Freitag gegen Rosenheim

Joker holen Punkt in Garmisch

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Max Schmidle gab zu beiden Treffern gegen den SC Riessersee die Vorlagen.

Kaufbeuren – Es bleibt weiterhin spannend. Wenn auch der zehnte Tabellenrang und damit den Einzug in die Pre-play-offs endgültig vorbei ist, haben die Kaufbeurer Joker noch die rechnerische Chance auf den elften Rang, der das Heimrecht in den entscheidenden Partien in den Play-downs gewährt.

Durch die 1:3-Heimniederlage am Freitagabend gegen die Lausitzer Füchse und den Punktgewinn bei der 3:2-Niederlage nach Verlängerung beim SC Riessersee sind die Joker aktuell auf Rang Zwölf mit 53 Punkten. Der Rückstand auf den Elften, die Lausitzer Füchse, beträgt nach der Niederlage gegen die Füchse nun fünf Punkte, bei noch drei ausstehenden Partien. Zumindest die Freiburger Wölfe sind als Dreizehnter noch einen Punkt hinter dem ESVK. 

Lausitzer Füchse zu abgeklärt 

Es war das erste Spiel unter dem neuen Trainer Toni Krinner an der Bande des ESVK. Von Beginn an wirkten die Kaufbeu­rer zuhause extrem einsatzfreudig und bissig, was die 1399 Zuschauer mit Freude registrierten. Mit schnellem und druckvollem Angriffsspiel anhand von vier Reihen erkämpften sich die Joker im ersten Drittel mehr Spielanteile, doch nur wenige richtige Chancen. Dass die Gäste gefährlich waren, zeigte schon ein Pfostenschuss nach ungefähr drei Minuten Spielzeit. Das erste Drittel endete torlos.

Mit zunehmender Zeitdauer schienen beim ESVK die Kräfte nach zu lassen, die Füchse gewannen die Oberhand und kamen zu einigen guten Chancen, doch der Kaufbeurer Torhüter Marc-Michael Henne machte mit gutem Stellungsspiel alle Chancen zunichte. Das letzte Drittel sollte dann Tore und die Entscheidung bringen. Den Gästen gelang der erste Treffer, bei einem Gegenzug hatte Josh Burnell Pech, als er nur den Pfosten traf. Kurz darauf die Vorentscheidung, als die Gäste zum 0:2 erhöhten. 

Lee Baldwin gelang bei zweifacher numerischer Überlegenheit der Anschlusstreffer. Doch in die Angriffsversuche der Joker, den Ausgleich zu erzielen, nutzten die Lausitzer Füchse einen Konter zum alles entscheidenden 1:3. ESVK-Coach Toni Krinner nach dem Spiel: „Natürlich haben wir noch viel Arbeit vor uns, vor allem, da uns momentan noch das nötige Selbstvertrauen fehlt.“ Einen kleinen Schritt nach vorne brachte das nächste Spiel. 

Punktgewinn beim SC Riessersee 

Nach spannenden knapp 62 Minuten mussten sich die Joker erst in der Verlängerung mit 3:2 geschlagen geben. Auch diesmal wurde Stefan Vajs geschont, für ihn stand erneut Marc-Michael Henne im Tor, sein Vertreter war wie schon am Freitag, Korbinian Sertl vom Kooperationspartner aus Sonthofen. Die 1983 Zuschauer im Garmischer Olympiastadion sahen vier Tore, alle im ersten Drittel. zweimal führte der SCR, zweimal konnten die Joker ausgleichen, einmal durch Daniel Menge und das andere Mal durch Lee Baldwin in Überzahl. 

In einem Match zweier stark defensiv ausgerichteter Mannschaften konnten sich beide Torleute auszeichnen. In der Verlängerung entschied der starke Garmischer Jesse Schultz mit seinem dritten Treffer an diesem Abend die Partie zugunsten des SCR. ESVK-Coach Toni Krinner war mit der Umsetzung seiner Taktik sehr zufrieden und fand, dass sein Team defensiv diesmal wesentlich agierte. 

Zum letzten Heimspiel in der Hauptrunde erwarten die Joker am Freitag ab 19.30 Uhr die Starbulls aus Rosenheim. Sowohl für die Joker, als auch für die Starbulls geht es im Hinblick auf die jeweilige Platzierung noch um wichtige Punkte. 

DNL-Team in alter Stärke 

Nach den zwei enttäuschenden Heimniederlagen ist das Kaufbeurer DNL-Team nach dem letzten spielfreien Wochenende nun wieder in die alte Erfolgsspur zurückgekehrt. Beim wichtigen Auswärtsmatch am Samstag in Regensburg entführten sie durch einen 3:2-Sieg drei sehr wichtige Punkte. Nach einem ersten torlosen Drittel gingen die Kaufbeurer durch einen Doppelschlag innerhalb von nur 30 Sekunden durch John Boger und Tim Wohlgemut in Führung. Der Anschlusstreffer der Gastgeber wurde nur eine Minute später durch Simon Weingartner egalisiert. Kurz darauf erzielten die Regensburger vor 84 Zuschauer in Überzahl das 2:3. Doch dabei blieb es. 

Gegen das Schlusslicht aus Hamburg folgte am Sonntag vor 110 Zuschauern ein 4:2-Sieg. Torschützen waren Julian Becher (2), Markus Lillich und Timo Schirrmacher. Der ESVK hat weiterhin Platz Sechs inne, einen Punkt hinter Regensburg, aber schon zwei Spiele mehr bestritten.

von Werner Mayr

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