Joker kassieren jedoch am Osterwochenende in drei Spielen 20 Gegentore

ESVK kann die Play-Off-Teilnahme fix buchen

Spielszene ESVK gegen Ravensburg
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Der Ravensburger James Bettauer hat Denis Pfaffengut fest im Schwitzkasten.

Kaufbeuren – Gleich drei Einsätze hatte der ESV Kaufbeuren über die Osterfeiertage. Mit dem 9:5-Sieg bei den Lausitzer Füchsen am Samstagabend konnten sich die Joker endgültig die vorzeitige Play-Off-Teilnahme sichern. Zuvor gab es beim Tabellenführer in Kassel, sowie auch am Montag im Heimspiel gegen Ravensburg jeweils noch eine Niederlage.

Kassel Huskies – ESVK 10:3

Das Osterwochenende begann für den ESV Kaufbeuren am Donnerstagabend gleich mit einer deftigen 3:10-Niederlage bei den Kassel Huskies. Dabei wurden die Joker deutlich unter Wert geschlagen, jedoch versäumten sie es nach einem guten Startdrittel mehr Kapital daraus zu schlagen. „Kaufbeuren war im ersten Drittel die bessere Mannschaft und hatte auch mehr Möglichkeiten“, fasste Kassel-Trainer Tim Kehler die ersten 20 Minuten zusammen und attestierte seinem Team dagegen eine unglaubliche Effizienz, die zu einer 3:1-Führung führte. Keimte beim ESVK nach dem 3:2-Anschlusstreffer von Branden Gracel nach nur 19 gespielten Sekunden im zweiten Drittel wieder etwas Hoffnung auf, so zog der Tabellenführer noch in diesem Spielabschnitt auf 7:3 davon und die Messe war damit gelesen. „Das war heute ein Abend, an dem fast alles gelungen ist“, sagte Tim Kehler, während Rob Pallin die Qualität der Schlittenhunde anerkennen musste. Dass die Partie kurz vor dem Ende sogar noch zweistellig wurde, entsprach nicht dem tatsächlichen Leistungsunterschied an diesem Abend.

Lausitzer Füchse – ESVK 5:9

Keine 48 Stunden später gab der ESVK bei den Lausitzer Füchsen die richtige Antwort auf das Ergebnis in Kassel. Den Jokern reichte dort eine durchschnittliche Mannschaftsleistung, um die Füchse über 60 Minuten auf Distanz zu halten. Dabei entwickelte sich auf beiden Seiten ein munteres Toreschießen, ohne dass der ESVK Gefahr lief die Partie aus der Hand zu geben. Einzig das etwas sorglose Abwehrverhalten im letzten Drittel, in dem die Lausitzer Füchse noch zu vier Toren kamen, ärgerte Trainer Rob Pallin. Mit jeweils vier Skorer-Punkten hatten Sami Blomqvist und Branden Gracel einen nicht unerheblichen Anteil an dem 9:5-Sieg, der dem ESVK die vorzeitige Play-Off-Teilnahme bescherte.

ESVK – Ravensburg Towerstars 2:5

Mit zwei Toren von John Lammers und Tyler Spurgeon starteten die Joker sehr gut in das Derby gegen Ravensburg. „Wir hätten nach 20 Minuten eigentlich mit 3:0 führen müssen“, analysierte Trainer Rob Pallin ein gutes Startdrittel für sein Team, doch stattdessen kassierte der ESVK noch vor der ersten Pause den 1:2-Anschlusstreffer. Im zweiten Drittel hatten die Kaufbeurer den Faden dann völlig verloren und kassierten noch weitere vier Gegentore, so dass die Partie praktisch schon früh eine Vorentscheidung bekam. Der Joker versuchten dann im letzten Drittel noch einmal ins Spiel zurückzukommen, zeitweise sogar mit einem sechsten Feldspieler, doch es blieb bei den Bemühungen, denn die Towerstars spielten das Ergebnis souverän über die Zeit. „So eine Derbyniederlage tut auch ohne Fans richtig weh, wir hätten Ravensburg mit einem Sieg einen richtigen Dämpfer versetzen können“, bedauerte Stürmer Tobias Wörle die Niederlage.

Am letzten Wochenende der Hauptrunde muss der ESVK am Freitag in Bayreuth antreten und empfängt am Sonntag die Tölzer Löwen.

von Thomas Schreiber

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