Alex Thiel sorgt für Sieg über Bad Nauheim

ESVK holt ersatzgeschwächt vier Punkte

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Ein überragender Alex Thiel (#47) führt den ESVK zum 4:3-Heimerfolg gegen Bad Nauheim.

Kaufbeuren – Stark geschwächt gingen die Kaufbeurer Joker in die beiden Spiele am vergangenen Wochenende. Ohne die beiden Topscorer Sami Blomqvist und Branden Gracel musste Coach Andreas Brockmann die Formationen umstellen. Für die beiden verletzt pausierenden Stürmer rückte nach seiner Verletzungspause Ossi Saarinen und der kürzlich mit einem Tryout-Vertrag ausgestattete Finne Saku Salminen neben Joey Lewis in die erste Reihe.

Nach einem 0:3-Rückstand kämpfte sich das Team am Freitag mit einer überragenden Mannschaftsleistung zurück und siegte gegen die Roten Teufel noch mit 4:3 Toren in der regulären Spielzeit.

Am Sonntagabend folgte dann das Spitzenspiel bei den Frankfurter Löwen. Auch hier boten die Kaufbeurer wieder eine starke Vorstellung. Bis zur 40. Minute der Spielzeit lagen die Joker mit 1:2 in Führung, mussten sich am Ende aber in der Verlängerung mit 3:2 geschlagen geben.

Trotzdem war es ein erfolgreiches Wochenende mit vier Punkten, dazu im Spitzenspiel bei den Frankfurter Löwen erst in der Verlängerung verloren.

Mit nun 55 Punkten und 99:68 Toren sind die Kaufbeurer Joker Tabellendritter mit den punktgleichen Frankfurter Löwen auf dem zweiten Rang. Nur das bessere Torverhältnis brachte den Tabellentausch für die Löwen.

Match gedreht

Die 2525 Zuschauer hatten nach dem ersten Drittel und dem zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand gegen Bad Nauheim nur wenig Hoffnung auf einen erfolgreichen Abend. Zu unkonzentriert gingen die Joker zu Werke und der Ausfall der beiden Topstürmer Blomqvist und Gracel schien sich überdimensional bemerkbar zu machen. Gleich die erste Überzahlsituation nutzten die Roten Teufel nach vier Spielminuten zum 0:1 und unterstrichen damit ihren Ruf als stärkstes Überzahlteam der Liga. Nur elf Minuten später folgte das 0:2 und der ESVK kam nicht zu seinem Spiel. Mit diesem Zwischenstand ging es in das nächste Spieldrittel. Aus diesem heraus kam wieder der gewohnt aggressive ESVK, der durch Lewis und Billich gleich die ersten Chancen zum Anschlusstreffer hatte. Doch mitten in diesem Angriffswirbel folgte mit dem 0:3 die kalte Dusche.

Darauf reagierten die Rot-Gelben mit noch mehr Offensive und wurden letztlich auch belohnt. Zuerst war es Kapitän Max Schmidle, der nach 35 Minuten die Scheibe zum 1:3 vorbei an Torhüter Felix Bick einschob. Nur 27 Sekunden später der zweite Kaufbeurer Treffer durch Alex Thiel nach einem Gemenge vor dem Gästetor. Es sollte noch besser kommen, denn in der letzten Sekunde des zweiten Drittels erzielte Florian Thomas das 3:3-Unentschieden.

Nun waren die Hausherren im letzten Durchgang natürlich obenauf. Trotzdem hatten beide Teams einige Chancen, das Spiel zu ihren Gunsten zu entscheiden. Dies tat für den ESVK dann Alex Thiel, der nach einer technisch schönen Aktion das 4:3 fünf Minuten vor dem Ende erzielte und so einen verdienten Arbeitssieg der Joker sicherte.

Frankfurt am Rande einer Niederlage

Mit der gleichen Aufstellung ging es am Sonntagabend in der Frankfurter Eishalle vor 4874 Zuschauern in das Spitzenspiel. Gleich zu Beginn hatte Alex Thiel die erste große Chance, doch Frankfurts neuer Torhüter Ilja Andryukhov war zur Stelle. Nach vier Minuten erzielte Jere Laaksonen die Führung, welche der Finne sechs Minuten später mit seinem zweiten Treffer auf 0:2 ausbaute. Nach dem Anschlusstreffer der Gastgeber wirbelten im zweiten Durchgang die Hessen, aber Stefan Vajs und die Abwehr waren stets präsent. Erst nach 40 Minuten folgte der 2:2-Ausgleich. Im letzten Drittel kamen nochmals die Joker, die mit einem Latten- und einem Pfostenschuss enormes Pech hatten. Kurz vor Ende der regulären Spielzeit hatten die Joker Glück, als die Löwen gleich mehrmals den Siegtreffer auf dem Schläger hatten. Dieser fiel dann nach 64 Minuten und beendete so ein wahres Spitzenspiel.

Freitag kommt Heilbronn

Schon am Freitag um 19.30 Uhr erwartet der ESVK in der erdgas schwaben arena die Heilbronner Falken. Langsam aber stetig geht es für die Falken in der Tabelle nach oben.

Zuletzt bezwangen sie die Dresdner Eislöwen auswärts mit 6:2 und siegten zuhause gegen die Eispiraten aus Crimmitschau mit 7:4 Toren. Trainer Alexander Mellitzer hat mit dem Finnen Roope Ranta einen Topstürmer, der mit 47 Punkten klar bester Scorer der DEL2 ist. Aktuell sind die Falken im Mittelfeld der DEL2 zu finden, Rang sechs mit 41 Punkten. Beim Heimspiel im September stutzen die Joker den Falken nach zähem Start noch deutlich mit 7:2 die Flügel, in Heilbronn siegten die Joker mit 3:2 Toren.

von Werner Mayr

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