Wenig zugelassen

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Branden Gracel schoss das erste Tor des Abends.

Kaufbeuren – Vor 2600 Besuchern gewann der ESVK verdient sein letztes Heimspiel im Jahr 2016 gegen Garmisch und liegt auf Platz 8.

Zu Beginn musste Branden Gracel die Position als Mittelstürmer in den Starting Six von Jere Laaksonen übernehmen, da dieser auf dem Weg zum Eis eine Kufe seines Schlittschuhs verlor. Diese musste in der Kabine wieder fixiert werden und nach fünf Minuten war der Goldhelm der Joker dann mit von der Partie. Danach kam der ESVK gut ins Spiel und konnte die Gäste aus dem Oberland mit tiefem Forechecking oft beim Spielaufbau stören und sich selbst gute Chancen erarbeiten. In der neunten Spielminute münzten die Gastgeber ihr spielerisches Übergewicht in eine verdiente Führung um. Nach einem feinen Querpass von Simon Schütz zog Branden Gracel direkt ab und verwandelte gegen die Bewegung von Torhüter Sharipov. Die Gastgeber hatten noch Gelegenheiten, um die Führung auszubauen und der SC Riessersee war seinerseits stets im Konter gefährlich, aber das Ergebnis hatte bis zum Drittelende Bestand.

In das zweite Drittel starteten die Werdenfelser besser und mit viel Schwung. Die Mannen von Trainer Andreas Brockmann bekamen die Partie aber nach wenigen Minuten wieder in den Griff. Die Spielminuten 33 und 34 verliefen dann für die Kaufbeurer in doppelter Hinsicht negativ. Zunächst verletzte sich Sami Blomqvist durch einen von Schiedsrichter ungeahndeten hohen Stock von Michael Rimbeck im Gesicht und fiel bis zum Ende des zweiten Spielabschnitts aus. Danach mussten die Wertachstädter in eigener Überzahl den Ausgleich durch Andreas Driendl hinnehmen. Bei dessen Schuss ins lange Eck war Torhüter Stefan Vajs machtlos. In der Folge kam der SC Riessersee besser ins Spiel und die Joker hatten weniger Zugriff auf die Gäste. Mit dem Spielstand von 1:1 ging es in die zweite Drittelpause.

Im letzten Drittel brannte das Heimteam dann regelrecht ein spielerisches Feuerwerk ab. In der 42. Minute nahm Verteidiger Simon Schütz die Scheibe auf, lief mit Geschwindigkeit ins gegnerische Drittel und überwand Sharipov sehenswert mit einem Schuss in die lange Ecke. Das Stadion tobte. Unmittelbar danach hätten die Mannen um Kapitän Osterloh die Führung ausbauen können. Szwez und Gracel scheiterten freistehend nur knapp vor dem Torhüter der Gäste. In der 50. Minute konnte Jona Kaarevara den Abpraller nach einem Schuss von Ondrej Pozivil aufnehmen und im Tor der Gäste versenken. Souverän brachte der ESVK das Ergebnis über die Zeit. Reihenumstellungen und letztlich auch die Herausnahme des Torhüters brachten dem SC Riessersee nichts mehr ein und das Spiel endete mit einem verdienten 3:1-Erfolg für Kaufbeuren

In der Pressekonferenz sah Gästetrainer Tim Regan einen verdienten Sieg für den ESVK, der bis auf einige Minuten im zweiten Drittel spielbestimmend war und den Gästen wenig Raum zur Entfaltung ließ. Am Ende habe seinen Spielern die Kraft gefehlt, das Spiel zu drehen.

ESVK-Coach Andreas Brockmann bestätigte seinem Team, vor allem im letzten Drittel, einen super Job gemacht zu haben. Er zeigte sich stolz auf sein Team, das wenig zuließ und es dem Gegner schwer gemacht habe, zur Entfaltung zu kommen.

Das nächste Heimspiel des ESVK findet am 8. Januar um 17 Uhr gegen Bietigheim statt.

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