9:1-Heimsieg – Niederlage in Dresden – Freitag Heimspiel gegen Deggendorf

ESVK schießt Crimmitschau ab

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Branden Gracel konnte nach überstandener Verletzung und knapp vier Wochen Pause wieder in den Spielbetrieb zurückkehren.

Kaufbeuren – Die positive Meldung am vergangenen Wochenende war der Einsatz von Branden Gracel nach über vier Wochen Verletzungspause. Der Kanadier stürmte wieder an der Seite von Sami Blomqvist und Joey Lewis. Trotzdem gab es am Freitagabend noch eine 6:3-Niederlage bei den Dresdner Eislöwen. Wesentlich besser lief es dann am Sonntag zuhause gegen den ETC Crimmitschau. Gegen die Westsachsen gab es nicht nur einen ersehnten Heimsieg, sondern ein Schützenfest.

Die Teams rücken derzeit in der Tabelle immer näher zusammen, ein Spiegelbild der Ausgeglichenheit in der Liga. Der ESVK ist nun mit 67 Punkten und einem Torverhältnis von 131:104 auf Rang Fünf platziert, punktgleich mit dem Vierten aus Bietigheim.

In Dresden nichts zu holen

Obwohl Branden Gracel nach seiner langen Verletzungspause wieder mit dabei war, boten die Joker in Dresden eher einen durchwachsenen Auftritt. Vor allem merkt man das Fehlen zweier Topleute in der Abwehr. So kam es sehr oft zu gefährlichen Szenen vor Torhüter Stefan Vajs und die Abpraller konnten oft nicht konsequent entschärft werden.

Zwar gingen die Kaufbeurer in der zwölften Minute nach einem Steilpass von Denis Pfaffengut durch Sami Blomqvist in Führung, doch der Ausgleich ließ nicht lange auf sich warten. Nicht einmal eine Minute verging, ehe die Gastgeber den Ausgleich erzielen konnten. Eine Überzahl nutzen die Eislöwen zum nächsten Treffer und vor der ersten Pause fiel gar noch das 3:1.

Im zweiten Abschnitt gingen die Joker besser zu Werke und Steven Billich gelang nach starkem Forechecking der Puckgewinn und er traf routiniert zum Anschlusstreffer. Doch nach einer weiteren Überzahlgelegenheit der Eislöwen fiel das 4:2. Die Chancen der Joker machte der gute Torhüter Marco Eisenhut zunichte. Doch Verteidiger Philipp dePaly schürte mit seinem Schuss von der blauen Linie zum 4:3-Anschluss noch einmal die Hoffnungen der Kaufbeurer. Das letzte Drittel stand allerdings wieder ganz im Zeichen der Dresdner. Völlig frei vor dem Tor erhöhten die Eislöwen nach 43 Minuten auf 5:3. Die Joker trafen nicht mehr und das 6:3 ins leere Gehäuse des ESVK fixierte die dritte Niederlage gegen Dresden vor 2168 Zuschauern.

Endlich wieder ein Heimsieg

Nach vier hintereinander erfolgten Niederlagen in der erdgas schwaben arena konnten die Kaufbeurer Joker am Sonntagabend wieder siegreich die Eisfläche verlassen. Nicht nur ein Sieg, sondern schon eine beeindruckende Vorstellung wurde den 2241 Zuschauern geboten. Diesmal fehlte noch Kapitän Max Schmidle, dessen Amt übernahm am Sonntag dann Jere Laaksonen, der nach dem Match auch zum „Spieler des Abends“ gekürt wurde. Für Schmidle rückte Youngster Markus Lillich ins Team. Die Kombinationen der Joker liefen wieder flüssig, die erste Reihe brachte mit Gracel und Blomqvist enormes Tempo ins Spiel.

Gleich die erste Überzahl nutzten die Kaufbeurer nach acht Minuten zur Führung durch Joey Lewis. Branden Gracel erhöhte fünf Minuten später auf 2:0. Ein kleiner Dämpfer, als 30 Sekunden nach der ersten Pause die Eispiraten zum Anschlusstreffer kamen. Doch die Joker ließen sich nicht aus dem Konzept bringen und zogen durch Treffer von Laaksonen (2), Oppolzer und Thomas bis zur zweiten Pause auf 6:1 davon. Auch im Schlussdrittel dominierte der ESVK und hier schraubten Saarinen, Lillich und Schäffler das Ergebnis auf 9:1 und stellten damit den bisher höchsten Saisonsieg der Joker sicher. ESVK-Coach Andreas Brockmann war sehr zufrieden mit dem Sieg, der gut für die Psyche sei und freute sich, dass die Mannschaft ein Zeichen setzen konnte.

Freitag kommt Deggendorf

Diesmal werden die Joker mit Sicherheit auf einen hoch motivierten Gegner aus Deggendorf treffen, der sich für die 9:2-Schlappe im ersten Match in der erdgas schwaben arena revanchieren möchte. Spielbeginn ist am Freitag um 19.30 Uhr. Der diesjährige Oberligaaufsteiger kämpft an allen Fronten, um die zweite Liga zu erhalten. Erst vor kurzem wurde Trainer John Sicinski durch Otto Keresztes ersetzt. Neu verpflichtet wurden auch die beiden Verteidiger Dani Bindels von den Kölner Haien (zuletzt mit Förderlizenz in Frankfurt) und der letztjährige Joker Aaron Reinig vom Oberligisten aus Hamburg. Am Sonntag fegten die Niederbayern die wiedererstarkten Dresdner Eislöwen mit 5:2 vom Eis.

von Werner Mayr

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