Auf blamable Heimniederlage gegen Bayreuth folgt 5:3-Sieg in Bad Nauheim

ESVK löst Pre-Playoff-Ticket

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Waren die Joker beim Heimspiel gegen Bayreuth noch voll von der Rolle, zogen sie gegen Bad Nauheim im letzten Augenblick noch ihren Kopf aus der Playdown-Schlinge.

Kaufbeuren – Bis zum letzten Spiel ging es für die Joker um den vorzeitigen Klassenerhalt. Nach dem blamablen Auftritt bei der 2:7-Heimklatsche gegen die Bayreuth Tigers am Freitagabend, bot sich die letzte Chance am Sonntag in Bad Nauheim. Der Gastgeber selbst hatte noch theoretische Chancen auf die direkte Playoff-Teilnahme. Lange waren die Joker im Rückstand, dann drehten sie im letzten Drittel innerhalb von nur 13 Sekunden mit zwei Toren die Partie und gewannen mit 3:5 Toren.

Heimdebakel

Wer dachte, dass die beiden hohen Heimniederlagen mit 2:8 gegen Heilbronn und mit 3:7 gegen Landshut Ausrutscher waren, sah sich erneut einem Heimdebakel ausgesetzt. Vor der stolzem Kulisse von fast 3000 Zuschauern boten die Kaufbeurer Joker eine unterirdische Leistung und verloren zu Recht mit 2:7 gegen Bayreuth.

Dabei war dieses vorletzte Hauptrundenspiel so sehr wichtig, um zuhause die noch nötigen Punkte einzufahren, damit der ESVK mit der Abstiegsrunde nichts zu tun hat.

Am Freitag war sogar Stürmer Calvin Pokorny wieder mit von der Partie. Die Kaufbeurer fingen auch stark an und übten gehörig Druck auf die Gäste aus. Erste Chancen gab es auf beiden Seiten, bis zur siebten Minute aber nur Druck der Joker. Dann wurde die Scheibe im eigenen Drittel vertändelt und nachdem Jokertorhüter Ilya Sharipov zweimal rettete, brachte Nauheims Järveläinen im dritten Anlauf den Puck ins Tor. Von da an war gehörig Sand im Getriebe, die Joker brachten nichts mehr Effektives zustande. Ein über zweiminütiges Powerplay der Gäste bei Fünf gegen Fünf kündigte den nächsten Gegentreffer quasi an. In Minute 14 war es dann soweit. Von jetzt ab war Schluss mit der Offensivkraft der Joker. Die Tigers spielten diszipliniert und warteten nur noch auf Fehler der Kaufbeurer. Diese kamen in regelmäßigen Abständen und nach 40 Minuten hieß es 0:4. Es waren erst 35 Sekunden im letzten Drittel gespielt, da trafen die Gäste schon wieder. Danach fielen noch vier Treffer, wobei Daniel Oppolzer und Joey Lewis für die Joker zum 2:7-Endstand trafen. Ein Großteil der Zuschauer trat nach 60 Minuten enttäuscht und frustriert nach diesem Auftritt den Heimweg an. „Mir fehlen ein bisschen die Worte. Es ist schwer, nach so einem Spiel überhaupt Worte zu finden. Es hat etwas die Leidenschaft gefehlt und vor allem haben wir in der Abwehr zu viele Fehler gemacht. Auch in Überzahl haben wir heute schwach agiert. Wenn Blomqvist oder Gracel nicht treffen, müssen halt andere Spieler in die Bresche springen, doch da kam zu wenig und heute auch nicht gut genug!“, sagte ESVK-Trainer Andreas Brockmann.

Moral in Bad Nauheim gezeigt

Einen hart erkämpften 3:5-Auswärtserfolg gelang dem ESVK im letzten Hauptrundenspiel am Sonntagabend in Bad Nauheim. Dabei gingen die Roten Teufel schon nach zwei Minuten durch einen Penalty in Führung. Es folgten bald 34 Minuten des Abtastens, beide Teams spielten auf Sicherheit und wollten nicht durch Fehler Gegentreffer riskieren. Erst nach 36 Minuten fiel der zweite Treffer der Nauheimer. Sehr wichtig war der prompt folgende Anschlusstreffer durch Max Schmidle. Jetzt hatten beide Teams im Schlussabschnitt noch alle Chancen. Florin Ketterer gelang nach 54 Minuten der Ausgleich. Die Joker mussten zu diesem Zeitpunkt schon auf Branden Gracel verzichten, der in der 47. Minute zwei plus zehn Minuten Strafzeit bekam und das Geschehen von der Strafbank aus betrachten musste. 17 Sekunden nach dem Ausgleich gingen die Roten Teufel vor 2393 Zuschauern wieder in Führung. Doch nun setzten die Joker alles auf eine Karte und wurden auch belohnt. Innerhalb von nur 13 Sekunden trafen zuerst Sami Blomqvist und dann Antti Kerälä zum nicht mehr geglaubten 3:4. Jetzt nahmen die Gastgeber ihren Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis und wollten den Ausgleich. Es war mehr als spannend, denn die Joker brauchten drei Punkte. Zum Glück reichte es, Sami Blomqvist traf noch zum 3:5 ins leere Tor.

Freitag in Bietigheim

In den nun maximal drei Spielen in der Pre-Playoff-Serie geht es gegen die Bietigheim Steelers, welche in einem etwaigen dritten Match dann den Heimvorteil inne hätten. Die letzten drei Spiele aber gewannen die Joker gegen die Steelers. Rückspiel ist dann am Sonntag in der erdgas schwaben arena. Jetzt ist noch alles möglich!

von Werner Mayr

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