Verbleib in der DEL2

Auf den letzten Drücker

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Allen Grund zum Jubeln hatten die Joker nach Abpfiff der siebten Partie in der Playdown-Serie gegen die Heilbronner Falken. Mit einem 4:2-Sieg gelang ihnen der Klassenerhalt in der DEL 2.

Kaufbeuren – Es ist wieder geschafft! Am Sonntag gelang dem ESVK in einem spannenden Match vor 2600 Zuschauern durch einen 4:2-Erfolg über die Heilbronner Falken der Verbleib in der DEL2.

Fast auf den Tag genau ist es ein Jahr her, als die Kaufbeurer Joker im alles entscheidenden Spiel um den Klassenerhalt auch gegen die Heilbronner Falken kämpfen mussten. Nach viereinviertel Stunden und 108 gespielten Minuten gelang Tim Richter damals in der dritten Verlängerung der 5:4-Siegtreffer zum Klassenerhalt. 

Auch dieses Jahr ergab sich die gleiche spannende Konstellation. Nach jeweils drei Siegen beider Teams musste das siebte und letzte Match am Sonntagabend den Absteiger aus der DEL2 bestimmen. Die Kaufbeu­rer haben sich selbst in diese Lage gebracht, denn nach dem Sieg am Dienstagabend hätte ein Sieg in Heilbronn am vergangenen Freitag dort den vorzeitigen Klassenerhalt bedeutet. Vor restlos ausverkauftem Hause zeigten die Joker am Sonntagnachmittag endlich wieder couragiertes Hockey und gewannen verdient mit 4:2 Toren. 

Dämpfer am Freitag 

Die Hoffnungen ruhten eigentlich schon auf einen Erfolg in Heilbronn. Das Match entschied wie schon so oft in der Vergangenheit die bessere Disziplin der Teams. Die Gastgeber kämpften verbissen um ihre weitere Chance. Schon nach neun Minuten gingen sie in Überzahl durch Patrick Schmid in Führung. Fortlaufender Druck der Falken konnte nur durch verstärkte Defensive und einen überragend haltenden Kaufbeurer Torhüter Stefan Vajs standgehalten werden. 

Nach der Hälfte der Spielzeit gelang Verteidiger Lee Baldwin mit einem Schuss von der blauen Linie der ersehnte Ausgleich. Wieder großes Pech für Michael Baindl, nach einem bösen Check des Heilbronners Gelke musste der Stürmer verletzt das Eis verlassen. In der folgenden fünfminütigen Überzahlgelegenheit nach der Spieldauerstrafe gegen den Sünder und durch eigene Strafzeiten konnte die große Chance auf den Führungstreffer nicht genutzt werden. Wie es geht, demonstrierten die Gastgeber. Nach zwei unabhängig voneinander verhängten Strafzeiten gegen die Joker erhöhten sie in Überzahl gar auf 3:1 Tore. Beide Treffer schoss Patrick Schmid, der damit einen Hattrick aufstellte. 

Lediglich Jannik Woidtke konnte nach 52 Minuten noch zum 2:3 verkürzen, mehr war vor 1817 Zuschauern, darunter gut 400 Fans aus dem Allgäu, nicht mehr drin. 

ESVK-Trainer Toni Krinner kritisierte die teilweise unnötigen Strafzeiten seiner Mannschaft, die aus seiner Sicht auch der entscheidende Faktor im Spiel waren und so die Niederlage herbeigeführt hätten. 

Sonntag wieder alles gut

Jetzt musste wieder einmal das siebte und entscheidende Spiel den Absteiger ermitteln. Der ESVK erspielte sich zu Beginn mehrere gute Chancen, leider ohne Torerfolg, dazu boten sich noch dreimal Überzahlsituationen an, aber Treffer waren Fehlanzeige, ehe doch noch kurz vor Ablauf der dritten Strafe Verteidiger Lee Baldwin mit einem satten Schuss den Führungstreffer erzielte. Das zweite Drittel war spielerisch sehr zerfahren und von Taktik geprägt. Dem 2:0 von Josh Burnell nach 28 Minuten folgte vier Minuten später der Anschlusstreffer der Falken. Die Gäste drängten zunehmend auf den Ausgleich, doch die Joker konnten sich in die zweite Pause retten. 

Drittel der Entscheidung

Im letzten Drittel ging es richtig ab. Beide Teams lieferten sich einen offenen Schlagabtausch, gefährliche Konter auf beiden Seiten resultierten daraus. Wieder traf Lee Baldwin nach 48 Minuten zum 3:1. Doch die Freude währte nur 53 Sekunden, ehe den Falken der Anschluss gelang. Die letzten elf Minuten wurde es nochmal spannend mit turbulenten Szenen vor dem Kaufbeurer Gehäuse, doch Stefan Vajs hielt seinen Kasten sauber. Auf der anderen Seite entwickelten sich auch gefährliche Konter durch die Joker. Eine Minute vor Ende dann noch eine Strafzeit gegen den ESVK, doch die Zeit lief für die Gastgeber und Josh Burnell machte mit dem 4:2 ins leere Falkentor den Klassenerhalt perfekt. 

In der nachfolgenden Pressekonferenz gratulierte Falkentrainer Fabian Dahlem fair und sah in dem ESVK die bessere Mannschaft über die ganze Serie. Toni Krinner dankte den Fans und stellte in Aussicht, auch nächstes Jahr an der Bande des ESVK zu stehen. 

Die Saisonabschlussfeier findet am Freitag, 15. April, in der Zeppelinhalle statt. Beginn ist um 20 Uhr, Einlass ab 19.30 Uhr.

von Werner Mayr

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