenz wie folgt: „Die Moral in meiner Mannschaft stimmt. Was vor allem die Szene, als die vierte Reihe mit der Eiszeit nach dem 2:2 den Umschwung wieder einleitete, belegt. Des Weiteren bin ich mit 55 Minuten des Spiels sehr zufrieden, einzig den Beginn des zweiten Drittels haben wir etwas verschlafen."

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