Ein guter Torwart ist die halbe Miete

ESVK setzte in dieser Saison durch Verletzungen schon fünf verschiedene Torleute ein

Hötzinger Heilbronn ESVK
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Torwart Benedikt Hötzinger verteidigt das Tor zusammen mit Julian Eichinger und Tyler Spurgeon gegen Top-Torjäger Dylan Wruck.

Kaufbeuren – Um die Bedeutung des Torwartspiels beim Eishockey gibt es viele Floskeln, doch in kaum einer anderen Sportart hat diese Position derart viel Gewichtung wie beim schnellstens Mannschaftssport der Welt. Um dem Ganzen auch Rechnung zu tragen, sind Trainer und Verantwortliche auch bemüht auf dieser Schlüsselposition Kontinuität walten zu lassen.

Hatten die Vereine früher neben einer starken Nummer eins als Back-up auf eine günstige Lösung aus dem eigenen Nachwuchs gebaut, so bekommt heute auch der vermeintliche zweite Mann immer mehr Bedeutung. Der ESV Kaufbeuren hatte vor der Saison mit Stefan Vajs und Jan Dalgic eine sehr gute Kombination ins Rennen geschickt, doch nach ständigen Verletzungen auf dieser Position haben die Joker nun bereits fünf verschiedenen Torleute zum Einsatz gebracht. Mit Maximilian Meier und Benedikt Hötzinger musste man sich schon zweimal beim Kooperationspartner Füssen bedienen und auch Nachwuchstormann Dominic Guran taucht nach einem Kurz­einsatz in Bad Tölz in dieser Statistik mit auf. Nachdem Stefan Vajs und auch Maxi Meier derzeit mit Verletzungen weiterhin ausfallen, wechseln sich Jan Dalgic und Benedikt Hötzinger aktuell auf der Torwartposition ab.

„Der Unterschied zur Oberliga ist schon gewaltig, insbesondere das Tempo und auch die Qualität der Schüsse“, beschreibt Hötzinger den Vergleich zum EV Füssen, wo er normalerweise das Tor hütet. Doch nach ein paar Spielen ist auch er in der DEL 2 angekommen. „Man spürt das schon beim Aufwärmen. Spätestens jedoch, wenn die ersten Schüsse im Spiel aufs Tor kommen, merkt man, ob das ein gutes Spiel wird“, beschreibt der 24-Jährige seine Empfindungen. Gibt es nach einer guten Partie noch die Bestätigung vom Trainer und der Mannschaft, so ist das wie Balsam auf die Seele eines jeden Torhüters.

Bei dem knappen 2:1-Heimsieg vom Freitag vergangener Woche gegen Heilbronn war eine gute Torwartleistung der Schlüssel für den Erfolg. „In solchen Spielen ist der Torwart extrem wichtig. Benedikt Hötzinger war heute unser bester Mann“, lobte Trainer Rob Pallin seinen Torhüter. Und auch Siegtorschütze Joey Lewis legte noch einen drauf. „Der Hötzi war super heute und hat uns im Spiel gehalten“, sagte der Stürmer über seinen Torwart. Doch Benedikt Hötzinger weiß auch die defensive Mitarbeit seiner Mitspieler zu schätzen. „Unglaublich, wie die Jungs die Schüsse blocken und mir somit helfen“, so der Torwart, der natürlich auch durch seine Schwarzgelbe Maske vom EV Füssen auffällt. Von der Rivalität früherer Jahre ist unter den Spielern nichts mehr zu spüren. „Ich bin hier super aufgenommen worden und ich finde es auch super, wenn die Jungs aus dem Nachwuchs in Füssen aushelfen. So funktioniert eine gute Kooperation“, beschrieb Hötzinger die Zusammenarbeit zwischen dem ESVK und seinem Heimatverein. Doch auch das Miteinander mit Jan Dalgic ist ihm sehr wichtig. „Wir versuchen uns gegenseitig zu unterstützen, denn im Eishockey geht alles so schnell, da weiß man nie, was im nächsten Spiel passiert“, sagte Hötzinger, der sich auf jeden Fall über weitere Einsätze beim ESVK freut, denn für die nächste Saison hat er bereits wieder für den EV Füssen unterschrieben.

von Thomas Schreiber

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