Siege gegen Deggendorf und Kassel

ESVK holt sechs Punkte

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Neuzugang Lubomir Stach traf gleich in seinem ersten Spiel im ESVK-Dress gegen Deggendorf.

Kaufbeuren – In dieser Saisonphase haben es die Kaufbeurer Joker mit den namhaften Teams der Liga zu tun. Am Sonntag spielte der ESVK in Kassel, am Dienstagabend gastiert dann der aktuelle DEL2 Meister aus Bietigheim in Kaufbeuren und gegen Frankfurt geht es am Freitag zuhause.

Ohne den neuerlich verletzten Verteidiger Simon Schütz und den pausierenden Kontingentstürmer Jere Laaksonen, aber mit Neuzugang Lubomir Stach in der Abwehr gingen die Joker in die letzten zwei Partien. Zuhause gab es am Freitag einen ungefährdeten 6:3-Erfolg über Schlusslicht Deggendorf und am Sonntag einen 2:3-Auswärtserfolg bei den Kassel Huskies. Dadurch hat der ESVK mit 73 Punkten als Tabellenvierter nur noch drei Punkte Rückstand auf den Ersten.

Deggendorf niedergehalten

Das Tabellenschlusslicht aus Deggendorf kam im ersten Drittel schon gehörig unter die Räder. Gegen die offensiv schnell wirbelnden Kaufbeurer hieß es zur ersten Pause schon 5:1.

Zwar nutzten die Gäste ihr erstes Powerplay postwendend zur Führung. Nun war aber der ESVK an der Reihe. Innerhalb von fünf Minuten trafen Sami Blomqvist, Joey Lewis und Daniel Oppolzer. Kurz vor der Pause schraubten Sami Blomqvist und Neuzugang Lubomir Stach den Zwischenstand auf 5:1.

Die 2604 Zuschauer in der erdgas schwaben arena hofften schon auf ein sich anbahnendes Schützenfest gegen die läuferisch schwachen Gäste. Doch die Niederbayern wechselten ihren Torhüter, für den Glücklosen Jason Bacashihua kam Cody Brenner, der gutes Stellungsspiel zeigte und sich in den restlichen vierzig Minuten nur noch einmal geschlagen geben musste.

Auch die Abwehr stand dann besser und die Joker taten sich schwer, zum Erfolg zu kommen. Es fehlte auch der letzte Wille, Chancen waren da, mitunter bewahrte auch der Pfosten die Gäste vor einer höheren Niederlage. Max Schmidle traf fünf Minuten vor Ende in Überzahl noch zum 6:3-Endstand.

Huskies gezähmt

Am Sonntagabend gab es für die Joker in einem zerfahrenen Spiel einen knappen 2:3-Auswärtserfolg in Kassel. Das erste Drittel konnten die Kaufbeurer überlegen gestalten und mit zwei Treffern in Führung gehen. Nur sieben Sekunden dauerte die erste Überzahlgelegenheit, dann traf Branden Gracel in der dritten Minute zum 0:1. Acht Minuten später erhöhte Steven Billich die Kaufbeurer Führung.

Aus der Pause heraus kamen die Huskies wie erwartet stärker und gestalteten das Match ausgeglichen. Der Lohn war der Anschlusstreffer nach 26 Minuten. Dieser Spielstand hatte dann lange Bestand und zwar zur 54. Minute. Die Kaufbeurer fingen sich im letzten Drittel und gewannen mehr Zweikämpfe. Wieder in Überzahl konnte Ossi Saarinen auf Pass von Steven Billich mit dem 1:3 die Vorentscheidung einleiten. Aber eine 2+2 Minuten Strafzeit gegen Messing vier Minuten vor dem Ende brachte noch einmal Spannung in die Partie. Prompt fiel auch der zweite Treffer der Huskies. Doch mit Glück und Geschick konnte der ESVK sich auch hier über die restliche Zeit retten und so drei Punkte vor 2613 Zuschauern mit auf die Heimreise nehmen. ESVK-Trainer Andreas Brockmann zum Spiel: „Wir haben hervorragend angefangen, wenig zugelassen. Im zweiten Drittel war klar, dass die Gastgeber kommen werden. Im letzten Drittel haben wir das 1:3 gemacht und ich muss dem Team ein Kompliment machen, da doch einige Spieler angeschlagen waren.“

Freitag gegen die Löwen

Das nächste Heimspiel bestreiten die Kaufbeurer Joker am Freitagabend um 19.30 Uhr gegen die Frankfurter Löwen.

Nach dem 8:1-Kantersieg über Spitzenreiter Ravensburg mussten sich die Frankfurter vergangenes Wochenende mit nur einem Punkt begnügen. Zuhause unterlagen sie Bayreuth mit 3:4 und in Bietigheim mit 4:3 nach Verlängerung. Im Team der Hessen steht der letzte Saison noch im Jokerdress spielenden Torhüter Bastian Kucis. Die Frankfurter haben im Laufe der Saison den erfahrenen russischen Goalie Ilya Andryukhov aus der KHL, der zudem mit deutschem Pass ausgestattet ist, verpflichtet. Topscorer ist der Kanadier Adam Mitchell mit 53 Scorerpunkten.

Ihre Stärke haben die Löwen im Überzahlspiel, hier sind sie Ligaspitze. Topverteidiger der DEL2 ist Maximilian Faber mit 39 Punkten, er hat letzte Woche seinen Vertrag in Frankfurt verlängert.

von Werner Mayr

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