Joker spielen am Sonntag in Weißwasser

Gutbesuchter Fan-Stammtisch

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Kapitän Daniel Menge: Die Fans schätzen seinen Einsatz.

Kaufbeuren – Vergangenen Mittwoch hat die ESVK-Führung alle Anhänger des Zweitbundesligisten ESV Kaufbeuren zum ersten Fan-Stammtisch in der Stadiongaststätte „Zum Puck“ eingeladen.

Vom Verein stellten sich Vorstand Andreas Settele, sein Kollege Thomas Schmidt, Pressesprecher Philippe Bader, ESVK-Trainer Uli Egen, Manager Dieter Hegen und der Kapitän der Joker, Daniel Menge, den Fragen der Fans. 

Großes Interesse warf natürlich die aktuelle Verletztensituation im Team auf, doch konnte Uli Egen keine Wunderdinge verkünden. So hat Torhüter Stefan Vajs bis jetzt noch nicht trainiert, die beiden erst kürzlich mit Gehirnerschütterung ausgefallenen Spieler Gregor Stein und Florian Thomas brauchen sicherlich noch einige Zeit zum auskurieren. Stürmer Michael Fröhlich will es nächste Woche auf dem Eis probieren. 

Kurze Trainingseinheiten hatten dagegen schon Roland Mayr und Tim Richter absolviert, aber ob sie schon in den Spielbetrieb einsteigen können, bleibe dahingestellt. Wenigstens ist mit dem erfahrenen Rückkehrer Michael Kreitl die Center-Position gut besetzt. Da sich beim Kooperationsklub Straubing Tigers die Ausfallliste gelehrt hat und nun dort nominell 14 Stürmer einsatzfähig sind, stehen die Chancen gut, dass die beiden jungen Stefan Loibl und Manuel Wiederer für den ESVK auflaufen. Doch die Entscheidung darüber fiel kurzfristig am Donnerstag (nach Redaktionsschluss). 

Genauso verhält es sich mit dem Einsatz von Torhüter Dustin Strahlmeier. Auf die Frage nach dem Stand der Verletzung von Kontingentstürmer Matt Marquardt konnte Entwarnung gegeben werden, der Kanadier sollte wieder schmerzfrei auf Torejagd gehen können. 

Eine Personalie sorgt momentan für Unmut. Der junge Stürmer Lukas Gohlke möchte seinen Vertrag beim ESVK auflösen und sich dem EV Füssen anschließen. Doch Dieter Hegen stellte klar, dass in der jetzigen engen Personalsituation beim ESVK keine Freigabe möglich sei. Vorstand Andreas Settele verwies noch einmal auf den engen finanziellen Rahmen beim Klub und auf den vor der Saison erstellten Finanzplan. Jede größere finanzielle Investition müsste dann sogar von DEL-Geschäftsführer Tripke und DEL 2-Geschäftsführer Rudorisch abgesegnet werden. 

Egen lobt Einsatz 

Viel Lob hatte dagegen Coach Uli Egen für seine Jungs. Sie würden immer alles geben und bis zum Umfallen kämpfen. Es sei enorm schwierig, mit oft nur zehn Feldspielern ein strukturiertes Training zu absolvieren, oder gar Unter- beziehungsweise Überzahlspiel zu üben. Denn neben den verletzten Akteuren sind etliche Spieler mit Schule oder Ausbildung beschäftigt. Dass die Joker mit den anderen Klubs sportlich mithalten können, beweisen auch die vielen knappen Niederlagen, die hauptsächlich auf nachlassende Kräfte der wenigen, im Dauereinsatz stehenden Akteure zurückzuführen sei. Großen Beifall erntete Kapitän Daniel Menge über seinen unermüdlichen und vorbildhaften Einsatz in jedem Match. 

ESVK Sonntags auswärts 

Ein wichtiges Match ist auch das Auswärtsspiel am Sonntag in Weißwasser. Gegen die dort beheimateten Lausitzer Füchse gab es meistens Duelle auf Augenhöhe, wenngleich sie eine deutlich bessere Bilanz aufweisen können. Mit 26 Punkten aus bisher 16 Spielen belegen sie Rang Sechs, was am Ende der Hauptrunde sogar die direkte Qualifikation für die Meisterschafts- Play-Offs bedeuten würde. Die Füchse hatten unter Trainer Dirk Rohrbach im Oktober einen sehr guten Lauf, wobei sie gleich fünf Spiele in Folge gewannen. Bester Scorer ist der 37-jährige Kanadier Scott King mit 13 Toren und acht Vorlagen. Im Tor ist auf seinen Landsmann Jonathan Boutin Verlass. Schon einmal spielten die Kaufbeurer diese Saison in Weißwasser. Im zweiten Saisonmatch Mitte September behielten die Joker dort mit einem 4:3-Sieg die Oberhand. von Werner Mayr

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