Die "Joker" im Unglück

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Im Memminger Eisstadion empfing der ESVK die Ravensburger Tower Stars. Am Ende mussten sich die Kaufbeurer 1:4 geschlagen geben.

Kaufbeuren – Freitag, der 13. als Unglückstag – nur ein Gerücht? Bei den Spielern und Verantwortlichen des ESVK wäre es kein Wunder, wenn am vergangenen Freitag der Glaube an die Wirkung dieses Tages mächtig gewachsen wäre. Denn nach einer Odyssee aufgrund mehrerer Buspannen liefen auch die Spiele nicht wie gewünscht.

Der Start in die neue Saison der DEL 2 verlief für die Kaufbeurer Joker mit einer Pannenserie. Nach mehreren Pannen des Mannschaftsbusses und der da- durch fast 13 Stunden dauernden Anreise am Freitag an die Nordseeküste hatten die Joker nach 60 Minuten Spielzeit ebenfalls kein Glück und mussten bei der mehr als unglücklichen 5:3-Auftaktniederlage in Bremerhaven die drei Punkte im Norden lassen. 

Zur Hälfte der Spielzeit führten die Gastgeber vor 2.783 Zuschauern schon mit 3:0 Toren, ehe Maury Edwards den Anschlusstreffer erzielte. Zwar konnten die Fischtown Pinguins zu Beginn des letzten Drittels – dazu noch in Unterzahl – die Führung ausbauen, doch der Straubinger Förderlizenzspieler in Diensten des ESVK, Marcel Brandt, konnte mit zwei Treffern die Partie noch einmal spannend machen. Der Versuch der Kaufbeurer mit einem sechsten Feldspieler noch eine Verlängerung zu erreichen, schlug fehl. Statt dessen erzielten die Gastgeber mit einem Schuss ins verwaiste ESVK-Gehäuse den 5:3-Endstand. 

Am Sonntagabend empfingen die Kaufbeurer dann im Memminger Eisstadion die Ravensburger Tower Stars. Diesmal mit Verteidiger Christof Aßner, aber ohne Stürmer Max Schmidle. So richtig nach Geschmack der Jokerfans ging es los. Nach der ersten guten, aber vergebenen Chance nutzte Marcel Brandt die Verwirrung in der Gästeabwehr und traf zur 1:0-Führung nach nur 57 Sekunden. Danach folgten sehenswerte Spielzüge der Kaufbeurer mit gut herausgespielten Chancen, doch die weitere Torausbeute blieb ihnen versagt. 

Sehr gut harmonierte der erneut überragende Marcel Brandt mit Samy Ryhänen und Alexander Thiel. Mit zunehmendem Spielverlauf kamen die Gäste besser ins Spiel und hatten ihrerseits gute Torchancen. Nach 14 Minuten nutzten sie eine Überzahlsituation zum Ausgleich. Nach Chancen und Pfostentreffern auf beiden Seiten gelang im letzten Durchgang den Tower Stars vor immerhin 2.201 Zuschauern die Führung. Beim ESVK machten sich fortan der Kräfteverschleiß deutlich bemerkbar und die Treffer drei und vier zum 1:4-Endstand spiegeln keinesfalls den wahren Spielverlauf wider. 

Freitag nach Crimmitschau 

Das zweite Auswärtsspiel führt die Kaufbeurer Joker nach Crimmitschau. Ziel war und ist für die Westsachsen ebenso wie für die Joker die Teilnahme an den Play-Offs. Dort muss Trainer Fabian Dahlem zwölf Neuzugänge integrieren. Große Hoffnungen setzten sie auf ihren neuen Torhüter Peter Holmgren, der von den in Konkurs gegangenen Hannover Indians dazu stieß. Ebenso sollen gleich fünf Neuzugänge in der Verteidigung die Schwachstelle der letzten Spielzeit ausmerzen. Die Eispiraten starteten darüber hinaus furios in die neue Saison. Nach einem 4:1-Auswärtssieg in Bietigheim bezwangen sie zuhause den SC Riessersee mit 4:3 Toren. von Werner Mayr

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