Kurz vor Saisonauftakt noch ein "Neuer" beim ESV Kaufbeuren

Der ESVK ist bereit für den Saisonstart

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Nach Beendigung der Pressekonferenz standen Didi Hegen, Pressesprecher Philippe Bader und Trainer Uli Egen sowie mehrere Spieler der 1. Mannschaft für exclusive Gespräche bereit. Das Foto zeigt von links: Uli Egen, Stefan Vajs, Maximilian Hadraschek, Florian Thomas und Alexander Winkler.

Kaufbeuren – Pünktlich vor dem DEL2 Saisonauftakt hatte am Dienstag der ESV Kaufbeuren e.V. zu einer Pressekonferenz im VIP-Bereich der Sparkassen-Arena eingeladen. Bei dieser Gelegenheit konnte die sportliche Leitung des Vereins, als wohl wichtigste Neuigkeit, die kurzfristige Verpflichtung von Stürmer Roland Mayr von den Löwen Frankfurt bekannt geben.

Wie Pressesprecher Philippe Bader und Trainer Uli Egen übereinstimmend erklärten, handelt es sich dabei um einen äußerst erfahrenen Spieler, der in seiner bisherigen Karriere auf über 300 DEL-Spiele (bei den Augsburger Panthern, den Nürnberg Ice Tigers, dem EHC München und den Panthern aus Ingolstadt) zurückblicken kann. 

In seiner DEL-Zeit kam Roland Mayr auf 24 Tore und 33 Vorlagen. Außerdem spielte er eine Saison bei den Schwenninger Wild Wings und zuletzt bei den Löwen Frankfurt. Für diesen Verein absolvierte der 1,86 Meter große und 97 Kilogramm schwere Stürmer insgesamt 77 Spiele und erzielte dabei beachtliche 117 Scorerpunkte (52 Tore/65 Vorlagen). Eine schwere Knieverletzung setzte ihn in der letzten Saison für lange Zeit außer Gefecht. Mittlerweile sei er aber, nach eigenem Bekunden, wieder voll einsatzfähig und freue sich auf seine neuen Aufgaben beim ESV Kaufbeuren. Er wird im übrigen diese Saison das Trikot mit der Nummer 28 tragen. Auch der Sportliche Leiter des ESV, Didi Hegen, ist überzeugt davon, dass Roland Mayr mit seiner Erfahrung, sehr gut in den jungen ESV-Kader passt und sowohl als Außen- als auch als Mittelstürmer spielen kann. „Er wird unsere Mannschaft auf jeden Fall verstärken“, so Hegen. 

Im weiteren Verlauf der Pressekonferenz zeigte sich der ESV-Couch Uli Egen mit der Vorbereitung auf die neue DEL2-Saison relativ zufrieden. Die Spieler hätten gut mitgezogen und so könne man von einer insgesamt recht guten Vorbereitung sprechen. Außerdem habe Didi Hegen bereits im Vorfeld einen recht guten Job gemacht, weshalb der Kader schon verhältnismäßig früh beisammen war. Andererseits bedauerte Egen, dass die Mannschaft wegen verletzten Spielern nie komplett trainieren konnte, wobei vor allem die Verletzung von Tim Richter ein „schwerwiegender Verlust“ sei. Wenn alles nach Plan verlaufe, dürfte der wieselflinke Stürmer voraussichtlich im Laufe des Dezembers wieder zur Verfügung stehen, so Egen. Nun müsse als erstes ein guter Start in die neue Saison hingelegt werden und dann könne man auch in acht bis neun Wochen erste Schlüsse ziehen, „was in der Mannschaft steckt und welche Ziele zu erreichen sind“.

Auf jeden Fall müsse das Team von Anfang an das Spiel selbst in die Hand nehmen und das im Training eingeübte und erarbeitete auch umsetzen. Thematisiert wurde auch der aufgelöste Try-Out Vertrag mit Spieler David Zucker. Laut Hegen konnte David das vom ESVK gewünschte Anforderungsprofil, trotz seiner technischen und läuferischen Fähigkeiten, leider nicht erfüllen. Jetzt habe man mit Matt Marquardt einen Spieler „an Land gezogen“ über den sich die gesamte Liga noch wundern werde. Darüber hinaus wurde Daniel Menge (aus Ravensburg zurückgekehrt) für die diese Saison Mannschaftskapitän gemacht. Menge erklärte, in erster Linie Bindeglied zwischen dem Trainer und der Mannschaft sein zu wollen. 

Die Vorbereitung sei anstrengend gewesen, aber, bis auf die Verletzung von Tim Richter, recht positiv verlaufen. Die Freude in der Mannschaft sei riesengroß, wenn es nun endlich ernst werde und losgehe, so Menge. Bezüglich der Regeländerungen erklärte Egen, dass die größeren Eis-Zonen mit Sicherheit für die defensiven Akteure eine Umstellung bringen werde. Das Forechecking werde auf jeden Fall weniger aggressiv ausfallen als in der Vergangenheit. Gut ankommen werde nach Meinung des ESVK-Trainers das neue und das Spiel entscheidend schneller machende Hybrid-Icing. (Beim Hybrid Icing wird gewertet, welcher Spieler den Puck als Erster erreichen wird, gemessen an einer virtuellen Linie zwischen den beiden Bullypunkten. Sollte das der Angreifer sein, läuft die Partie weiter.) 

In Punkto Zusammenarbeit mit Straubing hoffe man vonseiten des ESVK, dass diese heuer besser klappt und die Förderspieler Manuel Wiederer, Stephan Loibl und Mathias Müller auch an jedem Wochenende eingesetzt werden können. Allerdings, und das bleibe auch in Zukunft ein gewisser Unsicherheitsfaktor, dürfen in Straubing keine verletzten Spieler ausfallen. von Klaus-Dieter Körber

Sonntag zu Gast in Weißwasser 

Nach dem Saisonauftakt am Freitag gegen die Dresdener Eislöwen (nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe) sind die Joker am Sonntag zu Gast in Weißwasser. Dann kommt es zum Wiedersehen mit dem letztjährigen Back-Up Johannes Wiedemann, der diese Position nun in Weißwasser ausfüllt. Mit vielen Neuzugängen gespickt gehen die Lausitzer in die neue Saison. Viel erhofft man sich in der Oberlausitz vom Schweden Jonas Johansson und dem AHL erfahrenen Kanadier Maxime Legault, die in der Offensive für Tore sorgen sollen. 

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