Towerstars fordern die Joker

ESVK erzielt knappen Heimsieg gegen Ravensburg – Sonntagsgegner Bayreuth wird ebenfalls geschlagen

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Das Derby gegen die Towerstars aus Ravensburg ging knapp aus. Die Gäste erreichten zur Halbzeit einen Ausgleich. Die Partie entschied sich erst in Minute 52 für den ESVK.

Kaufbeuren – Das Wochenende begann für die Kaufbeurer Joker optimal. Vor ausverkauftem Hause konnten sie einen knappen 3:2-Heimsieg über die Towerstars aus Ravensburg feiern. Beim Sonntagsgegner in Bayreuth war es ebenfalls ein hartes Stück Arbeit, ehe der 6:7-Sieg, allerdings nach einer 0:5-Führung der Joker, am Schluss nach Penaltyschießen feststand.

Der erfreuliche Blick mit der Momentaufnahme beschert dem ESVK nach 39 Spieltagen nun Rang fünf mit 62 Punkten.

In dem spannungsgeladenen Derby ging es gleich von der ersten Minute an mit viel Tempo auf beiden Seiten zur Sache. ESVK-Trainer Andreas Brockmann, dem außer dem Langzeitverletzten Philipp de Paly nur noch der erkrankte Valentin Gschmeißner fehlte, konnte so seinen kompletten Kader aufbieten.

Es ergaben sich von Beginn auf beiden Seiten gute Chancen, die Joker hatten sogar diesbezüglich mehr davon. In der fünften Minute dann eine Druckphase des ESVK, die Towerstars brachten die Scheibe nicht von ihrem Gehäuse weg und Jokerstürmer Jere Laaksonen setzte nach und traf zum 1:0.

Die Halle tobte und noch im gleichen Wechsel folgte der nächste Angriff der Kaufbeurer, Calvin Pokorny scheiterte noch mit seinem Schuss an Gästetorsteher Olfr Schmidt, doch den Abpraller netzte wiederum der einschußbereite Jere Laaksonen zum 2:0 ein. Dies war nur 18 Sekunden nach seinem Führungstreffer. Gleich darauf gab es die erste Strafe gegen den ESVK. Die Towerstars ließen sich nicht lange bitten und erzielten in Überzahl den Anschlusstreffer. Mit diesem Spielstand ging es in die erste Pause.

Vajs lässt die Gegner scheitern

Das zweite Drittel wirkte anfangs etwas zerfahren, der Spielfluss geriet ins Stocken. In einer zweiminütigen Überzahlphase gelang es den Kaufbeurern nicht, sich im Angriffsdrittel der Gäste festzuspielen. Dagegen hielt Torhüter Stefan Vajs die Joker in Führung, als Gästestürmer Driendl allein vor ihm auftauchte. Kurz darauf hatten die Joker eine Riesenchance, als sie in Unterzahl einen Konter fuhren und Branden Gracel mit seinem Schuss am Pfosten scheiterte. Die Gäste schienen aber jetzt mehr und mehr die Oberhand zu bekommen, scheiterten jedoch immer wieder an Stefan Vajs.

In der 45. Minute trafen die Ravensburger dann doch zum Ausgleich und es schien, dass sich die Partie drehen würde. Vorausgegangen war ein umstrittenes Foulspiel, doch die Schiedsrichter ließen das Spiel weiterlaufen. Wie bereits in den vergangenen beiden Heimspielen, war Verteidiger Fabian Koziol zur Stelle und traf nach 52 Minuten wieder von der blauen Linie zum 3:2.

Bange Sekunden hatten die Kaufbeurer noch in der Schlussphase zu überstehen, als sie eine Strafzeit wegen Spielverzögerung bekamen, doch das Glück war am Freitag auf Kaufbeurer Seite und so blieb es beim 3:2 Derbysieg. ESVK-Trainer Brockmann sagte dazu: „Es war ein intensives Spiel von beiden Teams. Wir sind frühzeitig mit zwei Toren in Führung gegangen, aber Ravensburg kam gut zurück. Wir hatten noch zwei oder drei Pfostenschüsse. Am Schluss haben wir gut verteidigt und so die drei Punkte gesichert!“

Tigers mit Moral und Kampfgeist

Mit der gleichen Aufstellung wie am Freitag gingen die Joker in Bayreuth an den Start. Auch den Schwung vom vorangegangenen Spiel nahmen sie mit und sicherten sich nach Toren von Laaksonen, Koziol und Antti Kerälä eine sichere Führung zur ersten Pause. Mit dem gleichen Elan ging es anfangs ins zweite Drittel, es trafen wieder Laaksonen und Kerälä zum 0:5, ehe die Gastgeber auf 2:5 verkürzen konnten. Von nun an war der Faden gerissen, es spielten fast nur noch die Gastgeber. Nach dem 5:5-Ausgleich legten die Joker durch Julian Eichinger nochmal vor, doch postwendend wieder der Ausgleich nach schwachem Abwehrverhalten und auch Torhüter Stefan Vajs hatte nicht seinen besten Tag. Nach der torlosen Verlängerung folgten zumindest anhand der verwandelten Penaltys durch Kerälä und Sami Blom­qvist noch zwei glückliche Punkte. Und das nach der anfangs scheinbar sicheren Führung.

Ob es wieder gelingt, Punkte gegen die Heilbronner Falken beim kommenden Spiel am Freitag, 24. Januar, einzufahren, ist die Frage. Zuhause gab es für den ESVK im September eine deftige 2:8-Abfuhr auf eigenem Eis, doch beim Rückspiel Anfang November siegten die Joker mit 3:5 Toren und nahmen erfolgreich Revanche. Das Team von Trainer Alexander Mellitzer verlor die letzten drei Spiele, trotzdem belegen die Falken noch Rang drei mit 69 Punkten.

Werner Mayr

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