Planung in eine ungewisse Zukunft

ESVK-Geschäftsführer Michael Kreitl spricht über eine Saisonplanung mit vielen Fragenzeichen

Michael Kreitl ESVK
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ESVK-Geschäftsführer Michael Kreitl blickt in eine ungewisse Zukunft.

Kaufbeuren – Eine außergewöhnliche Spielzeit im Eishockey steuert auf die abschließende Play-Off-Runde zu. Während für die Spieler die Qualifikation dazu und der bevorstehende K.o.-Modus der Höhepunkt jeder Saison sind, laufen hinter den Kulissen normalerweise schon längst die Planungen für die neue Spielzeit. Der Kreisbote sprach darüber mit Geschäftsführer Michael Kreitl und die Schwierigkeiten einer seriösen Saisonplanung, solange die Corona-Pandemie die Welt weiter in Atem hält.

Der ESVK hat nach einem schwierigen Start nun seit Anfang Februar die gewünschte Form erreicht und ist wenige Spieltage vor Ende der Hauptrunde auf Play-Off-Kurs. Wären diese zusätzlichen Spiele ohne Zuschauer für den Verein eher Fluch statt Segen?

Kreitl: Sportlich ist das immer gut. Wirtschaftlich ist es schwierig, da wir in den Play-Offs kein Geld verdienen können, aber wenn die Jungs sich das sportlich verdienen, sind wir natürlich auch happy.

Wie wichtig ist ein positives Abschneiden auch als Signal für die Sponsoren?

Kreitl: Es ist immer gut, sportlich erfolgreich zu sein, als wenn man die ganze Saison abgeschlagen am Ende der Tabelle steht.

Gibt es dazu schon Gespräche für die Zukunft und wie versucht der Verein selbst in Zeiten von Personenbeschränkungen, Kontakt zu seinen Gönnern zu halten?

Kreitl: Es gibt natürlich Kontakte über die verschiedenen Kanäle und man führt auch persönliche Gespräche, denn wir müssen ja auch für die neue Saison planen. Mit dem einen mehr, mit dem anderen vielleicht etwas weniger. Jedoch hängt dies auch davon ab, wie die jeweiligen Betriebe auch Geschäftstermine während der Corona Pandemie zulassen.

Kann man in dieser unsicheren Zeit überhaupt schon Gespräche mit Spielern über eine weitere Zusammenarbeit führen?

Kreitl: Natürlich müssen wir das machen, es muss ja auch sportlich weitergehen. Aber wir stochern praktisch seit einem Jahr im Nebel, denn wir bekommen von der Politik keine vernünftige Aussage. Ich kann nur hoffen, dass sich die Situation durch die Impfungen bis September deutlich verbessert und wir auch wieder mit Zuschauern spielen und planen können.

Welche Spieler haben noch einen Vertrag für die nächste Saison?

Kreitl: Stefan Vajs, Joey Lewis, Phillip Krauß, Markus Schweiger, Tobias Echtler und Max Oswald. Mit den anderen Jungs bin ich natürlich auch schon in Gesprächen, da muss man mal abwarten, wie sich das weiterentwickelt.

Ein ganz wichtiger Baustein dazu ist die Personalie des Trainers. Gibt es dazu schon Tendenzen.

Kreitl: Klar habe ich auch mit ihm die ersten Gespräche geführt und wir haben unsere jeweiligen Vorstellungen ausgetauscht. Wir werden Peu-a-Peu sehen, wohin sich das entwickelt.

Für die Fans und bis auf wenige Personen im Verein ist Rob Pallin verbunden durch die strengen Corona-Regeln der große Unbekannte, den man bislang nur durch die Pressekonferenzen kannte. Welche persönlichen Eindrücke konnten Sie nach einem halben Jahr der Zusammenarbeit über den Mensch Rob Pallin gewinnen?

Kreitl: Rob ist ein sehr angenehmer Mensch und wir verfolgen die gleiche Philosophie. Er wusste, dass wir auf die zahlreichen Ausfälle nicht reagieren können und er hat das auch so akzeptiert. Da sind wir auf einer Wellenlänge. Insgesamt ist er ein sehr sympathischer und positiver Typ und das ist das, was ich mir erwünscht habe. Es ist natürlich auch schade, dass die Fans zu ihm keine persönliche Beziehung aufbauen können, wenn keine Zuschauer ins Stadion dürfen. Das gleiche gilt auch für Tyler Spurgeon und John Lammers.

Die nächsten Aufgaben für den ESVK

Beginnend mit der Auswärtspartie vom Freitag in Frankfurt stehen für den ESV Kaufbeuren in der Hauptrunde noch sieben Pflichtspiele auf dem Programm. Das nächste Heimspiel findet dann bereits am Sonntag um 17 Uhr gegen den EC Bad Nauheim statt. Während der Woche wurde bekannt, dass sich neben Jan Bednar mit Sören Sturm ein weiterer Verteidiger verletzt hat. Der Verein sprach bisher von einer ernsteren Verletzung, ohne eine genaue Ausfallzeit zu nennen.

von Thomas Schreiber

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